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Freitag, 4.9.2015

Im Regen mit dem Boot zurück nach Skradin


So kräftig es auch geschüttet hat, nach einer viertel Stunde ist alles vorbei. Einzig meine patschnassen Haare (und natürlich die Fotoaufnahmen) erinnern noch an den Schauer.

Auf der Krka zurück nach Skradin

Auf der Krka zurück nach Skradin

Es sind kaum Leute auf dem Boot. Gemächlich gleiten wir die Krka hinunter Richtung Skradin. Wir kommen unter der blauen Brücke hindurch, unterhalb der die „Amiči“ vor Anker liegt, und erreichen kurz darauf im inzwischen wieder strahlenden Sonnenlicht Skradin.

Touristenboot „Amiči“

Skradin im Sonenlicht

Wie gut, dass ich heute früh einer der ersten im Park war, denn jetzt um 11:11 Uhr ist in Skradin die Hölle los. „Tourist-Peak“, sagt der Mann, der die Eintrittskarten kontrolliert. Hunderte von Leuten stehen an der Abfahrtstelle des Bootes an. Sie alle wollen zum Skradinski buk.

Erneut wird mir eines klar: Wenn du das Hotel erst nach dem Frühstück verlässt, hast du urlaubstechnisch verspielt. Ich freue mich, dass ich die Krka-Wasserfälle, die jährlich von knapp 1 Million Menschen besichtigt werden, weitgehend ohne Touristenmassen besuchen konnte.

Am Parkplatz zurück finde ich dann einen Zettel an meinem Auto. Parken kostet (trotz „Free Parking“) anscheinend doch was! Hätt mich ja auch gewundert. 50 Kn. will der Kontrolletti! Nur, als ich heute früh den Wagen hier abstellte, war von den Parkplatz-Wächtern eben noch keiner da, die Schranke war offen und „Free Parking“ stand da. Das galt aber wohl nur für die Nacht. So zahl ich eben die 7,50 € (das ist praktisch ein zweiter Eintritt!), geh rüber in den Supermarkt auf der Straßenseite gegenüber und kaufe mir für 12,78 Kn. / 1,92 € 2 Liter Wasser.

Eben im Park hat eine Halbliterflasche Wasser noch 16 Kn. gekostet. Na ja, aber so ist das eben. Was man an der einen Stelle zuviel zahlt, spart man an anderer Stelle eben wieder ein. Alles gleicht sich immer irgendwie aus.

Entlang des Westufers der Krka


Haus mit Kriegsschäden

Die Straße westlich der Krka nach Norden ist in meinem Navi (Karten von 2012) leider noch nicht verzeichnet. Ich probier’s aber trotzdem, weil ich der irrigen Meinung unterliege, ich könnte vom Westen aus ein Foto vom Kloster Visovac machen, so wie ich es im Internet gesehen habe. Nach 5 km etwa komme ich in Dubravice an einem Haus vorbei, an dem man noch deutlich Einschusslöcher aus dem Krieg (1991-1995) sehen kann. Da musst du dich dann schon besinnen und dankbar sein, wie gut es uns doch eigentlich geht und die ganze Zeit auch ging. 60 Jahre, d. h. mein ganzes Leben lang, hatten wir in Deutschland keinen Krieg, ja noch nicht mal sonst irgendeine Spur von Not. Das muss man sich erst mal bewusst machen!

Eigentlich hatte ich ja gehofft, dass man, wie im Internet gesehen, von der Straße aus auf´s Kloster Visovac herunterschauen kann. Das war doch der einzige Grund, weswegen ich die Straße über Rupe genommen habe, aber leider Pustekuchen.

Die Sicht runter ist durch einen Wald versperrt und der Weg durch den Wald selbst, führt direkt runter ans Wasser. Dort kann man mit einer kleinen Personenfähre (nicht mit dem Auto!) zum Kloster übersetzen. Wenn Du aber gleichauf bist mit der Wasserlinie, kannst du keine Aufnahmen von oben machen. Vielleicht war die Aufnahme im Internet doch eine mit Drohne oder eine aus einem Ballon?

Aber auch so komme ich auf meine Kosten. Ich fotografiere das Kloster eben so, wie man es hier unten sieht, und dazu noch die prächtigen Schwäne auf dem Visovac-See.

Visovac Kloster von Westen

Schwäne auf dem Visovac-See

Dann fahr ich weiter. Dazu ist jetzt aber Kurbeln angesagt. Auf dem schmalen Feldweg, an dem seitlich dann auch noch die Autos der „Visovac-Besucher“ parken, ist Wenden nicht gerade einfach, zumal man am VW-Up nicht sieht, was hinter dem Auto ist. Von mir jedenfalls bekommt das erst 4 Monate alte Auto nicht noch weitere Kratzer an die Stoßstange. Das lässt meine Ehre als Fahrer, der bereits 40 Jahre unfallfrei fährt, einfach nicht zu. So muss ich eben gefühlt zehnmal vor und zurück stoßen, aber es klappt!

Über Rupe fahre ich weiter bis zur Verbindungsstraße zwischen Varivode und Širitovci, wo es dann rechts weg zum Roški Slap gehen soll. Das dauert gerade mal 12 Minuten. Die nachfolgenden Bilder entstanden knapp 3 km vor Šetnica Roški Slap.

An der Straße zwischen Varivode und Širitovci

An der Straße zwischen Varivode und Širitovci

Noch 3 km bis zum Roški Slap. Ich fahre die Straße herunter und habe irgendwie den Eindruck, dass ich in Höhe des Hauses „Panorama Roški Slap“ wohl hätte anhalten sollen. Irgendwie fuchtelt jemand wie wild im Rückspiegel. Aber, wenn die was wollten, hätten sie einfach früher winken müssen.

Ich komme an die Krka. Jetzt wird‘s wirklich eng. Über eine Strecke von vielleicht 200 m geht ´s zunächst über eine schmale Brücke, wenn die 2,20 m breit ist, ist´s viel. Problem nur, die Straße, die hinter der Brücke rechts weitergeht, ist auch nicht wesentlich breiter, und einsehen kann man sie von vor der Brücke eh nicht. Auf gut Glück taste ich mich vorwärts, Ampeln gibt‘s ja nicht. Ich hab´ Glück, es kommt kein Gegenverkehr.

Nach der letzten Brücke gibt es rechts in kleinen Parkplatz, wo ich das Auto abstelle. Der Motor ist noch kaum aus, da sind die Park-Ranger auch schon da und wollen mein Krka-Nationalpark-Ticket sehen, das Ticket, das ich heute früh am anderen Ende des Krka-Nationalparks gekauft habe. Komisch, bei Visovac vorhin musste ich nichts zeigen.


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