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Beckstein – an Beschaulichkeit nicht zu überbieten



Von Lauda-Königstein nach Beckstein


Wenn man von Lauda kommend dann nach Beckstein fährt, verändert sich – obwohl es nur 7 Kilometer sind – die Landschaft spürbar. Rechts ab auf die K 2833. Noch 1 km bis Beckstein. Der Ort liegt geschützt in einer Talmulde. Schon die ersten Häuser lassen erkennen, dass Beckstein stark vom Weinbau geprägt ist. Die steilen Hänge, die Rebstöcke und die traditionellen Gebäude mit ihren fränkisch wirkenden Strukturen geben dem Ort einen ruhigen, gewachsenen Charakter. Rechts von uns nun der riesige Becksteiner Kirchberg. Der Ort ist an Beschaulichkeit kaum zu überbieten. Die Kirchenglocken läuten, sonst hört man nichts. Wir fahren genau auf das Geläute zu.

Hotel Adler, Beckstein


In einer Linkskurve liegt dann der Adler, unser Hotel für die Nacht. Wir parken am Hotelparkplatz in der Laudaer Straße direkt unter der Terrasse.

Zimmer


Das Einchecken ist total unkompliziert. Wir bekommen Zimmer 9, das ist der Erker im ersten Stock links. Schon beim Reinkommen fällt auf, wie riesig der Raum ist. Sofort fällt der Blick auf den hellen, klassischen Parkettboden im Würfelmuster, der dem Zimmer eine elegante und gemütliche Atmosphäre verleiht. Rechts steht ein großes Boxspringbett mit auffällig rotem Bezug und einem roten Kopfteil. Das weiße Bettzeug mit den zarten rosa Blümchen bildet dazu einen schönen Kontrast und wirkt richtig freundlich und einladend.

An der linken Wand ist ein Flachbild-Fernseher montiert. Dahinter steht ein kleines Sofa in einem warmen Rosa-Orange-Ton, das die linke Seite des Zimmers so richtig gemütlich macht.

Direkt vor befindet sich der besondere Teil des Raumes: der – schon vorher angesprochene Erkerbereich. Dort lädt eine integrierte Eckbank zusammen mit einem Stuhl zum Sitzen und Verweilen ein. Durch diesen Erker bekommt das Zimmer seinen ganz eigenen Charakter und macht es zu einem Ort, an dem man sich sofort wohlfühlt. Dort werden wir heute Abend sitzen und unser mitgenommenes Becks (passt doch zu Becks(tein) reinzischen. Zuvor gehen wir aber noch den Ort erkunden.

Beckstein, der Ort, und ein Spaziergang


Mit knapp 400 Einwohnern zählt Beckstein zu den kleinsten Weinorten der Region und ist seit 1981 als staatlich anerkannter Erholungsort ausgezeichnet. Wir starten unsere „Wanderung“ durch das Weindorf: Zunächst die Weinstraße runter, und dann die Planken hoch zur Kirche St. Kilian.

Der Kirchenbau stammt aus dem frühen 20. Jahrhundert und wurde nach dem Ersten Weltkrieg fertiggestellt. Schon von außen strahlt die Kirche eine Mischung aus Schlichtheit und Würde aus.

Vom Kirchplatz aus hat man nach Osten hin einen Blick auf den Becksteiner Kirchberg, wo – so liest man im Netz – alle typisch tauberfränkischen Weißweinsorten (Müller-Thurgau, Silvaner, Grauburgunder, Riesling usw.) angebaut werden.

Eine besondere Eigenheit von Beckstein ist, dass deren Weine als einzige in Baden traditionell im fränkischen Bocksbeutel abgefüllt werden dürfen. Das geht auf die jahrhundertelange Zugehörigkeit zum Hochstift Würzburg bis 1803 zurück.

Wir gehen die Geisbergstraße runter und dann die Weinstraße raus Richtung Westen. Die Sonne blendet aber so sehr. dass wir in Höhe der Weinhandlung Becksteiner Winzer wieder umdrehen und zum Adler zurückgehen. Die Becksteiner Winzer eG wurde bereits 1894 gegründet und gilt als die drittälteste Winzergenossenschaft des Weinbaugebiets Baden.


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