Das Hallesche Ufer
Straßen in Bereich des Landwehrkanals
Als erstes stehen die Arbeiten am Halleschen Ufer, der Uferstraße nördlich des Landwehrkanals, an. Dort verläuft die nördliche Kehrschleife der Fernbahnstrecke knapp unter Straßenniveau. Damit ich da mit den Zügen noch durchkomme, muss ich das darüber liegende Gelände noch etwas erhöhen. Das geht aber nur, wenn ich nördlich der Straße keine bis zur Straße abfallende Böschung, sondern eine Stützmauer anbringe. Auf diese Weise kann ich für darunter liegende nördliche Kehrschleife noch etwas an Durchfahrtshöhe gewinnen.
- Die nördliche Kehrschleife
- Die Straßenunterführung am Halleschen Ufer
Um die Stützmauer setzen zu können, wird die aus 1mm-Sperrholz gefertigte Straße, die man wie eine Schublade nach vorne herausziehen kann, nach Norden hin etwas verbreitert und unmittelbar vor der Stützmauer ein 1 mm dicker Bürgersteig aufgeklebt. Weil die Straße hinten rechts etwas nach unten hängt und man da drunter (wegen der dort verlaufenden Kehrschleife) keine Stütze anbringen kann, wird die rechts „Führungsnut“ der „Schublade“ nach hinten ansteigend in dir rechte Wand eingefräst.
- Die Straßenunterführung am Halleschen Ufer
- Die Straßenunterführung am Halleschen Ufer
Durch die neue Konstruktion lässt sich das gesamte Straßenstück ohne sichtbare Lücke zum angrenzenden Gelände herausnehmen und wieder einsetzen.
Verlegung des Straßenverlaufs des Halleschen Ufers weiter nach Norden
Während auf der Westseite der Fernbahnbrücke alles paletti ist, bahnt sich östlich davon ein Problem an. Klemme ich nämlich versuchsweise ein Holzstäbchen (als Ersatz für einen Hochbahnbrücken-Pfeiler) unter die Hochbahnbrücke (Pfeil), wird die darunter liegende, nur unter dem Meeresakrobaten-Park gestützte und ansonsten freitragende, 1 mm dicke Straße so weit nach unten gedrückt, dass ihre Unterseite in das Lichtraumprofil der darunter liegenden nördlichen Kehrschleife ragt. Es geht zwar nur um Bruchteile eines Millimeters, aber das darf natürlich nicht sein. Eine zusätzliche Stütze von unten ist aus Platzgründen leider nicht möglich.
Gut, ich könnte die Straße etwas nach Norden versetzen. Dummerweise stehen aber genau dort die massiven Stützen des „Meeresakrobaten-Parks“, deren Oberkante deutlich über dem Straßenniveau liegt.
- Hier wird die Landschaft nach unten gedrückt
- Hier ist nirgendwo Platz für eine Stütze
An der vorhandenen Situation etwas zu korrigieren, macht keinen Sinn. Deshalb entschließe ich mich, das Hallesche Ufer östlich der Fernbahnbrücke komplett neu zu gestalten und etwa 3 m (2 cm) nach Norden zu verlagern. Dadurch wird der Meeresakrobaten-Park an seiner Südflanke zwar etwas gekappt, aber damit kann ich leben.
- Das Heraussägen ist eine Strafarbeit
- Kopieren des Straßenverlaufs
Wenn ich schon dabei bin, möchte ich auch den herausnehmbaren Bereich südlich und östlich des ebenfalls herausnehmbaren Meeresakrobaten-Parks künftig aus einem einzigen Plattenstück machen. Er umfasst das Hallesche Ufer, die Kreuzung mit der Möckernstraße sowie die Möckernstraße bis zur Hochbahn-Station hinter dem Anhalter Bahnhof.
Die Kreuzung Möckernstraße/Hallesches Ufer
- Die Basisplatte für den neuen Straßenverlauf
- … auf die Basis-Platte
Die neue Straßenführung wird dadurch zu einer Linkskurve und steigt deutlich an. Nach einigen Korrekturen sitzt die Straße schließlich genau richtig. Auch der hintere Pfeiler der Gitter-Kastenbrücke kollidiert nun nicht mehr mit der Fahrbahn, sodass ich die Brücke auf die Fahrbahnplatte der Hochbahnbrücke setzen kann.
Anschließend positioniere ich probeweise Fahrzeuge auf dem neuen Halleschen Ufer. Dabei muss ich weiterhin immer wieder um halbe oder ganze Millimeter nachjustieren, insbesondere bei der Höhenanpassung für die darunter fahrenden Züge. Die Straße bleibt herausnehmbar. Für den Einbau muss ich nördlich der Straße Teile des Parks und südlich Teile der Böschung zurückschneiden. Nach mehreren Anpassungen passt die Straße gut. Trotz der nun teilweise S-förmigen Führung bleibt genügend Platz, damit sich Fahrzeuge begegnen können. Die neue Situation wirkt insgesamt deutlich stimmiger.
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- Die neue Straße ist eingebaut
Alles in Allem sieht das jetzt gar nicht mal so schlecht aus. Die letzte Konsequenz ist, dass das „Hallesche Ufer“ östlich der Fernbahn-Brücke jetzt eben in einer Linkskurve geführt wird und stark ansteigt. Was ich zunächst als „Herausforderung“ (um nicht zu sagen „Schikane“) sah, erweist sich im Nachhinein als ein „Zuckerstückchen“. Durch die ansteigende Straße ist die Brücke am hinteren Anlagenrand nur noch 4 cm über der Straße, während sie nur 50 cm weiter vorne mit 9,5 cm lichter Höhe mehr als doppelt so hoch ist. Durch diesen Effekt wird (ohne dass ich das geplant oder beabsichtigt hätte) auf der nur 65 cm breiten Anlage auf geniale Weise „räumliche Tiefe“ vorgegaukelt.
- Der Verlauf des „neuen“ Halleschen Ufers
- Die neue Ecke Möckernstraße/Hallesches Ufer
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