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Marktplatz – Kleine Veränderungen mit großer Wirkung

Umrandung der Abdeckplatte des Überwerfungsbauwerks


Wenn ich die Abdeckplatte nun so betrachte, erscheint mir die Kante an der Brüstung hoch zum Marktplatz einfach zu hoch. Durch eine aufgeklebte, etwas dunklere Leiste wirkt sie jetzt gefälliger.

Damit ist die Gestaltung der Marktplatzplatte abgeschlossen. Die Kombination aus Halbreliefhäusern,  Straßen und der angepassten Umrandung ergibt nun ein stimmiges Gesamtbild, mit dem ich sehr zufrieden bin. Wenn da später noch Bäume und Laternen dazukommen, wird das sicher ein Hingucker werden, doch so weit sind wir noch nicht.

Straßen, Gehwege und Pflaster


Nachdem der Hintergrund des Marktplatzes fertiggestellt war, fehlten noch Straßen, Gehwege und Bordsteine. Fertige Straßenplatten aus dem Handel waren mir wegen des hohen Preises – insbesondere des unverhältnismäßigen Portos – zu teuer. Deshalb zeichnete ich die Pflastersteine selbst und vervielfältigte sie am Computer mit „Copy & Paste“, bis ein komplettes DIN-A3-Blatt gefüllt war. Auch kleine Details wie Schachtdeckel auf Platz und Gehwegen sowie Gullys am Straßenrand trugen nun zur Wirkung bei. Das Blatt ließ ich für wenige Cent ausdrucken und erhielt damit meinen eigenen Straßenbelag. So wurden nach und nach Straßen, Gehwege und der Marktplatz gestaltet. Die gestaffelten Häuser, der Straßenbelag und der Platz machten aus der zunächst ungelösten rechten Kehrschleife allmählich einen glaubwürdigen Teil der Stadt.

Gehwege und Bordsteine


Das selbst gedruckte Pflaster sah zwar überzeugend aus, wirkte als zweidimensionale Fläche jedoch noch zu flach. Diese Erfahrung hatte ich bereits beim Südportal des Bahnhofs und bei der Hintergrundkulisse gemacht. Sobald kleine dreidimensionale Elemente hinzukamen, entstanden Licht und Schatten und damit deutlich mehr Wirkung. Das zeigte sich besonders am Südportal, wo aufgeklebte Ornamente und Gesimse für zusätzliche Tiefe sorgen. Auch bei der Fernbahnbrücke erzeugen Steinsockel, Mauern und Geländer unterschiedliche Ebenen. Diese Erkenntnis übertrug sich zunehmend auf weitere Bereiche der Anlage. Besonders deutlich wurde sie am Marktplatz: Erst durch die unterschiedlich tief in den Raum ragenden Häuser entstand eine lebendige und räumliche Wirkung.

Deshalb druckte ich die Gehwege erneut aus und klebte sie auf 1-mm-Flugzeugsperrholz. Durch den Holzleim wölbten sie sich aber zunächst stark nach oben. Meine gesamte Büchersammlung musste deshalb als Pressgewicht herhalten. Die beim Kleben entstandenen Blasen im Papier glätteten sich mit der Zeit wieder.

Anschließend lagen die Gehwege aber deutlich höher als die Straßen und wirkten dadurch wesentlich realistischer. Für mich macht genau dieses Spiel mit Licht und Schatten einen wesentlichen Teil des Modellbaus aus. Schon kleinste Erhebungen können Bereiche hervorheben, andere in den Schatten legen und dadurch die gesamte Anlage lebendiger und emotionaler wirken lassen.


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