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Wie ein einzelnes Wort ein „Fährtle“ auslösen kann



Schuld war nur der Wolf


Manchmal reicht ein Wort oder ein einziger Satz und schon gehen die Lauscher nach oben. Diesmal war’s der Satz: „Hast Du gehört, die Wölfe in Bad Mergentheim sollen Junge haben.“„ Der Gedanke für ein „Fährtle“ war also schnell da – aber auch die Ernüchterung: Fast acht Stunden Fahrt hin und zurück und dann noch der Wildpark? Das ist an einem Tag eigentlich kaum zu schaffen. „Dann eben mit Übernachtung.“ „Dann muss aber noch etwas dazu. Am Anfahrtstag irgendwas unternehmen, übernachten und am zweiten Tag morgens in den Wildpark.“ „Okay, machen wir.“

Was noch?


Also begann die Suche: Was gibt es rund um Bad Mergentheim noch zu entdecken? Schnell stellte sich heraus: Teufelsquelle, Felsenkeller, Wasserhäusle, Hokerbrunnen – alles ganz nett, aber irgendwie nicht das, was bei mir sofort den Entdeckertrieb auslöst. Vielleicht etwas mit Schiff? Also kurzerhand „Schifffahrt“ in Google Maps eingegeben – und plötzlich tauchten mehrere Möglichkeiten auf: die Schifffahrt Würzburg, die „Alte Liebe“, die Schiffstouristik Georg Schiebe und Steffen Kurth (alle in Würzburg), die Veitshöchheimer Personenschifffahrt sowie die Schiffsanlegestelle in Wertheim.

Besonders interessant klingt die Strecke Würzburg–Veitshöchheim. Die Veitshöchheimer Personenschifffahrt fährt dienstags bis freitags mehrmals täglich, unter anderem um 12:30, 14:30 und 16:30 Uhr. Hin- und Rückfahrt kosten gerade einmal 15 Euro. Bei rund vier Stunden Fahrt bis Veitshöchheim passt das perfekt in unseren Zeitplan: Die Abfahrt um 14:30 Uhr sollte problemlos machbar sein, vielleicht klappt sogar die frühere Tour um 12:30 Uhr.

Und wo schlafen?


Jetzt fehlte nur noch eine passende Unterkunft. Da ich überhaupt keine Ahnung hatte, wo wir am besten übernachten sollten, erinnerte ich mich an unsere Jubiläumsfahrt nach Holland. Dort hatten wir mit den Landhotels richtig gute Erfahrungen gemacht. Also habe ich kurzerhand ChatGPT gefragt: „Wo findet man rund um Bad Mergentheim ein gemütliches Hotel, das zu unserem Plan passt?“ Die Antwort kam prompt: „Hotel Adler, Weinstr. 24, 97922 Lauda-Königshofen, Deutschland.“ Sowohl die Bilder als auch die 555 Bewertungen mit –  auf der Skala von 1 bis 10 – im Schnitt 8,1 punkten überzeugten. Also hat Susanne am Di. 21. 7. gebucht.

Start nach Plan


„Katzabärle“ hat heute früh 75.516 km auf dem Tacho. Um 8:10 Uhr – nach der üblichen Vor-Fährtles-Frühstück-mit-Brezel-Prozedur – kommen wir los. B2, A8, bei Gersthofen wieder rauf auf die B2, und bei Donauwörth dann weiter auf die B 25.  Bis Dinkelsbühl läuft auf unserer „tausendfach“ erprobten Strecke alles wie gehabt und wie immer begleitet uns unser Heimatsender BR 1, der im Auto einfach dazugehört und sofort für gute Stimmung sorgt. Gegen 10:12 Uhr erreichen wir den Bus-Parkplatz in Dinkelsbühl, wo es aber wegen der „Kinderzeche“, einem Fest, das jedes Jahr anlässlich einer Legende aus dem Dreißigjährigen Krieg gefeiert wird, keinerlei Parkmöglichkeiten gibt. Also gehen wir eben getrennt auf die Toiletten und fahren anschließend über die A7 sowie B8 und B27 in Richtung Veitshöchheim, wo wir vorhaben, um halb drei mit einem Ausflugsdampfer nach Würzburg zu fahren. Da bisher alles besser lief als geplant, können wir vielleicht sogar noch das Schiff um 12:30 Uhr nehmen. Das hätte den Vorteil, dass wir uns – wenigstens für zwei Stunden – etwas von Würzburg ansehen könnten. Aber noch sind wir nicht da.


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