Vom Brachland zum Park
Die Umgebung wird detailliert
Die Anlage ist noch längst nicht fertig: Schotter, Signale, Preiserlein und vor allem die Landschaft zwischen Bahnhofsvorfeld und Kreuzung fehlen. Trotzdem kann ich bereits Züge auf die Gleise stellen und gelegentlich fahren lassen. Beim Blick durch die Kamera wirkt die Anlage für mich schon fast wie ein kleiner Urlaubsort. Doch wenn ich die Bilder dann rumzeige, kommt immer die Frage: „Wo war das denn?“
Und die Leute haben recht! Auf Bildern sollte man schon erkennen, wo man war. Ich sprech jetzt nicht von Eiffelturm, Tower-Bridge oder eben dem Anhalter Bahnhof, sondern von Orten, die man weniger kennt und Erlebnissen, die man unweigerlich mit seinem Urlaub verbindet. So z.B. das Chez Marcel am Montparnasse, den Subterranean River auf Palawan, die Hochebene am Ngorongoro, wo man sein Zelt aufstellen kann oder eine Whale-Watching-Tour mit der Diana auf dem Ligurischen Meer. So was fehlt noch auf meiner Anlage, etwas Markantes, Unverwechselbares.
Was den Bildern bisher fehlt, ist jedoch etwas Unverwechselbares, das fest zu meiner Anlage gehört und diese unverwechselbar macht. Aber was ist das, das einen Stadtteil oder ein Gebiet so kennzeichnet, dass es sich von allen anderen Gebieten dieser Welt unterscheidet?
- Der freie Platz
- Das Gleisvorfeld und der freie Platz dahinter
Der Platz östlich des Gleisvorfelds (roter Pfeil) schreit förmlich danach – dort etwas Unverwechselbares einzurichten. Ich denke da an einen kleinen Park oder eine Erholungszone, in der sich Anwohner und Gäste beim Flanieren oder Hundeausführen entspannen können.
Die Idee für den Meeresakrobaten-Park
Ich hab´s: Ich mach einen Park, den ich meiner Frau Susanne und deren Passion widme. Seit Jahrzehnten ist sie in Sachen „Delfine“ mindestens ebenso verrückt wie ich im Bereich „Anhalter Bahnhof“. Nachdem sie 1979 ihre Lehramts-Zulassungsarbeit über Delfine schrieb und sich danach jahrzehntelang mit den Tieren beschäftigte, ging sie 2001 mit den „Meeresakrobaten“ an die Öffentlichkeit. Heute ist diese Internet-Seite mit bis zu 700 Besuchern täglich nicht nur bei interessierten Laien, sondern auch bei Wissenschaftlern hoch angesehen.
Viel Platz ist da ja nicht neben den Gleisen, aber der Park wird zumindest schattige Wege haben für Spaziergänger sowie Sitzgelegenheiten für müde Rentner und/oder verliebte Pärchen. Und was auf gar keinen Fall fehlen darf: Ein Klo und – wie es sich für einen richtigen „Meeresakrobaten-Park“ gehört – eine Delfin-Skulptur.
- Planung des Parks auf Butterbrotpapier
- Wege, Treppen und Toilettenhäuschen
Der Meeresakrobaten-Park
Für die Landschaft verwende ich Sperrholzreste und Fliegengitter. Besonders freue ich mich über selbst gefertigte Treppen aus Buchenholz, die schon seit mehr als zehn Jahren ungenutzt in einer Schachtel lagen und nun endlich Verwendung finden. Das Klo-Häuschen von DM-Toys gibt dem Park den letzten Schliff. Die Abgrenzung des Parks zur „Möckernstraße“ hin mache ich mit der Fabrikmauer 272405 von Faller.
- Hier entsteht der „Meeresakrobaten-Park“
- Der „Meeresakrobaten-Park“ ist herausnehmbar
Begrünung und Wege
Als Nächstes werden Wege und Rasen angelegt. Ein erster Versuch mit billigem Holzleim erweist sich als Fehlgriff: Nach dem Trocknen lässt sich die gesamte begraste Fläche nämlich wie ein Stück Rollrasen wieder abziehen. Auch das zunächst verwendete hellgrüne Gras gefällt mir nicht. Mit TESA-Weißleim und Woodland-Gras gelingt die Begrünung wesentlich besser. Inzwischen habe ich neben dem Klo-Häuschen noch zwei Birken gepflanzt und die Wege mit sandfarbener Acrylfarbe angelegt. Wenn ich den Park jetzt noch mit Woodland-T-44-Gras begrüne, wird das sicher toll.
- Der „Meeresakrobaten-Park“ im Entwurf
- Der Sockel für das Denkmal steht schon mal
Zusammen mit den großen Birken und dem kleinen Toilettenhäuschen nimmt der Park nun deutlich Gestalt an.
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