Frühlingsfährtle ins Remstal und nach Stuttgart
Mittwoch, 11.3.2026
Schorndorf
Künkelin Parkhaus
Um 11:29 Uhr sind wir – nach 3:13 Stunden (Google Maps meinte, das dauere nur 2:32h) im Künkelin-Parkhaus in Schorndorf. Und wieder mal hat es sich bestätigt, dass mein 30%-Zuschlag zur Google-Maps-Zeit so was von passt. Leider sind die oberen Ebenen im Parkhaus alle privat vermietet, sodass wird bis Ebene C runter fahren müssen, wo wir das Katzabärle dann auf Platz 12 abstellen.
- Unser Panda im Künkelin-Parkhaus
- Da geht’s raus
Isy’s Kreativ-Insel
Wir haben noch etwas Zeit, bis wir uns mit Margit und Uwe treffen, deshalb will ich versuchen ob ich bei Isy’s Kreativinsel noch graue Acrylfarben für meine Modelleisenbahn bekommen kann. Isy’s ist – die Ulrichstraße und die Rommelgasse runter – keine 200 Meter weg. Und der Laden hat tatsächlich, was ich brauche: Acrylfarbe in Mausgrau. Und auch Susanne wird fündig, liegen doch da am Tresen selbstgemachte „Schneckle“, nicht „Schnecken“, nicht „Kriecher“, und auch nicht „Weichtiere“, sondern „Schneckle“, so wie sie als Kleinkind von ihrem Vater immer genannt wurde. Dass sie da nicht „nein“ sagen kann, ist ja wohl klar, Ich schenk ihr also eine der „Schneckle“.
- Endlich kann ich die Verblendung streichen
- „Schneckle“
Margit und Uwe
Dann gehen wir wieder zurück zum Parkhaus, wo wir um zwölf Margit und Uwe treffen wollen. Dabei werden wir in der Rommelgasse von einem Fenster herunter von einem Stubentiger beäugt. Ein gegenseitiges „Me-ow!“
- Margits Teekännle
- Me-ow
Kurz vor zwölf haben Susanne und ich dann irgendwie das Gefühl, dass hinter uns jemand läuft. Wir drehen uns um und da sind sie auch schon: Margit und Uwe, pünktlich, wie es sich für echte Schwaben gehört.
Anschließend geh ich runter zum Auto und hole das „G’schenkle“ für Margit. Schließlich wurde sie letzte Woche 70 und das war ja auch einer der Anlässe für unser heutiges Fährtle. Da sie totaler Katzen-Fan ist, haben wir ihr bei einer Katzenausstellung vor über einem halben Jahr in Burg Katzenstein ein mit Katzenmotiven verziertes „Tea‑for‑One-Set“ gekauft (Teekanne, die genau auf die dazugehörige Tasse passt), das wir ihr jetzt übergeben.
„Becka-Kurze“
Da das griechische Lokal „Nostos“, wo wir sonst immer waren, mittwochs um die Mittagszeit zu hat, gehen wir ins „Becka-Kurze“, nur 150 Meter weiter, die Bahngasse runter.
Das „Becka-Kurze“ ist ein legendäres Schorndorfer Kult-Lokal. Schon beim Betreten spürt man den Charme einer traditionellen schwäbischen Gaststube: Holzvertäfelung, kleine Tische, gemütliche Atmosphäre. Hier trifft sich Jung und Alt, Einheimische wie Besucher. In jeder Ecke hängt ein Stück von Schorndorfs Geschichte.
Besonders bekannt war die frühere Wirtin Christel Kohnle, die das Lokal ab 1981 führte. Mit ihrer ehrlichen, direkten Art machte sie das „Becka-Kurze“ über die Stadtgrenzen hinaus berühmt. Ein Holzschild mit dem Spruch „Wer die Wirtin kränkt, wird aufgehängt“ sorgte seinerzeit für Lacher und Respekt gleichermaßen. Christel war berühmt für ihre Gastfreundschaft und ihre schwäbische Herzlichkeit. Sie konnte Gäste auch mal zurechtweisen, wenn’s nötig war – immer typisch schwäbisch direkt.
Das „Becka‑Kurze“ zog viele prominente Besucher an: Musiker wie Peter Schilling oder Fools Garden, aber auch Schauspieler wie Walter Schultheiß, Politiker und sogar internationale Gäste fanden sich hier ein. Erwähnenswert ist auch Helmut Palmer, der Vater des Tübinger Oberbürgermeisters, der hier ebenfalls des Öfteren war. Das Gästebuch erzählt von unzähligen Begegnungen, die das Lokal zu einem echten Treffpunkt machten.
Vor zwei Jahren übernahm Franco Ammirata als neuer Wirt und kombiniert nun traditionelle schwäbische Küche mit eigenen Ideen, sodass die „Becka‑Kurze“ wieder lebendig und einladend ist. Wer hier einkehrt, erlebt nicht nur gutes Essen, sondern echte Geschichten, Humor und die herzliche Atmosphäre einer Altstadt-Institution.
- Becka-Kurze in Schorndorf
- Vier, die sich mögen
Jeder Bissen ist ein kleines Glück, die Schärfe des „Rabiaten Penners“, der geschmolzene Käse auf der kochend heißen Lasagne, das knusprige Bruschetta, die delikate Pizza und nicht zuletzt der leckere Salat – alles zusammen lässt einen völlig in den Moment eintauchen. Wir haben gequatscht, gelacht, gegessen, und plötzlich waren zwei Stunden vorbei. Dabei muss Uwe nachher noch arbeiten.
Vielleicht noch kurz „aufs Töpfchen“? Die Toiletten im „Becka-Kurze“ befinden sich direkt im Eingangsbereich, also noch außerhalb der Gaststube, sodass man theoretisch auch von außen kommen könnte, ohne Gast zu sein.
Um dem vorzubeugen hat der Wirt eine clevere Lösung: Die Klotüren haben nämlich elektrische Türöffner, die man nur dann aktivieren kann, wenn man im Gastraum neben dem Schanktisch einen der beiden Knöpfchen „Damen“ oder „Herren“ drückt. Eine einfache, aber effektive Lösung, die den Toiletten-Zugang auf tatsächliche Gäste beschränkt.
TEDI
Da es beim TEDI bei uns zu Hause, in Mering also, schon seit Wochen keinen Sekundenkleber mehr gibt, gehen wir nach dem Essen noch kurz zum TEDI in Schorndorf.
Ich brauche für meine Modellbahn nämlich zwingend 1-Gramm-Tübchen Sekundenkleber. Die waren für meine Zwecke immer ideal. Kleben genauso gut und trocknen genauso schnell ein wie Markenkleber, kosten aber nur einen Bruchteil.
Margit kauft im „Ramschladen“ noch eine Wasserpistole. Damit will sie freche Krähen verscheuchen, die sich über die brütenden Singvögel und deren Gelege in ihrem Garten hermachen. Schon toll, wenn man merkt, dass manchmal auch eine kleine Wasserpistole Leben retten kann.
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