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Schwäbischer Zwiebelkuchen


Herbstzeit ist Zwiebelkuchenzeit. Nach einem super Spaziergang bei bestem Herbstwetter hab ich heute so richtig Lust d’rauf. Bloß, wo bekommt man hier und heute noch einen g’scheiten Zwiebelkuchen? So einen, wo man sich richtig reinlegen kann? Eben… Also ist mal wieder Selbermachen angesagt. Also kurz in den Supermarkt und eingekauft. Was brauch ich alles?

Erst mal die Zutaten


Für den Belag Für den Teig
1,5 kg Zwiebeln 500 g Mehl
etwas Sonnenblumenöl 20 g Hefe
250 g geräucherten, in Würfelchen geschnittenen Speck 250 ml Milch
2 bis 3 gehäufte Esslöffel Mehl 1 Kaffeelöffel Salz
5 Eier 70 g Butter
3 Becher saure Sahne
2 gehäufte Esslöffel Kümmel (nur nicht sparen!)
2 gestrichene Kaffeelöffel Salz

Los geht´s. Zwiebeln und Speck vorbereiten für den Belag


Schon geht die Weinerei los. Zunächst muss man nämlich die 1,5 kg Zwiebeln schälen. Um hernach nicht ganz in Tränen zu ersticken, schnippel ich die Zwiebeln nicht klein, sondern jage sie über die grobe Raspel-Wendescheibe der Küchenmaschine. Das geht ratz-fatz und sieht dann so aus (unten rechts).

Den geräucherten Speck habe ich in Würfelchen geschnitten schon fertig gekauft (links). Die muss man dann nur noch in zwei Häufchen teilen und getrennt in zwei (!) Töpfen in etwas Öl anschwitzen. Warum getrennt, werdet ihr fragen? Nun, weil 1,5 kg kleingeschnipselte Zwiebeln in einen Topf einfach nicht reinpassen.

Wenn die Speckstückchen einigermaßen angeschwitzt sind, gibt man die Zwiebeln (wieder aufgeteilt in zwei Hälften) in die Töpfe und dämpft sie unter Umrühren glasig.

Nach einer halben Stunde bei mittlerer Hitze (zwischendurch hin und wieder mal umgerührt) sieht dann die Zwiebel-Speckstückchen-Masse in etwa so aus (rechts oben). Die Masse muss jetzt erst mal abkühlen und wird deshalb zur Seite gestellt. (Achtung: Töpfe stets im Auge behalten, da die wohlschmeckende Masse sonst leicht Gefahr läuft, von eifrigen „Küchenhelfern“ vernascht zu werden, bevor sie auf den späteren Kuchen kommt.) Während der Abkühlphase hat man genügend Zeit, sich der Herstellung des Teigs zu widmen.

Teig


Der Teig ist ein ganz ordinärer gesalzener Hefeteig. Zunächst nimmt man eine kleinere Schüssel mit ½ l lauwarmer (nicht heißer und auch nicht warmer, sondern eben lauwarmer!) Milch, krümelt die Hefe hinein (Fingerabdruck auf der Hefe gibt dem Teig die persönliche Note) und rührt das Hefe-Milch-Gemisch mit einem Schneebesen zu einer glatten, leicht schäumenden Flüssigkeit.

In eine zweite, größere Schüssel gibt man das Mehl und macht in der Mitte eine kleine Kuhle. Dort hinein gibt man das Hefe-Milch-Gemisch. Weiter gibt man das Salz und die Butter hinzu und knetet den Teig durch. (Auch dabei hilft mir die Küchenmaschine). Danach stellt man den Teig zugedeckt an einen warmen (nicht heißen!) Ort und lässt ihn ½ Stunde gehen.

Fertigstellung des Belags


Das Zwiebel-Speck-Gemisch ist nun so weit abgekühlt, dann man an die Weiterverarbeitung gehen kann. Man gießt die sich möglicherweise gebildete Flüssigkeit ab, gibt 5 Eier, 3 Becher saure Sahne und und reichlich Kümmel zu. Das Ganze wird dann mittels eines Esslöffels miteinander vermengt.

Ausrollen des Teigs und Aufbringen des Belags


Der Backofen wird auf 225°C vorgeheizt. Inzwischen dürfte der Teig „gegangen“ sein. Er sieht idealerweise dann so aus (unten links). Sollte er allerdings noch „pappig“ sein, und an Blech oder Wellholz kleben,stäubt man auf die Oberfläche des Teigs von Hand einfach etwas Mehl, und das „Problem“ ist behoben. Um die Küchenarbeitsplatte nicht zu beschmutzen, rolle ich den Teig immer gleich auf dem nicht eingefetteten und auch nicht mit Mehl bestäubtem Backblech aus (am besten ein Backblech mit 2 bis 3 cm hohem Rand verwenden). Bedeckt der Teig das komplette Backblech und auch den Rand, wird die Zwiebel-Speck-saure-Sahne-Ei-Kümmel-Gemisch darauf verteilt (unten rechts).

Das Ganze wird auf der mittleren Schiene des Backofens 25 bis 30 Minuten gebacken. Immer mal wieder nach dem Rechten sehen, denn Zwiebelkuchen verbrennt recht leicht.

Geschafft! Genau so muss das aussehen! Wer nicht warten kann (alles in allem war ich jetzt – mit Pausen – 3 Stunden dran), hier mein Tipp: Man kann den Zwiebelkuchen sehr gut auch warm essen. Dazu passt dann super ein „Federweißer„. Ich wünsch euch allen einen „Guten Appetit“.


REZEPTE
HAUPTGRUPPE BERICHTE


Eine Reaktion zu “Schwäbischer Zwiebelkuchen”

  1. Susanne

    Mmmmmh, war super-lecker, Rüdiger :o))

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