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Der Hochbahn-Bahnsteig

Bau des Mittelbahnsteigs


Den Mittelbahnsteig fertige ich aus einer 40 mm breiten und 9 mm hohen Holzleiste. Zunächst streiche ich ihn mit einer Mischung aus Dunkelgrau, Braun, viel Titanweiß und etwas Zitronengelb. Die Farbmischung reicht nicht nur für den Hochbahn-Bahnsteig, sondern auch für die Bahnsteige im Bahnhofsgebäude.

Bevor ich den Bahnsteig allerdings einbaue, mache ich unbedingt außerhalb der Anlage eine Testfahrt. So stelle ich sicher, dass die Züge ausreichend Abstand zum Bahnsteig haben. Erst wenn alles passt, lackiere ich den Bahnsteig endgültig grau und klebe ihn ein.

Als Bahnsteigdach verwende ich das Dach eines alten Vollmer-„Baden-Baden“-Bahnsteigs aus meiner Restekiste. Für die Stützen bohre ich entsprechend den Abständen des Daches 3-mm-Löcher in den Bahnsteig. Die Stützen stehen quer 2,5 cm und längs 5 cm auseinander. Die Schnittkanten verspachtele ich noch und streiche den gesamten Bahnsteig anschließend grau. Da er hinter dem Anhalter Bahnhof nur wenig einsehbar ist, reicht diese einfache Ausführung völlig aus.

Niedergang zum Bahnsteig


Damit die Fahrgäste den Mittelbahnsteig erreichen können, säge ich ein rechteckiges Loch in den Bahnsteig. Aus 10 × 1 mm starken Buchenholzleisten fertige ich einzelne Treppenstufen und klebe jeweils drei Stufen zu einem Treppenelement zusammen. Diese Treppe setze ich dann in die Öffnung ein.

Auch im Unterbau der Hochbahn säge ich eine entsprechende Öffnung aus, damit der Bahnsteig mit seinem Niedergang an der vorgesehenen Stelle positioniert werden kann. Zusätzlich klebe ich in der Mitte des Bahnsteigs einen kleinen Kiosk auf.

Beleuchtung des Hochbahn-Bahnsteigs


Für die Beleuchtung des überdachten Hochbahn-Bahnsteigs finde ich eine einfache Lösung: Einen selbstklebenden LED-Streifen mit acht LEDs schneide ich auf etwa 25 cm Länge zu. Er passt damit gerade unter zwei Vollmer-Bahnsteigdächer.

Den LED-Streifen klebe ich auf eine 10 × 1 mm starke Buchenholzleiste. Damit die Leiste unter dem Dach möglichst unauffällig bleibt, streiche ich sie zunächst mit „Grüne Erde“ an. Anschließend schiebe ich sie von der Stirnseite unter die bereits befestigte Überdachung. Da das Dach bereits aufgeklebt ist, muss ich dafür an einigen Stellen etwas Material entfernen. Im eingebauten Zustand ist davon aber nichts mehr zu sehen. Die Anschlusskabel fixiere ich mit Holzleim und streiche sie grün an, sodass sie an den Dachstützen kaum auffallen. Die Beleuchtung funktioniert auf Anhieb. Für eine angenehme Helligkeit schalte ich allerdings einen 16-kΩ-Vorwiderstand vor.

Zusätzlich statte ich den Bahnsteig mit doppelflammigen, 45 mm hohe Parklaternen von Evemodel aus. Die etwas kleineren Laternen passen gut zum hinteren, wenig einsehbaren Bereich der Anlage. Zunächst bohre ich die erforderlichen Löcher und mache eine Stellprobe. Das Ergebnis gefällt mir. Die Laternen nehme ich anschließend aber wieder heraus, weil ich den Einbau der noch fehlenden Tunnelbeleuchtung zuerst abschließen muss.

Beim Anschließen der Laternen passe ich auf, den Vorwiderstand nicht zu vergessen. Einmal schließe ich versehentlich kurzzeitig ohne Widerstand an – glücklicherweise habe ich Ersatz.

Tunnelbeleuchtung


Da der Niedergang in eine Unterführung führt, möchte ich den Tunnel ebenfalls beleuchten. Die vorhandene Tunnelhöhe von 3,8 cm ist allerdings zu groß. Ich reduziere sie auf etwa 2,75 cm, was einer vorbildgerechten Höhe von ungefähr 4,4 m entspricht. Zunächst probiere ich gelbe LEDs aus. Die Idee funktioniert grundsätzlich, allerdings verteilt die Plexiglasplatte das Licht nicht gleichmäßig. Die Beleuchtung wirkt zu gelb und die einzelnen LEDs sind deutlich als Lichtpunkte zu erkennen. Damit ist klar, dass diese Lösung als Streuelement nicht funktioniert.

Mit den selbstklebenden LED-Streifen, die ich bereits für das Bahnsteigdach verwendet habe, funktioniert die Beleuchtung wesentlich besser. Zunächst ermittle ich die genaue Form der Tunneldecken. Dazu schneide ich aus Graupappe zwei schmale Streifen zu, schiebe sie auseinander, bis sie an den Tunnelwänden anliegen, und klebe sie anschließend zusammen. Diese Schablonen übertrage ich auf 1 mm starke Graupappe und fertige daraus die endgültigen Tunneldecken. Die Decken streiche ich mit einer Mischung aus etwa 50 % Weiß und 50 % Dunkelgrau. Die LED-Streifen klebe ich anschließend seitlich oberhalb der Gehwege an die Tunneldecken. Damit erhalte ich eine wesentlich unauffälligere und gleichmäßigere Tunnelbeleuchtung als mit der ursprünglichen Plexiglaslösung.



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