2025-AHBF-Adventskalender-17
Hikari no Niwa
Ein Lichtgarten für Simon
Jetzt hätte ich vor lauter Meeres-Getier fast Susannes Sohn Simon vergessen. Dabei sind wir seit der Hochzeit 1992 doch Drei! Simon ist absoluter Japan-Fan – und so lag es nahe, auf einem freien Plätzchen der Anlage einen kleinen Japan-Garten zu gestalten. Die perfekte Stelle dafür fand sich oberhalb des Dreiröhrentunnels nördlich des Behrmann-Platzes.
Unter der schweren Betonplatte des Marktplatzes verläuft ein kunstvoll gestalteter Dreiröhrentunnel: Die mittlere Röhre nimmt zwei Gleise der Fernbahn auf, während die beiden äußeren Röhren jeweils ein Gleis für den Nahverkehr beherbergen. Elegant gesetzte Säulen trennen die Röhren und erinnern mit ihren klaren Linien an einen griechischen Tempel. Oberhalb der Tunnelöffnungen zieht sich ein Fries entlang, das die Deckplatte einrahmt und mit antiken, griechischen Ornamenten verziert ist.
Darüber erstreckt sich dann der Japan-Garten – ein kleines, aber faszinierendes Refugium fernöstlicher Ruhe und Harmonie. Im Zentrum des Gartens steht ein prächtiger japanischer Ahorn, dessen filigrane Blätter je nach Jahreszeit in kräftigem Rot leuchten. Im westlichen Teil des Gartens grasen friedlich Nara-Hirsche, während Simon im östlichen Teil – nostalgisch auf Kleinbildfilm – eine Pagode fotografiert. Alles ist liebevoll umrahmt von einem schmiedeeisernen Zaun, dessen Drachen-Motive einen Hauch von fernöstlicher Mystik verleihen.
An dieser nur wenige Quadratmeter großen Fläche treffen auf kleinstem Raum Kunststile aus verschiedenen Epochen und Kulturen aufeinander – und doch verschmelzen sie harmonisch zu einem einzigartigen kleinen Universum, das nicht nur Simon Freude bereitet.
