Von Marktbreit nach Mering
Hitze, Oldies und die letzten Kilometer
Als wir zum Panda zurückkommen, zeigt das Thermometer 42,5 °C. Hilft ja alles nichts – die letzten 200 Kilometer wollen auch noch gefahren werden. Zum Glück hat die Klimaanlage den kleinen Fiat schnell wieder auf Wohlfühltemperatur gebracht.
- Kaffee trinken, weiterfahren
- Zum Glück ist die Hitze nur draußen
Noch 200 km. Dann – wir fahren grad durch Wörnitz – die Verkehrsmeldung:
- A 7 Aalen Oberkochen – Heidenheim, Stau wegen Aufräumarbeiten
- A8 Adelsried – Zusmarshausen – Unfall.
Nein, das müssen wir uns zum Abschluss nun wirklich nicht antun. Also geht es wie schon auf der Hinfahrt über Dinkelsbühl, Nördlingen und Donauwörth – eine Entscheidung, die wir keine Minute bereuen. Um 16:26 Uhr beginnt in Wengenhausen, einem winzigen Dorf irgendwo zwischen Feldern und Kühen, der Letzte-Hundert-Kilometer-Countdown. 100, 99, 98 … Mit jedem Kilometer rückt das Zuhause näher.
Wenig später dröhnt aus dem Radio: „Turn around – Every now and then, I get a little bit lonely and you’re never coming ‚round …“. Susanne dreht die Lautstärke auf, dass sich die Autotüren nach außen wölben. Nach einer Weile dann die Ernüchterung: Das ist ja gar nicht Bonnie Tyler, sondern „nur“ Westlife! Enttäuscht dreht sie den linken Knopf am Radio wieder zurück. Dann erreichen wir Nördlingen.
- Nachsatz: Damals konnten wir nicht ahnen, dass die bei uns beiden beliebte Sängerin Bonnie Tyler am
8. Juli einer schweren Krankheit erliegen wird.
- Nördlingen
- Unter der Burg hindurch geht’s nach Hause
Im Harburg-Tunnel klebt uns dann noch ein Drängler bis auf wenige Meter an der Stoßstange. Offenbar kann selbst ein Tempolimit von 60 km/h manche Menschen nicht bremsen. Nicht aufregen Rüdiger, gleich wird’s vierspurig, da kann er dann ja vorbei. 73 Kilometer noch. Noch ein paar vertraute Straßen, dann ist es geschafft. Wie oft sind wir bei all unseren „Fährtle“ schon die B 2 runter gefahren. Mertendorf, Nordendorf, Meitingen – bei Gersthofen kurz auf die A8 und dann bei Friedberg raus. 17:52 Uhr. Garage. Feierabend. Der Kilometerzähler zeigt 77415 , 2078 Kilometer als am Dienstag in der Früh.
Fazit – Ein großes „Fährtle“ endet
Wieder einmal ist eine Reise zu Ende, die uns unzählige schöne Eindrücke, nette Begegnungen und manche kleine Überraschung beschert hat. Der Panda hat uns wieder mal zuverlässig über mehr als zweitausend Kilometer getragen, und wir haben unterwegs erneut erfahren, dass die schönsten Erinnerungen oft dort entstehen, wo man sie gar nicht erwartet. Genau deshalb lieben wir diese Touren – und genau deshalb wird es ganz sicher nicht unser letztes „Fährtle“ gewesen sein.
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