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Skiathos / Skopelos / Alonissos (Pfingsten 2017)

Dienstag 13.6.2017

Schwimmen im Meer


Noch lange vor dem Frühstück sind wir heute runter ans Meer. Die Kamera blieb im Hotel, weil ich nicht wusste, wo man die, während man im Wasser ist, am Strand deponieren kann. Aber ich hätte sie getrost mitnehmen können. Um diese Zeit ist kein Mensch da. Wir sind ganz für uns allein. Das Meer ist herrlich warm und wir genießen es, rund eine halbe Stunde drin rumzupaddeln.

Frühstück


Das Plantschen hat ganz schön hungrig gemacht und wir freuen uns aufs Frühstück. Der Engländer am Nebentisch offenbar auch – und eine Katze! Denn während der Engländer sich drin am Buffet noch Kaffee oder Tee (ich weiß nicht, was er trinkt) holt, räubert die schwarze Katze seinen kompletten Teller mit Rührei und gebratenem Speck. Das scheint den Engländer aber wenig zu jucken. Er holt einfach einen neuen Teller.

Koukanaries-Strand


Um 9:30 Uhr fahren wir dann mit dem Bus zum Koukanaries-Strand. Susanne möchte dort Postkarten schreiben.Postkarten-Schreiben ist eine alte Tradition, wenn man, wie wir, aus dem letzten Jahrhundert stammt. Apropos Bus-Fahren, das muss ich erklären: Bus-Fahren ist in Skiathos ganz anders als bei uns: Man steigt erst mal ein und setzt sich hin. Erst während der Fahrt kommt dann irgendwann der Fahrkartenverkäufer vorbei. Er weiß genau, wer zugestiegen ist und wer schon länger da sitzt.

Und keine Sorge: Die Fahrkarte bekommt man bestimmt – bevor man aussteigt. Das mit dem Aussteigen an der richtigen Haltestelle ist auch kein Problem. „Kanapista twelve!” oder „Troulos Y-Junction eighteen!” Man kann also gar nicht fehlen. Die einzelnen Stationen werden lautstark ausgerufen. Nach 25 Minuten etwa tönt es „Final Destination: Koukanaries Beach”.

Um von der Busstation zum Koukanaries-Strand zu kommen, geht es zunächst durch eine Art „Gartentürchen”, sodass Autos dort nicht hin können. Der Weg führt über Holzplatten, die auch schon mal bessere Zeiten sahen und nach 50 Metern ist man am Strand.

Der rund 1 km lange Koukanaries-Strand ist einer der schönsten Strände von Skiathos und berühmt für seinen hellen Sand und das kristallklare Wasser. Es gibt Liegestühle und Sonnenschirme zu mieten (8 € für 2 Liegen plus Sonnenschirm), man kann Wassersport betreiben und – und das ist mir wesentlich wichtiger – es gibt kaum hundert Meter vom Strand weg einen dichten Pinienwald, hinter dem am See Strofilias ein einzigartiges Biotop mit vielerlei Pflanzen und Vögeln liegt.

Wir sitzen lange, trinken Bier und Cappuccino und schaffen es, alle 15 Karten, die wir vorgesehen hatten, zu schreiben. Danach machen wir uns auf den Weg, das Hotel Muses zu suchen, in dem wir vor 22 Jahren – mit unserem damals 11-jährigen Sohn – waren, als wir uns zum ersten Mal auf Skiathos bewegten. Ob es das Hotel noch gibt? Keine Ahnung, schließlich wissen wir auch keine genaue Adresse. Wir wissen nur, dass es an der Hauptstraße lag und dass man in vertretbarer Zeit zum Koukanaris-Strand gehen konnte.

Hotel Muses


Nach nur 10 Minuten liegen die leuchtend weißen zweigeschossigen Bungalows des Hotels vor uns und plötzlich ist alles wieder da: Ich sehe noch genau, wie wir damals auf der Terrasse des Hotels gemeinsam eine Sonnenuhr gebaut und die wandernden Schatten beobachtet haben. Ich sehe auch noch genau die Ameisenstraße, die durch unseren Flur ging und die bei unserem Sohn fast Panik auslöste. In der Erinnerung scheint es gerade so, als ob das gestern war.

Inzwischen ist unser Sohn verheiratet und wir haben eine prächtige Schwiegertochter dazugewonnen. Ob er sich an die Sonnenuhr noch erinnert? Da wird man – jetzt als Fast–Rentner – schon ziemlich sentimental.

In die Stadt


Nachdem wir das Hotel gefunden haben, geht´s mit dem Bus wieder zurück in die Stadt. Endstation ist – weil der Bus nicht durch die Stadt fährt, sondern auf einer Umgehungsstraße – am Nordende des neuen Hafens bei einer Schule.

Mittagessen im Nikos


Der Hunger macht sich breit. Aber nicht schon wieder zum „Souvlaki Strike”. Heut wollen wir mal was anderes ausprobieren Der Fisch im „Nikos” macht mich richtig an. Ich bestelle also einen panierten Schellfisch mit Chips (sicher, ganz und gar nicht griechisch sondern eher britisch) und Susanne eine Ofenkartoffel mit Sour-Creme.

Anstatt Ouzo gibt es bei Nikos zum Nachtisch Kirschen und Melone und „for the walk” für jeden eine ½-Liter-PET-Flasche eisgekühltes Wasser.

Agios-Nikolaos-Kirche und Clock-Tower


Die nördlichen Sporaden scheinen echt klein zu sein, denn in der Agios-Nikolaos-Kirche treffe ich den Mann wieder, der am Samstag bei der Mamma-Mia-Tour die Musik aufgelegt hat.

Golden Cafe


Im „Golden Cafe” in Skiathos trinkt Susanne ihren ersten original „Greek Coffee“ und ich natürlich, wie gewohnt, ein alkoholfreies Bier. Anschließend wollen wir um 3 Uhr nachmittags zum Kloster Evangelistria fahren, doch das haut nicht so hin, wie uns der Busfahrer versprach und wie auch wir den Fahrplan gelesen haben. Der nächste Bus geht erst um 6 Uhr abends.

Also beschließen wir, zum Hotel zurückzugehen und dort den Pool auszuprobieren, der immer nur von 9:00 morgens bis 6:00 Uhr abends auf ist. Wenn wir auf dem Meer sind, kommen wir nicht in den Genuss. Also müssen wir die heutige Gelegenheit nutzen.


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Nördliche Sporaden 2017 – INHALTSVERZEICHNIS
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