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AHBF-Adventskalender – 04. Dezember 2025



Modellbau am Limit – Wenn jeder Millimeter zählt


Auf meiner Anlage stapeln sich fünf Verkehrsebenen übereinander – dazwischen bleibt kaum Platz, und jeder Höhenabstand muss exakt passen, sonst gerät die ganze Vertikalkoordination von Gleisen und Straßen durcheinander.

Die Originalhöhen der Fernbahngleise sowie ihre Lage relativ zum Bahnhofsgebäude und zur Kanalbrücke waren vorgegeben. Auch die Straßen „Hallesches Ufer“ links und „Tempelhofer Ufer“ rechts mussten passen. Um die Steigung für schwere Pferdefuhrwerke unter 2,5 % zu halten, liegt das Straßenniveau unter der Brücke im Modell 10 mm über dem Höchstwasser des Kanals. Auf diese Weise erhielt ich mit 27,5 mm Durchfahrtshöhe genau die Höhe, dass auch heutige Doppeldeckerbusse durchkommen.

Auch die Brückenträger dürfen nicht zu dick sein, sonst müsste das gesamte Gleisvorfeld angehoben werden – bei der Größe meiner Anlage wäre das eine gewaltige Menge Material. Die Ingenieure um Schwechten lösten das clever: Die Schienenoberkante liegt nur 53 cm über den Trägern bei 14,5 m Spannweite – ein Meisterstück, das ich im Modell nachbauen möchte.

Auf der Grundplatte im Keller kann ich die Platte mit dem Gleisvorfeld millimeterweise absenken sowie Fluss und Straßen leicht anheben – und schon passt die Durchfahrtshöhe zwischen Kehrschleife und Halleschem Ufer. Die höchsten Dampfloks kommen gerade noch so unter der nur 1 mm dicken Straße aus Flugzeugsperrholz hindurch. Das primäre Ziel, die  Steigungen unter 2 % zu halten, habe ich erreicht, und falls doch mal ein Zug entgleist, lässt sich das „Hallesche Ufer“ wie eine Schublade nach vorne herausziehen.

Die Höhenverhältnisse stimmen also, und es hat sich wieder mal gezeigt: Mit sorgfältiger Planung ist selbst scheinbar Unmögliches machbar. Wie sagte bereits Mandela? „Es scheint immer unmöglich, bis es vollbracht ist.“


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