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Interventionen und Interpretationen des WDSF – 1 / 7

Ein Kommentar von Rüdiger Hengl

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WDSF und ProWal planen Demonstration an Olavsøga


Ausgerechnet im Umfeld des Olavsøga, des Nationalfeiertags der Färöer, wollten das Wal- und Delfinschutzforum (WDSF) und ProWal auf den Färöern gegen den Grindadráp demonstrieren. Die „historisch erste offizielle Demonstration gegen das Walschlachten“ (Originalton WDSF) sollte es werden. Was daraus geworden ist und wie ich den „Auftritt“ der beiden Einmann-Gesellschaften einschätze, lesen Sie in nachfolgendem Kommentar.

Journal Society als Multiplikator ungeprüfter WDSF-Meldungen


Der Geschäftsführer des WDSF, Jürgen Ortmüller, spricht von der „historisch ersten offiziellen Demonstration gegen das Walschlachten“ und die Journal Society GmbH (ots) (interessanterweise im selben Haus angesiedelt wie das WDSF) streut die Meldung nahezu wortgetreu, in unterschiedlichen, nicht unbedingt fachbezogenen Medien. Eine Überprüfung hinsichtlich des Wahrheitsgehalts der WDSF-Meldung fand nach meinem Dafürhalten nicht statt.

Während Extrem News, Yahoo! Nachrichten, Umwelt-Kompass und Bankkaufmann aber noch titeln „Deutsche Wal- und Delfinschützer demonstrieren auf den Färöer-Inseln gegen die Grindwaljagd“, ist in den Headlines von my News Desk und Presseschleuder bereits von „Morddrohungen gegenüber Tierschützer anlässlich Demo gegen Grindwaljagd auf den Färöer-Inseln“ die Rede.

Grindwale © Rüdiger Hengl

Morddrohungen gegen Ortmüller?


Mit welcher Wortwahl Ortmüller seine Texte erstellt, sieht man z. B. auch in einem Beitrag der Internet-Ausgabe der Hannover Zeitung, die laut Impressum in Brasilien zu Hause ist.

„Die Aktivität der Tierschützer löste in verschiedenen Internet-Foren bereits im Vorfeld bei einigen Färingern heftigste Beschimpfungen und sogar Morddrohungen aus. ‚Nazis go home‘ und bullshit‘ gehörten dabei zum Standardrepertoire“, ist dort zu lesen. Dabei sollte man aber keinesfalls vergessen, dass beispielsweise in der Headline der Presseschleuder geschickterweise auch ein Bezug „… anlässlich Demo gegen Grindwaljagd auf den Färöer-Inseln“  hergestellt wurde.

Der unbedarfte Leser könnte anhand der Zeilen beider Veröffentlichungen leicht zu dem Schluss kommen, die „Morddrohungen“ seien tatsächlich gegen Ortmüller (Geschäftsführer des WDSF) oder Morlok (Geschäftsführer von ProWal) gerichtet. Eine derartige Drohung habe ich aber nirgendwo gelesen!

Sicher, es gab einen „Steckbrief“ mit dem Konterfei Paul Watsons und dem Schriftzug „dead or alive“ auf einer Färöer Facebook-Seite. Ob man dies allerdings als ernst zu nehmende Morddrohung sehen kann oder eher als Ausdruck eines beschimpften und vor Wut  explodierenden Volkes, das sei dahingestellt. Daraus jedoch ernsthaft eine reale Morddrohung (womöglich noch gegen Ortmüller und Morlok) abzuleiten, halte ich für etwas zu weit hergeholt.

Grindwale © Rüdiger Hengl

WDSF: „Delfinarienbefürworter beteiligen sich mittelbar an Mordaufruf“


Der direkte Angriff Angriff Ortmüllers gegen mich und einen Facebook-Freund, in dem er behauptet, deutsche Delfinarienbefürworter (dabei nennt er auch unsere Namen) seien mittelbar an einem Mordaufruf beteiligt, fällt da in meinen Augen schon heftiger aus.

Unter der Headline „Deutsche Delfinarienbefürworter beteiligen sich mittelbar an Mordaufruf“ schreibt er weiter: „Innerhalb dieser Gruppe wurde in nahem zeitlichen Zusammenhang mit Beiträgen von *** und *** ein als Fahndungsfoto dargestelltes Bild mit Paul Watson von mdst. zwei Gruppenmitgliedern veröffentlicht. Text: Wanted – Paul Franklin Watson – Dead or Alive‘.“

Ortmüllers Facebook-Post

Da stellt sich mir die Frage: „Sind alle Menschen, die in einer Facebook-Gruppe kommentieren, automatisch ‚mittelbar an einem Mordaufruf beteiligt‘, wenn an irgendeiner Stelle  der Seite von anderen‚ in nahem zeitlichen Zusammenhang‘ ein ‚Watson-Steckbrief‘ veröffentlicht wird?“

Das erinnert mich stark an den Begriff „Sippenhaft“. „Sippenhaft“ kenne ich aber nur aus der Geschichte und dort als gerne verwendete Terrormaßnahme gegen politische Gegner und deren Familien. Dabei fällt mir ein, dass Ortmüller bei seinem Angriff gegen mich und meinen Facebook-Freund, wie in der Vergangenheit häufig, auch meine Frau und deren rein private Homepage Meeresakrobaten mit ins Spiel bringt, obwohl weder meine Frau noch die Meeresakrobaten jemals in der Färöer Gruppe kommentierten.

Der einzige Grund für diesen offensichtlichen Hass scheint mir darin zu liegen, dass meine Frau und die Meeresakrobaten die deutschen Delfinarien Duisburg und Nürnberg unterstützen, welche Ortmüller und Morlok aber mit aller Gewalt schließen wollen.

Abtauchender Grindwal – © Rüdiger Hengl Abtauchender Grindwal – © Rüdiger Hengl

Hinweis: Eine Kommentar-Möglichkeit besteht am Ende des Berichts.


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