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Russischer Borschtsch – борщ

Borschtsch


Als leidenschaftlicher (Hobby-)Koch bin ich immer auf der Suche nach neuen Rezepten und nachdem mein Sohn in diesem Jahr mit der Transsibirischen Eisenbahn von Moskau (russisch: Москва́) nach Wladiwostok (russisch: Владивосто́к) fuhr, kam ich auf die Idee, auch mal etwas Russisches zu probieren. Und was fällt uns ein, wenn, wir an russische Küche denken? Borschtsch (russisch: борщ). Zunächst wusste ich gar nicht, was das überhaupt ist, aber dank Internet und Wikipedia bleibt auch der Dümmste nicht lange dumm. Borschtsch ist eine Art rote Gemüsesuppe bzw. ein roter Gemüseeintopf. Ich liebe Suppen, vor allem jetzt im Winter, und so habe ich mir einfach mal alle Zutaten besorgt und mich an einem Tag, als ich Strohwitwer war und die Küche entsprechend lange nutzen und „einsauen“ konnte, ans Werk gemacht.

Was braucht man alles für Borschtsch?


Nur frische Zutaten, Teil 1

Nur frische Zutaten, Teil 2

1/2 kg Suppenfleisch 2 Lorbeerblätter
2 l Wasser 2 Petersilienwurzeln
Salz 2 kleine Sellerieknollen
 3 Rote Beete 2 Stangen Lauch
 3 Karotten 1 Dose gehackte Tomaten
 2 große Zwiebeln 1 Bund frische Petersilie
 1/4 Kopf Weißkohl 1 Bund frischen Dill
 80 g Butter 4 Kartoffeln
schwarzer Pfeffer

Nur frische Zutaten, Teil 3

Nur frische Zutaten, Teil 4

Wie wird’s gemacht? Die Fleischbrühe


Zunächst wird ein großer Topf mit Wasser gefüllt, das Wasser leicht gesalzen, das Suppenfleisch hineingelegt und zum Kochen gebracht. Wenn das Wasser kocht und sich Schaum bildet, dreht man die Energie herunter und lässt das Fleisch nur noch etwa 2 Stunden ziehen. Eigentlich wollte ich den Schaum ja abschöpfen, weil er nicht besonders appetitlich aussah, aber bis ich dann mit der Kelle kam, war er auch so verschwunden.

Frisches Suppenfleisch

Beim Kochen bildet sich Schaum

Wie wird’s gemacht? Gemüse-Schnippeln


Während die Fleischbrühe im Topf heranreift, hat man genügend Zeit, Rote Beete, Karotten und Zwiebeln in kleine Würfelchen sowie den Weißkohl in Streifen zu schneiden.

Rote Beete

Karotten

Zwiebeln

Weißkohl

Nach 2 Stunden sieden ist das Fleisch soweit fertig und man kann es aus dem Topf nehmen, beiseite stellen und irgendwann, wenn es etwas abgekühlt ist, in mundgerechte Stücke schneiden. Die Brühe wird in eine Schüssel umgefüllt und ebenfalls beiseite gestellt.

Wie wird’s gemacht? Gemüse andünsten


Jetzt den Topf auf den Herd zurückgeben und bei mittlerer Hitze etwa 80 g Butter darin zerlaufen lassen. Darin wird dann das Gemüse angeschwitzt. Nach einiger Zeit wird 1/2 l Brühe zugegossen und das Gemüse gedünstet.

Die Fleischbrühe ist fertig

Das Gemüse wird gedünstet

25 Minuten später gibt man die in Scheiben geschnittenen Kartoffelscheiben und ein Lorbeerblatt hinzu.

Kartoffeln

Lorbeerblatt

Wie wird’s gemacht? Fleischbrühe zugeben


Wenn die Kartoffeln weich sind, das ist so nach etwas 15 Minuten der Fall, werden die restliche Brühe aufgegossen und Petersilien- und Selleriewurzeln dazugegeben.

Das Ganze mit der Fleischbrühe aufgießen

Petersilienwurzeln

Ganz zum Schluss (inzwischen sind weitere 30 Minuten vergangen) kommen gehackte Tomaten, Lauch, Petersilie und Dill hinzu.

gehackte Tomaten

Lauch

Petersilie

Dill

Wie wird’s gemacht? Fertigstellen


Ne viertel Stunde später kommt das Fleisch hinzu und dann wird das Ganze noch mal eine halbe Stunde geköchelt. Bei Bedarf mit Salz und Pfeffer nachwürzen.

Das Fleisch wird wieder zugegeben

Fertig

Alles in allem hat das jetzt ganz schön lange gedauert. 3 ½ Stunden sind vergangen, seit ich mit dem Kochen begonnen habe. Aber, man muss ja nicht ständig dabei bleiben und – gelohnt hat es sich allemal.  Auf den Löffel sauere Sahne obendrauf habe ich allerdings verzichtet, das wollte mir irgendwie nicht harmonieren. Aber auch ohne sauere Sahne wünsche ich allen „Guten Appetit“ oder, wie man in Russland sagt, „Приятного Аппетита“.


REZEPTE
HAUPTGRUPPE BERICHTE


Eine Reaktion zu “Russischer Borschtsch – борщ”

  1. Susanne

    Ich habe dann abends auch noch was abbekommen. Hat sehr lecker geschmeckt – auch ohne den Blubb saure Sahne.

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