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Noch 444 Kilometer bis Anna Paulowna


Der Tag beginnt noch ganz normal

Frühstück


Das Frühstücksbuffet ist überschaubar und bei Weitem nicht so üppig, wie es in manchen Online-Bewertungen beschrieben wird. Es ist zwar alles Notwendige vorhanden, aber in einer Menge, dass ich mich bremsen muss, bloß nicht zu viel zu nehmen.

Aufbruch Richtung Niederlande


Wir tanken bei der Tankstelle A Energie in Kleinmaischeid, bei einem Kilometerstand: 75855 km und einem Preis von 1,729 €/l, was in diesen Zeiten extrem günstig ist. Wir zahlen 45,30 € und bekommen 26,20 l.

Dann geht’s los. Wie immer muss jetzt erst mal unser Voice-Recorder herhalten: „Heute wollen wir ins 444 km entfernte Anna Paulowna, zuvor aber in Kleve tanken – in den Niederlanden ist es viel, viel teurer und dann ins Dolfinarium nach Harderwijk. Wenn wir jetzt loskommen, müssten wir so gegen 10:00 in Kleve sein. Dort können wir dann ein kleines Päuschen machen und tanken, sodass wir um Viertel eins in Harderwijk sein müssten.“ Wie ich den Voice-Recorder weglege, stelle ich fest, dass die Batterien schon ganz schön runter sind, aber AAA-Batterien gibt’s ja überall.

Bis Emmerich verläuft alles nach Plan


Um 7:19 Uhr verlassen wir die Tankstelle in Kleinmaischeid. Fünf Minuten später sind wir an der A-3-Auffahrt Dierdorf (37). Die A 3 zeigt sich heute früh von ihrer freundlichen Seite. Der Verkehr läuft ruhig, und wir genießen die entspannte Morgenstimmung. Der erste Zwischenstopp führt uns zur Raststätte Siegburg Ost. Eigentlich brauchen wir nur zwei popelige AAA-Batterien für unseren Voice Recorder. Aber ausgerechnet die gibt es nicht. USB-Ladekabel für Handys, Powerbanks, Handyhalterungen, Displayschutzfolien, alles Mögliche, aber keine AAA-Batterien. Also wieder einsteigen und weiterfahren – das Abenteuer beginnt eben manchmal schon bei kleinen Dingen.

Kurz darauf erinnert uns Köln daran, dass auf deutschen Autobahnen nicht jeder dieselbe Vorstellung von gegenseitiger Rücksicht hat. Ein besonders eifriger Zeitgenosse mit Kölner Kennzeichen schneidet uns derart knapp, dass er sich damit mühelos für die Wahl zum „Autobahnidioten des Tages“ qualifiziert hat. Kurz danach später steht der Verkehr. Wegen dem Kölner? Ich weiß es nicht. Von hinten nähert sich nun ein Einsatzfahrzeug mit Blaulicht – eigentlich der Moment, in dem eine Rettungsgasse entstehen sollte. Stattdessen herrscht auf vier Fahrstreifen das reine Chaos. Autos wechseln hektisch von links nach rechts und wieder zurück, als hätte jeder seine eigene Straßenverkehrsordnung erfunden. Erst kurz vor Leverkusen-Opladen löst sich das Durcheinander wieder auf.

Nach einer Pinkelpause an der Raststätte Ohligser Heide Ost läuft die Fahrt dann deutlich entspannter. Je weiter wir Richtung Niederrhein kommen, desto häufiger drehen sich Windräder am Horizont. Und fast genauso regelmäßig tauchen Störche auf. Offenbar fühlen sie sich hier genauso wohl wie die Betreiber von Windparks. In Emmerich steuern wir dann einen Aldi an. Leergut vom Kleinmaischeider Balkonabend (aber auch von unterwegs) zurückbringen und neue AAA-Batterien kaufen – Mission erfüllt.

Unser Zeitplan geht erstaunlich gut auf. Laut Navi hätten wir bis hierher zwei Stunden und 13 Minuten brauchen sollen. Mit unserem bewährten Globetrotter-Faktor 1,3 macht das  zwei Stunden und 52 Minuten. Tatsächlich brauchen wir exakt  drei Stunden. Besser kann unsere Reiseplanung kaum bestätigt werden.

Kaffee in Emmerich – die Ruhe vor dem Sturm


Gleich neben dem Aldi entdecken wir Edeka Brüggemeier mit der Bäckerei Büsch. Nach dem eher überschaubaren Frühstück heute früh brauchen wir dringend wieder etwas im Magen.

Für zusammen 12,40 Euro gibt es Kaffee und Kuchen. Susanne entscheidet sich für Mandarinenkuchen, ich mich für Erdbeerkuchen. Beide Stücke überraschen uns positiv: wunderbar locker, angenehm kühl, nicht übertrieben süß – genau so muss Kuchen schmecken. Ein gelungener Auftakt für den zweiten Reisetag.


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