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Unterführungen und Tunnelhaus

Die Tunneleinfahrten unterm Marktplatz


Auch nach der Fertigstellung des Marktplatzes fallen dann doch noch einige Details auf, die verbessert werden können. Vor allem die Tunneleinfahrten unterhalb des Marktplatzes überzeugen noch nicht vollständig. Die drei linken Einfahrten – für die Nahverkehrsstrecke und die beiden Fernbahngleise – wirken bereits sehr gelungen. Die rechte Einfahrt der Nahverkehrsstrecke dagegen erscheint noch etwas unsauber. Sie soll deshalb möglicherweise noch weiter nach Norden versetzt werden.

Das Tunnelhaus am Südende der Hochbahn


Die Hochbahn, die westlich des Marktplatzes an der Anlagenkante verläuft und am Südende der Anlage verschwindet, soll – ähnlich dem Berliner Tunnelhaus« zwischen Dennewitzstraße und Bülowstraße – in einem Gebäude verschwinden. Im dahinterliegenden Eckregal ist Platz für zwei 35 cm lange Stumpfgleise. Dort können die beiden ETA 177/180 Wittfeld-Akkutriebwagen vollständig verschwinden und so einen Pendelverkehr auf der Hochbahn ermöglichen.

Der Bau des Tunnelhauses erweist sich allerdings als deutlich schwieriger als gedacht. Das Gebäude ist – abgesehen von der Vertikalen – praktisch nirgends rechtwinklig. Zudem müssen mehrere Bedingungen gleichzeitig erfüllt werden:

  • Zwischen Bäckerei und Tunnelhaus besteht ein horizontaler Winkel von 120°.
  • Das unter dem Regalbrett eingeklemmte Gebäude darf die herausnehmbare Marktplatzplatte nicht behindern.
  • Auch beim Ausbau der Platte darf das Tunnelhaus weder stören noch beschädigt werden.
  • Die Hausdurchfahrt soll möglichst klein bleiben und kein „Scheunentor“ werden. Deshalb wird das Lichtraumprofil auf das notwendige Minimum begrenzt.

Um die optimale Größe der Durchfahrt zu ermitteln, wird eine eingescannte Arkadenmauer am Computer entsprechend verzerrt und mehrfach ausgedruckt. Anschließend wird mit einer V200 und Schnellzugwagen getestet, ob das reduzierte Lichtraumprofil ausreicht. Da die vorgesehenen ETA 177 ohnehin ein kleineres Profil benötigen, scheint die Konstruktion grundsätzlich zu funktionieren.

Der Entwurf wirkt stimmig. Durch eine Verbreiterung des rechten Gebäudeteils um 4,8 cm kann die Lücke zwischen der Bäckerei und der Wand des Eckregals geschlossen werden. Möglicherweise muss außerdem das Dach um ein bis zwei Grad steiler ausgeführt werden, damit es besser zum Giebel der Bäckerei passt.


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