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Licht und Bäume für den Marktplatz

Beleuchtung und elektrische Installation


Nachdem der Marktplatz fertiggestellt war, fehlte noch die Beleuchtung. Vorgesehen waren sieben LYM 36-Laternen. Da die Marktplatzplatte nur 2 mm dick ist, hätten die Laternen darin keinen ausreichenden Halt gefunden. Deshalb wurden an den vorgesehenen Stellen 4 mm starke Holzklötzchen unter die Platte geklebt, in die die Laternenfüße eingesteckt werden konnten. Bei der Platzierung musste außerdem darauf geachtet werden, dass die Laternen unterhalb der insgesamt 6 mm starken Platte noch etwa 7–8 mm herausragen. Dieser Bereich durfte weder in das Lichtraumprofil des darunterliegenden Gleises ragen noch die Anschlusskabel behindern.

Als Orientierung für die Abstände dienten die Verhältnisse beim Vorbild: Laternen stehen dort etwa 20 bis 50 m auseinander, was im verwendeten Maßstab ungefähr 12,5 bis 31,3 cm entspricht. Am linken Straßenzug wurden drei Laternen vorgesehen, weitere jeweils zwei bis drei an der nach hinten führenden Straße und in der Sackgasse am Gleis. Schließlich waren alle sieben Laternen angeschlossen und funktionierten. Auch nach einer Dreiviertelstunde leuchteten noch alle Lampen zuverlässig. Damit war die elektrische Installation erfolgreich abgeschlossen.

Bäume und weitere Gestaltungsideen


Trotz der leuchtenden Laternen wirkte der Marktplatz dennoch etwas leblos. Um mehr Atmosphäre zu schaffen, entstand die Idee, ein Denkmal (HO-Engelstatue von Preisser) in der Mitte des Platzes zu setzen sowie kleinere Straßenbäume entlang der Gehwege und der nach hinten führenden Straße zu pflanzen. Dafür wurden mit einem 4-mm-Bohrer zunächst einfache Pflanzlöcher in das Pflaster gebohrt. Die ersten Bäume konnten anschließend eingesetzt werden.

Die Wirkung war sofort deutlich: Durch die Bäume wurde der Marktplatz wesentlich lebendiger und natürlicher. Erst jetzt zeigte sich, welch großen Einfluss die Bepflanzung auf die gesamte Atmosphäre des Platzes hat.

Am nächsten Tag wirkt die Bepflanzung auf mich  plötzlich unbefriedigend. Die Bäume wachsen scheinbar direkt aus dem Kopfsteinpflaster – etwas, das auch beim Vorbild unnatürlich wäre. Deshalb werden die Bäume vorsichtig wieder entfernt und auf dem Kopfsteinpflaster Baumscheiben bzw. Pflanzringe aufgeklebt, sodass unter den Bäumen auch das Wasser versickern kann.

Für die Baumscheiben finden sich passende Laserringe aus einem früheren Bauprojekt: Sie haben 10 mm Außendurchmesser, 8 mm Innendurchmesser und sind 0,5 mm dick. Diese Ringe werden um die vorhandenen Pflanzlöcher geklebt. Anschließend werden die Ringe mit Holzleim ausgefüllt und mit erd- und grasfarbenem Streumaterial bestreut. Nach dem Trocknen wird überschüssiges Material abgesaugt.

Nachdem die Baumscheiben fertiggestellt und getrocknet sind, werden die Bäume wieder eingesetzt. Jetzt wirken die Pflanzungen deutlich natürlicher und fügen sich wesentlich besser in das Kopfsteinpflaster ein.

Meiner Ansicht nach gewinnen die Bäume mit den wirklich einfach zu machenden Baumscheiben enorm.


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