Die Löwenbrücke über den Landwehrkanal
Die bisher gelaserten Teile gefallen mir so gut, dass ich mich an das nächste Brückenprojekt wage: Die Löwenbrücke soll künftig den Landwehrkanal an der hinteren Anlagenkante überspannen. Inzwischen habe ich einen Anbieter gefunden, bei dem ich die Teile sogar persönlich in Auftrag geben kann. Und ganz nebenbei ist er auch noch deutlich günstiger als mein bisheriger Anbieter aus dem Internet. Also steht für mich fest: Auch die Löwenbrücke wird gelasert. Als Vorlage dient mir eine Brücke, die ich bei Stock-Photo finde. Ich zeichne sie entsprechend und stelle zunächst einmal einen Ausdruck an die vorgesehene Stelle in der Anlage. Und tatsächlich: Schon auf den ersten Blick sieht das gar nicht schlecht aus.
- Gelaserte Brückenteile
- Vorderseite der Brücke zusammengebaut
Zwei Wochen später sind die vier Platten endlich da. Ich packe die Teile aus – und bin richtig begeistert. Die gelaserten Bauteile sehen einfach irre aus!
Die räumliche Wirkung
Bei früheren Projekten habe ich immer schon festgestellt, dass gelaserte Teile erst richtig zur Geltung kommen, wenn man ihnen eine räumliche Tiefe gibt. Bei der Löwenbrücke zeigt sich das besonders deutlich. Die Brückenpfeiler setze ich deshalb 3 mm nach vorne. Dadurch bekommt die ansonsten flache Laserkonstruktion plötzlich eine richtige plastische Wirkung. Die Brücke sieht dadurch gleich wesentlich überzeugender aus. Aber da geht noch mehr.
- Farben für die Löwenbrücke
- Bronzelöwen für die Löwenbrücke
Ich erinnere mich an die Löwenbrücke in St. Petersburg, die wir im vergangenen Sommer gesehen haben. Die Löwenskulpturen dort gefallen mir so gut, dass ich beschließe, auch meine Brücke mit entsprechenden Figuren zu schmücken. Dafür besorge ich mehrere Preiser-HO-Sätze 20379. Die günstigsten gebrauchten Exemplare kosten bei eBay zwar immer noch rund 12 Euro, aber das ist mir die Sache wert. Also kaufe ich die Löwen. Die männlichen Löwen bekommen zunächst einen Anstrich mit Revell 74 „Geschützgrau“. Danach folgt Revell 95 „Bronzegrün Metallic“.
Den frischen Farbauftrag wische ich gleich wieder mit Zewa ab. Dadurch bleibt die Farbe nicht überall gleichmäßig stehen und die Figuren bekommen eine schön unregelmäßige, bronzefarbene Oberfläche. So gefallen mir die kleinen Löwen schon richtig gut. Die weiblichen Exemplare lege ich erst einmal zur Seite – irgendwo und irgendwann wird sich dafür sicher auch noch eine passende Verwendung finden.
Die Sockel für die Löwen
Nun geht es an die Aufstellung der Löwen auf der Brücke. Mit dem Cuttermesser schneide ich zunächst die entsprechenden Bereiche aus dem Fundament der Flussbrücken-Auflage heraus. Darauf klebe ich 33 mm lange Buchenleisten mit einem Querschnitt von 8 × 8 mm.
- Brüstung für die Möckernbrücke
- Grundplatte für die Brüstung der Möckernbrücke
Auf diese Leisten kommen später 1 mm starke Platten mit einer Größe von 10 × 35 mm und darauf nochmals kleinere Platten. So entstehen kleine Sockel, auf denen die Löwen schließlich ihren Platz finden.
- Brüstung mit Sockeln und Löwen
- Möckernbrücke mit Verblendungen
Die Brücke nimmt Gestalt an
Nachdem die Sockel mit den Löwen aufgeklebt sind, fehlt eigentlich nur noch das „schmiedeeiserne“ Geländer. Jetzt zeigt sich endgültig, was aus der zunächst ziemlich flachen Laserkonstruktion geworden ist. Durch die Verblendung, die hervorgehobenen Brückenpfeiler und vor allem die kleinen Löwenskulpturen hat die Löwenbrücke gegenüber dem ursprünglichen Zustand enorm gewonnen. Ich bin mit dem Ergebnis richtig zufrieden. Die Brücke wirkt jetzt wesentlich plastischer und hat genau den besonderen Charakter bekommen, den ich mir vorgestellt habe. Eigentlich fehlt jetzt nur noch eines: die Beleuchtung.
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- Das beleuchtete Tempelhofer Ufer
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Die Laternen richte ich einzeln senkrecht aus und fixiere sie während des Abbindeprozesses des Klebers mit Wäscheklammern und anderen Hilfskonstruktionen. Die Widerstände hätte ich besser bereits vor dem Einbau angelötet – jetzt ist das Anschließen wegen der extrem dünnen Litzen wieder ziemlich fummelig. Eine Laterne funktioniert zunächst nicht. Ich nehme sie wieder heraus und ersetze sie durch eine andere; danach funktionieren alle fünf. Schließlich schalte ich sämtliche Laternen gemeinsam über einen Schalter.
Damit ist das Tempelhofer Ufer beleuchtet. Zusammen mit den später aufgestellten Halbreliefhäusern und der Hochbahn-Kastenbrücke entsteht zunehmend der Eindruck einer richtigen Stadt.
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