Homepage / Suche / Kontakt / Impressum

Das Bahnhofsgebäude wird auf dem alten Fundament neu ausgerichtet


Wie bekannt ist, habe ich das Gebäude meines Anhalter Bahnhofs komplett selbst entworfen und gebaut. Dabei habe ich, als ich vor langer Zeit die Südfassade und die Westwand auf die Anlage klebte, nie daran gedacht, dass diese sowohl relativ zum Boden als auch relativ zueinander rechtwinklig sein müssen.

Bei der Vorbereitung des abnehmbaren Daches stelle ich fest, dass die bereits verklebten Wände nicht exakt rechtwinklig stehen und die Mauerkronen nicht auf einer gemeinsamen Ebene liegen.

Ein Hilfskasten für die Rechtwinkligkeit des Bahnhofsgebäudes


Deshalb löse ich die Wände wieder und richte sie neu aus. Dazu konstruiere ich einen Innenkasten, mit dem ich die Rechtwinkligkeit über die Diagonalen kontrollieren kann. So kann ich die Außenwände exakt senkrecht und rechtwinklig zueinander ausrichten.

Nach dem Einsetzen des Innenkastens zeigen sich deutliche Abweichungen der ursprünglichen Konstruktion. Diese werden bei der weiteren Ausrichtung korrigiert.

Farbgebung des Bahnhofsgebäudes


Lange habe ich überlegt, welche Farbe das Bahnhofsgebäude meines Anhalter Bahnhofs wohl haben könnte. Dem ersten Eindruck nach und aus der Erinnerung heraus hätte ich aus der Farbpalette links unten spontan irgendeinen helleren Farbton genommen, z.B. „Shady Yellow A 50“ (zweite Reihe ganz rechts) oder noch besser das etwas Leuchtendere „Clear Yellow A 50“ genommen (links unten das hellere Gelb).

Dass die wohl beste Farbe allerdings die zweitdunkelste der Palette ist, hätte ich nie gedacht. Der Vergleich mit einem Originalfoto des Anhaltes Bahnhofs, zeigt aber, wie unwahrscheinlich uns das Auge betrügt. Das Ergebnis „Shady Orange C 70“, das ist das dunkle rechts unten, ist für mich unglaublich.

Das Streichen der Wände ging jetzt besser als gedacht. Dazu habe ich die Farben „Goya Acrylic beige“, „Goya Acrylic lichter ocker“ und einen Hauch „Terrakotta“ in einem Becher gemischt und dann die Fassaden mit einem breiten Borstenpinsel „wild“ angestrichen. Das reicht. Jetzt muss ich nur noch ein bis zwei Stunden warten, bis die Farbe trocken ist.

Was mir aufgefallen ist, man kann eigentlich mit jeder der 3 Farben später noch nacharbeiten, ohne dass das in irgendeiner Weise einen negativen Effekt hat. Man muss nur darauf achten, dass man mit einem sehr, sehr trockenen Borstenpinsel über das bereits Gestrichene drüber streicht.

Anschließend ergänze ich noch fehlende Gesimse, Balustraden, Arkadengeländer und weitere kleine Details.

Streichen der Wand


Das Streichen der Wände ging jetzt besser als gedacht. Dazu habe ich die Farben „Goya Acrylic beige“, „Goya Acrylic lichter ocker“ und einen Hauch „Terrakotta“ in einem Kräuterquark-Becher gemischt und dann die Fassaden mit einem breiten Borstenpinsel „wild“ angestrichen. Das reicht. Jetzt muss ich nur noch ein bis zwei Stunden warten, bis die Farbe trocken ist.

Stuckarbeiten


Die Stuckarbeiten kann ich auch zu einem späteren Zeitpunkt anbringen

Die Stuck-Verzierungen der linken Bahnhofsfront sind jetzt auch gestrichen. Aber auch das dauert noch etwas, bis es trocken ist.

Stuck an der Wand


Die gelaserten „Terrakotta-“ und „Stuck-Teile“ sind endlich gekommen. Natürlich mach ich – ohne viel zu überlegen – mich gleich daran sie anzubringen, als Erstes – weil sie einfach etwas gröber und deshalb leichter zu verarbeiten sind – die Umrandungen an den Rundbögen der Mauernischen an der Reihe. Das ist sehr zeitaufwändig, aber ich hoffe, dass sich der Aufwand lohnt.

xx

Stuck am Südportal


Die Stuck-Verzierungen der Bahnhofsfront sind jetzt auch gestrichen. Aber auch das dauert noch etwas, bis es trocken ist.

Schritt für Schritt entsteht aus den gelaserten Einzelteilen, Sperrholz, Leisten, Farbe und vielen kleinen Anpassungen mein eigener Anhalter Bahnhof.

X

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Dachbinder


Wenn ich den Bahnhof jetzt schon horizontal ausgerichtet habe, möchte ich auch die Dachkonstruktion mit den Dachbindern sehen und diese nicht unter einem Dach verstecken.

Ich plane die 14 Binder aus 2 mm starkem Sperrholz. sie sollen außen 25 mm breit und jeweils 23 mm tief sein. Für die genaue Konstruktion zeichne ich die Binder mit unterschiedlichen Höhen und den erforderlichen Aussparungen für die Auflagen. Die Binder erhalten 2 mm starke Streben und werden durch kammförmige Abstandshalter zusammengehalten. Da ein kompletter Binder nicht auf die Diagonale eines DIN-A4-Blattes passt, passe ich die Zeichnung für den Ausdruck an. Anschließend lasse ich die Dachbinder lasern.

 

 

XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX

Ich habe jetzt schon mal damit bekommen, den ersten Dachbinder zusammenzukleben. Da muss ich höllisch aufpassen, denn das Dach verzieht sich leicht. Ich muss unbedingt einen Winkel bauen, an dem die Dachbinder bis zum Abtrocken des Holzleims seitlich fixiert werden.  Damit geht’s dann und ich finde, es sieht schon toll aus.

 

XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX

Die erste Vorrichtung erweist sich als ungeeignet, deshalb baue ich sie mehrfach um. Die Montage erfolgt schließlich in einer stabileren, verstellbaren Lehre.

XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX

Beim Einsetzen stelle ich fest, dass die Sägeschnitte in den Auflageleisten mit 1,8 mm etwas zu schmal für das 2,1 mm starke Sperrholz sind. Ich feile die Schlitze deshalb vorsichtig von außen auf und lasse die Innenmaße unverändert.

 

Dabei brechen zunächst einzelne Auflager ab und ein Binder verzieht sich stark. Ich repariere ihn und passe die Montagevorrichtung weiter an.

XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX

3. Dachbinder einsetzen und anpassen

Die inneren senkrechten Stützpfeiler säge ich um etwa 4–5 mm kürzer. Dadurch kann das Dach 3 mm weiter nach vorne rücken und die beiden Seitenwände kommen insgesamt 6 mm näher zusammen.

Die weiteren Binder fertige ich schrittweise, indem ich jeweils nur wenige Querstreben gleichzeitig einklee. Dadurch verhindere ich möglichst, dass sich die Konstruktion verzieht.

4. Dachbinder fertigstellen

An der Bahnhofsfront entsteht zunächst eine kleine Lücke zwischen Gebäudewand  und Boden. Ich ziehe die Front mit einer großen Schraubzwinge vorsichtig nach unten und lasse sie in dieser Position aushärten.

Anschließend passe ich die Auflagen des Daches an. Der Dachfirst erscheint mir noch etwas zu niedrig, deshalb prüfe ich, ob die Auflager auf den Seitenwänden um etwa 10 mm erhöht werden müssen.

6. Dach stabilisieren

Um das Dach weiter zu stabilisieren, schneide ich 20 mm breite Streifen aus der Dachfläche heraus. Dazu spanne ich das Dach zwischen einer Buchenholzleiste und einem 20-mm-Aluminium-Winkelprofil ein und schneide die Streifen mehrfach mit dem Cuttermesser aus.

 

 

Die erste Reihe der „Dachlatten“ klebe ich anschließend an der Unterseite des Daches fest. Damit wird die Dachkonstruktion zusätzlich stabilisiert.

Zum Abschluss streiche ich die Dachbinder und das Dach weiter an.

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Ergänzungen an der Fassade


Anfang/Mitte des 19. Jahrhunderts war es üblich, dass man die ansonsten schlichten Fassaden der Backsteinarchitektur mit Schmuckelemente aus Terrakotta oder Stuck dekorierte. Derart schmückende Terrakotta-Elemente (am Anhalter Bahnhof beispielsweise um die Rundbögen oder an den Friesen) lassen das Bauwerk – so mein Empfinden – einfach noch individueller und noch freundlicher erscheinen. Klar, dass auch mein Anhalter-Bahnhof-Modell diese Verzierungen aufweisen muss.

Zum Glück habe ich noch meinen Uralt-Laptop mit dem nur noch dort (auf Windows 7) laufenden Corel-Draw-Programm. Dort liegen meine Zeichnungen in einem gesonderten Ordner. Ich habe die Zeichnung noch mal geändert, sodass auch die Vierreck-Rahmen für ganz rechts und die Blumen-Rosetten an den schmalen Bogenfenstern mit dabei sind.

Ich habe für das Bahnhofsgebäude neue Teile zum Lasern gezeichnet, 1mm Sperrholz. Das File heißt „Seitlicher Turm-2020-08-01-16-45.cdr“. Es beinhaltet „Nischen für die Erker“, „die Seitenwand der Bahnhofstürme“, „Geländer“, die „Absperrmauer hin zur Möckernstraße“, „Verzierungen für die Gebäude-Fassade“ und „Abdeckplatten um die Brücken-Laternen“. Die „Geländer“ für die Fernbahnbrücke könnte ich in der Länge eigentlich noch anpassen, sodass ich dort später keinen Verschnitt oder Anstückelungen habe.

xxxxxxxxx

Nachsehen in cHAT-FASUNG Bau des

 

 

Türmchen an der Südfassade

1.     Planung

Seitlich der Südfassade gibt es zwei rechteckige Türmchen mit jeweils 35 x 28 mm Grundfläche und einer Dachwölbung von 5 mm.  Daraus ergeben sich in x- und y-Richtung unterschiedliche Radien: 33,1 mm über die 35-mm-Seite und 22,1 mm über die 28-mm-Seite. Bei gleicher Scheitelhöhe treffen sich die beiden Wölbungen an einer geraden Kante.

2.     Herstellung der Wölbung

Ursprünglich wollte ich das Dach fräsen, aber trotz geringstem Vorschub und höchster Drehzahl vibriert die Maschine dermaßen stark, dass sich die Höhenarretierung des Fräsers löste und ich den Versuch abbrechen musste.

3.     Neue Methode: Drehen und Schleifen

Ich entscheide mich deshalb, das Dach durch schrittweises Abschleifen herzustellen, Dazu stelle ich zunächst mal  für meinen Kreuztisch eine „Schleif-Vorrichtung“

Dann bohre ich auf der Schmalseite 33,1 mm vom Ende der Leiste eine Drehachse in das Werkstück und auf der Breitseite 22,1mm von Ende der Leiste entfernt …

… und schleife das Dach – erst über die Schmalseite, dann über die Breitseite – schrittweise in 0,25-mm-Zustellungen ab, bis endlich die gewünschten Wölbungen entstehen.

Die Bilder vom Türmchen habe ich alle nicht in groß gefunden

Anschließend säge ich die Leiste so ab, das insgesamt ein 18 mm hohes Türmchen übrig bleibt.

Nachsehen in cHAT-FASUNG Bau des

 

Engelsfigur auf dem Südportal


Auf dem Südportal wird als dekoratives und symbolisches Element ein Engel angebracht. Die Gestaltung orientiert sich an der historischen Figurengruppe „Weltverkehr“ von Emil Hundrieser am Anhalter Bahnhof.

Das Tonnendach der Bahnhofshalle


BIs die gelaserten „Terrakotta-“ und „Stuck-Teile“ kommen, beschäftige ich mich mit dem Dach der Bahnsteighalle. Dieses Tonnendach ist nämlich leider nicht durchgehend rund– nicht, wie ich es fälschlicherweise angenommen hatte. Zu den Längsmauern hin verkleinert sich – wie ich jetzt erst feststelle – der Dach-Radius. Ich muss für den Dachverlauf also noch Anpassungen machen.

Dazu habe ich das Ganze also noch mal in Photoshop gezeichnet, ausgedruckt, auf ein Sperrholz-Reststück geklebt und eine Schablone ausgesägt. Das geht sehr leicht, das muss man nicht lasern!

Wahrscheinlich wird das „sauschwere“ Grundbrett des Daches, so wie es derzeit noch vorliegen habe, „sterben“, wenn ich das Dach auf die Kreisabschnitte kleben kann. Ich denke, ich sollte die Kreisabschnitte zu Kreis-RING-Abschnitten mit 19 oder 20mm Breite (ähnlich Kleiderbügeln) machen (zumindest direkt beim Südportal), weil sonst das Licht nicht mehr durch die Fassadenfenster scheint.

Die Rundung des Bahnhofsdaches ist klar. Was ich allerdings noch nicht weiß, ist, wie ich die Rundung an das Südportal und an die Rückseite der Halle anbringe. Hinten wahrscheinlich massives Brett, vorne am Portal wahrscheinlich oben einen 2 oder 3 mm-Anschlag und darunter einen 19mm oder 20mm-Ring, der nicht die Frontfenster verdecken darf.

Die Dachkrümmung endet genau 10mm oberhalb der Seitenwand und ist zu dem Stützmauern hin – wie vergleiche mit Bildern aus „Fotografien Henry Ries Berlin 1948“ auf Seite 15 zeigen – steiler. Noch besser sieht man den Dachverlauf im Bereich der Mauerkrone auf Seite 145 im Handbuch „Anhalter Bahnhof“ von Helmut Maier. Das versuche ich mal in Corel Draw zu zeichnen.

Nachsehen in cHAT-FASUNG Bau des


< zurück Modelleisenbahnen umblättern >