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Meeresakrobaten auf Delfin-Tour nach Duisburg und Harderwijk / Madurodam

Alle Anzeichen deuten darauf hin – Das wird ein guter Tag!


Die Betten im Hotel am Brinker Platz in Westbevern-Vadrup sind hervorragend. Wir haben selten so gut geschlafen und sind somit topfit für den neuen Tag. Einziger Panik-Moment am Morgen: Ich kann meine Geldbörse nicht finden. Mann da ist alles drin: Kreditkarte, Ausweis, Führerschein, Geld. Susanne nimmt das alles gelassen und geht erst mal duschen. Ungewaschen und verstrubbelt hechte ich runter zum Auto und da liegt er dann – seelenruhig im Seiten-Fach der Fahrertür.  Mann, war das wieder ein (selbstgemachter) Stress. Hat man keinen, dann macht man sich eben einen.


Während mir noch der Schreck in den Gliedern sitzt, ist Susanne heute mächtig gut drauf. Mit wehendem Haar läuft sie, den Fön in der Hand, gut gelaunt durchs Zimmer und schmettert „Weit übers Meer“ mit solch einer Inbrunst, dass selbst Synje Norland, die das Lied auf der Santiano-CD singt, wohl auch nicht mehr mithalten kann. Das muss ein guter Tag werden. Ich dusch mich noch kurz, dann packen wir unsere Sachen, und gehen runter zum Frühstücken. Das Frühstück im Hotel am Brinkerplatz ist, wie auch im November schon, exzellent.

Der Tag wird gut, nein, der ist schon gut! Im Hintergrund läuft im Radio Michael Jackson’s Earth Song, der Song, der vor über zwanzig Jahren bei unserer Hochzeitsreise nach Thailand zu unserer Hymne wurde, weil wir statt „What about all things “ immer nur „What about Dolphins“ hörten und auch heute noch hören wollen. Delfine, ja!!! Übermorgen in Harderwijk und am Sonntag in Duisburg werden wir sicher welche sehen – live!

Fahrt nach Westen


Um ¾ Acht kommen wir in Westbevern-Vadrup weg. Wenn die Berechnungen des Navis stimmen, sollten wir (Tankstopp unterwegs nicht mit eingerechnet) gegen 10:45 Uhr im knapp 300 km entfernten Madurodam in Den Haag sein. Doch das wird wohl nichts werden: die A1 Richtung Dortmund ist bumsvoll, der Verkehr ist ein Wahnsinn! Rechts, links, oben, unten. Überall wird überholt, gerast und gedrängelt. Ich bin echt froh, als wir bei Nienberge die Autobahn verlassen können und noch alle Teile am Auto haben! Die Deutschen fahren echt wie die Gestörten!

Auf der B 54 ist dann zwar weniger Verkehr, aber man glaubt, man erlebt’s nicht. Mal ein, mal zweispurig ausgebaut, ist es schwierig, an den LKW vorbeizukommen, zumal die Geschwindigkeit auf 100 begrenzt ist, überall Radaranlagen stehen und die LKW meist auch schon knapp 100 fahren. Das Einzige, das uns bei Laune hält, ist unsere Santiano-CD, die wir aufdrehen bis zum Anschlag. Und da ist es wieder „Weit übers Meer„, diesmal von Synje Norland selbst gesungen. Wir grölen mit und um das Gefühl von Freiheit wirklich zu erleben, kurbeln wir die Fenster runter. Die Haare flattern im Wind.


Hoppla, was ist jetzt passiert? Wir wollten doch noch in Emmerich tanken, weil der Sprit in Deutschland billiger ist als in Holland, aber in Emmerich sind wir gar nicht vorbeigekommen und jetzt sind wir auf einmal in Holland. Auf einem Schild ist irgendwo Enschede zu lesen. Aber etwas Gutes hat es auch: Die holländischen Autobahnen sind super ausgebaut! Mords breit mit einer riesigen Standspur und in der Mitte auf dem Grünstreifen kann man links und rechts von der Abtrennung (im Bedarfsfall) auch noch locker „parken“. Also liebe Leser, auch wenn man in Deutschland immer wieder über „Ruudi mit dem gelben Nummernschild“ schimpft, die Autofahrer hier in Holland fahren alle sehr, sehr gesittet – ganz anders als bei uns. Das ist wirklich angenehm! Wenn ich da an das lebensgefährliche Gedränge und die Raserei auf der A1 denke, könnte man glatt nach Holland auswandern (zumindest, was das Autofahren anbelangt).

In der Nähe von Gouda sehen wir unsere erste Windmühle, die man auf der Autobahn fahrend aber leider nicht fotografieren kann. Zu schnell ist sie vorbei. Noch 10 km bis Den Haag. Santiano können wir inzwischen bald nicht mehr hören, weshalb wir aufs Radion umswitchen. Im holländischen Kanal läuft einer meiner Lieblingssongs, Billy Joel’s Pianoman. Es ist zwar nicht 9 o’clock, aber ebenfalls Saturday. Noch 1 km bis Madurodam. Das Navi hat fast recht gehabt mit 10:45 Uhr. Es ist nämlich 10:50 Uhr.

Madurodam – Karten und Eintrittspreise


Die 1952 eröffnete Miniaturstadt Madurodam ist wohl eine der größten Touristenattraktionen Hollands. Madurodam zeigt im Maßstab 1:25 rund 300 hölländische Bauwerke, technische Einrichtungen und Landstriche. Das muss man einfach gesehen haben. Wir stellen unseren Wagen im fast leeren Parkhaus ab und gehen die wenigen Schritte rüber zum Haupteingang. Regulär kostet der Eintritt dort 15 € pro Person. Man kann aber 1,50 € sparen, wenn man wie wir, die Karten von zu Hause aus online bestellt. Das Prozedere ist allerdings etwas nervig, weil, wenn man zum Schluss die Karten per Kreditkarte bezahlen will, die ganzen Anweisungen nur noch auf Holländisch bekommt. Man wird dann gezwungen irgendwas downzuloaden, was mir ohnehin schon immer Bauchschmerzen bereitet, zumal, wenn ich nicht verstehe, was da downgeloaded werden soll, und Schwupp hatte ich mir vergangene Woche auch tatsächlich etwas eingefangen, was sich so auswirkte, dass an den unmöglichsten Stellen meiner und anderer von mir geöffneter Homepages plötzlich Links erschienen, die ich gar nicht gesetzt hatte. Zum Glück konnte mein Administrator das Problem (allerdings auch erst nach etlichen Stunden!) wieder beheben. Wäre wohl besser gewesen, ich hätte die 1,50 € nicht sparen wollen.

Aber jetzt sind wir da in Madurodam und das Malheur von vergangener Woche ist vergessen. Unsere selbst ausgedruckten Eintrittskarten werden angenommen und schon sind wir drin. Gleich links nach dem Eingang, an der Toilette stauen sich dann die Massen. Zwei Toiletten für gefühlt 100.000 Leute reichen vorne und hinten nicht aus. Ich kannte das nicht, dass man selbst am Herren-Klo minutenlang anstehen muss. Links, rechts, vor und hinter mir Massen von ebenfalls dem Harndrang folgenden Japanern. Die Damen, und da tun sie mir echt leid, kennen Warteschlangen vor Klos ja zur Genüge. Sie sind in dieser Hinsicht ständig benachteiligt. Aber solange die Planer der Klos Männer sind, wird sich da wohl nie was ändern. Schade eigentlich!

Ein Spaziergang durch Madurodam


Hat man das Schlimmste dann überstanden und Blase und Blick wieder frei, kann man sich dem zuwenden, wofür man eigentlich hergekommen ist. Jetzt sieht man erst, wie winzig Madurodam ist, nicht nur vom Maßstab der dargestellten Gebäude und Figuren her, sondern auch von den Ausmaßen des Geländes. Wenn die Fläche insgesamt 2 Fußballfelder groß ist, ist es viel. Ich schätz mal alles in allem ist Madurodam 150 m x 130 m groß.

Fotografieren


Aber was soll’s? Hauptsache gute Motive. Und da ich in erster Linie zum Fotografieren hergekommen bin und Susanne nicht bei jeder meiner Einstellung stehenbleiben will, trennen wir uns. Um 13:00 Uhr, so der Plan, wollen wir uns links neben dem Eingang beim Paist of Holland Restaurant, unten bei den roten Schirmen, wieder treffen. (Danke übrigens Susanne Gugeler für das Foto, das auch mich mal in meinen Berichten zeigt.)

„2 Stunden reichen locker“, denkt man am Anfang. Doch wenn man erst mal mittendrin ist, zwischen den Häusern, durch läuft und die ganzen Details erblickt, dann sieht das plötzlich ganz, ganz anders aus. Vor manchen Gebäuden oder Arrangements kann man ewig stehen und immer wieder Neues entdecken. Man fühlt sich echt wie Gulliver seinerzeit bei den Winzlingen. Ich hab vor, zweimal durch Madurodam zu laufen, einmal mit dem Weitwinkel für den ganz großen Überblick und einmal mit dem Tele für Details. Es geht nicht, dass man alle 2 Meter das Objektiv wechselt. Das tut dem Kamera-Bajonett nicht gut und außerdem nervt’s einen selbst auch nur.

Der Friedenspalast von Den Haag


Das Geld für den Friedenspalast (Vredespaleis) Den Haag stammt im Wesentlichen vom amerikanischen Unternehmer Andrew Carnegie (1835–1919), demselben, der auch die Carnegie Hall, New York finanziert hat und wurde 1913 fertiggestellt. Hier im Friedenspalast tagt der Internationale Gerichtshof, der Ständige Schiedshof, die Haager Akademie für Völkerrecht und was weiß ich, was noch alles. Außerdem sind hier ständig Ausstellungen über die Geschichte der Friedensbewegung. Der 80 m hohe Turm heißt Belfried und ist eines der Wahrzeichen von Den Haag. Zur Ausstattung des Gebäudes wurden Materialien aus der ganzen Welt verwendet, Marmor aus Italien, Bleiglas und Kacheln aus Delft, Holz aus den USA und Brasilien und schmiedeeiserne Zäune aus – ja woher wohl? – Deutschland.

Verwunschene Gässchen


Während man einzelne Stationen zuordnen und beschreiben kann, gibt es auch unzählige Arrangements, die überall sein könnten. Insbesondere die Bonsai-Bäumchen und die Autos haben es mir und Susanne besonders angetan.

Der Bahnhof von Utrecht


Der erst kürzlich im Original erstellte neue Centraal Bahhnhof von Utrecht, geprägt durch die aufwendige Glas-Konstruktion des Architektenbüros Benthem Crouwel ist mit 14 Gleisen der größte Bahnhof der Niederlande.


230.000 Menschen täglich benutzen den wohl wichtigsten Umsteigebahnhof der Niederlande, kommen an oder fahren weg. Auch in Madurodam sind die Ausmaße dieses ungewöhnlichen Bauwerks gewaltig.

Brücken und Wasser


In Madurodam gibt es etliche interaktive Spielmöglichkeiten. Man kann als Besucher also ins Geschehen eingreifen. Im nachgebauten Hafen von Rotterdam, beispielsweise, ist auf einemTankschiff ein Feuer ausgebrochen (links) und man hat als Besucher die Möglichkeit, das Feuer mittels eines neben dem Tanker manöverierenden Löschbootes das Feuer zu bekämpfen. Für Kinder ein Riesenspaß.

Die 1672 ganz aus Holz gebaute Hebe-Brücke „Magere Brug“ (rechts) ist eine von Amsterdams 1381 Brücken. Sie verbindet die Stadtteile Kerkstraat und Nieuwe Kerkstraat und ist wohl die berühmteste Brücke Amsterdams. Sie dient nicht nur als weltberühmtes Fotomotiv, sondern auch dazu, die Herzen zu erwärmen, die Herzen der Verliebten, die sich allabendlich an diesem beliebten Treffpunkt versammeln. Wärme ganz anderer Art benötigten die Amsterdamer während eines kalten Wintertags Ende des Zweiten Weltkriegs. Da war Kochen und Heizen wichtiger als romantisches Gefasel. Kurzerhand hat man deshalb die damals schon über 270 Jahre alte Brücke zerlegt und  verfeuert. Die heutige, nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaute Brücke ist also nicht mehr das Original.

Schloss Muiderslot


Schloss Muiderslot (links) liegt etwa 15 km östlich von Amsterdam an der Mündung der Vechte. Das Schloss wird von einem herrlichen Wassergraben umgeben und ist heute wohl das bekannteste mittelalterliche Schloss Hollands. Es wurde Ende des 13. Jahrhunderts gebaut, kurz danach verwüstet und Ende des 14. Jahrhunderts als neues Schloss wieder aufgebaut. Heute zieht Schloss Muiderslot zahlreiche Besucher an, die mal für einen Tag Ritter oder Burgfräulein sein möchten.

Das Kasteel Nijenrode (rechts), 30  km südlich von Amsterdam Richtung Utrecht, ist das Zuhause der ältesten unabhängigen Universität der Niederlande, Kaderschmiede für international angesehene Manager, Führungskräfte und Unternehmer, also weniger meine Welt. Das Gebäude aber, wie das Schloss Muiderslot gänzlich von Wasser umgeben und nur durch eine Zugbrücke zugänglich, ist mir ein Foto schon wert.

Die St. Johannes-Kathedrale von ’s-Hertogenbosch


Die Kathedrale ist die größte gotische Kathedrale der Niederlande. Wie alle Kirchen wird auch sie ständig restauriert und man wird wohl ewig Baustelle bleiben. Besonders erwähnen möchte ich aber zwei Dinge, die man so an einem Gotteshaus gar nicht suchen wollte. So soll es neuerdings ein Fenster geben, welches als Sinnbild der Hölle die Ereignisse vom 11. September 2001 darstellt, oder eine von 25 von  Ton Mooy geschaffene Engel-Statuen, die Jeans trägt und gar ein Handy besitzt, wohl um den unmittelbar direkten Kontakt zu Gott zu ermöglichen.

Die Nieuwe-Palmboom-Mühle von Schiedam


Die Nieuwe-Palmboom-Mühle in Schiedam (links) ist mit über 32 m Höhe eine der höchsten Mühlen der Welt. Sie beherbergt heute ein Museum, wo man Müllern beim Roggen-Mahlen zusehen kann, nicht aber für Brot und Backwaren, sondern als Rohstoff für Gin der Brennerei De Gekroonde Brandersketel.

Vorm Schifffahrtsmuseums in Amsterdam (rechts) kann man den 1989 fertiggestellten Nachbau des Ostindienseglers Amsterdam  aus dem Jahr 1745 bewundern.

Das Hotel des Indes in Den Haag und der Käsemarkt in Alkmaar


Das Hotel des Indes in Den Haag (links) ist eines der ältesten, prachtvollsten und wohl auch angesehensten Hotels in Den Haag, ein exklusiver Treffpunkt der High Society. Mit Zimmerpreisen von 155 € aufwärts bis hoch zu 1450 € pro Nacht aber nicht unbedingt jedermanns Sache. Schon gar nicht für einen geizigen Schwaben. Hatte ich mich gestern vorm LWL in Münster noch gefreut, dass ich dort 3 € Parkgebühr sparen konnte, weil ich in der Sentruper Straße noch einen freien Platz fand, könnte ich mich hier 12-mal mehr freuen. 36 € Gebühr allein fürs Parken vorm Haus (noch nicht mal in ’ner Garage), das ist auch nicht von schlechten Eltern.

Wer kennt nicht den Käsemarkt von Alkmaar? Den ganzen Sommer über kommen Besucher (immer Freitag früh 10:00 Uhr),  um diesem touristischen Spektakel beizuwohnen und zu sehen, wie die „Zetters“ den Käse auf dem Marktplatz stapeln, die „kaasdragers“, weiß-gekleidete Männer mit bunten Schmidtchen-Schleicher-Strohhüten, mit gekonnt eingeübtem Nicht-Gleichschritt über den Platz hetzen (die 8 Käselaibe auf der Trage sollen ja nicht aufschaukeln) und die „Waagmesters“ schließlich das Gewicht kontrollieren. Der Alkmaarer Käsemarkt ist ein touristisches Muss und soll übrigens der älteste der Welt sein. Angeblich findet er seit 1622 statt.

Der Amsterdamer Flughafen Schipol


Der Flughafen Schipol, Amsterdam, hat mich, nachdem ich den nicht mehr zu toppenden Airport Knuffingen im Miniatur-Wunderland in Hamburg mit seinen startenden und landenden Flugzeugen gesehen habe, verständlicherweise dann nicht so übermäßig begeistert.


„Flugzeuge“ in Madurodam


Apropos „Flugzeuge“. Überall im Park wimmelt es nur so von Möwen, Dohlen, Blesshühnern und Reihern. Das ist an sich normal in einem Park. (Danke, Susanne Gugeler übrigens für die Bilder)

Besonders witzig wird’s aber dann, wenn die Vögel godzilla-gleich wie übermächtige Monster durch die Miniaturwelt schwimmen oder staksen. Da möchte ich wirklich kein Madurodamer sein, wo doch Madurodam als Synonym für eine „heile Welt“ steht. Die kann ich allerdings auch dann nicht erkennen, wenn im Wasser bei den Tankern und Frachtschiffen umgerechnet 10 m lange, Monster- Karpfen schwimmen.

Fazit und Zusammenfassung


Madurodam ist auf jeden Fall einen Besuch wert! Ganz toll fanden wir die vielen, vielen Bonsai-Bäumchen, welche die schnuckeligen Biergärten und Cafés umsäumten. Auch die Winkel, Gassen, Straßenzüge und Plätze sind einmalig. Was auch besonders toll ist: Keiner der Besucher in Madurodam hat gemeckert oder geblökt, wenn ein verrückter Knipser aus Deutschland mit seiner Kamera auf dem Boden lag, um für seine Aufnahmen die richtige Perspektive zu finden. Alle haben sie geduldig gewartet, bis „der Spinner“ fertig war, oder aber man hat einen anderen Weg genommen. In Deutschland wäre so ein geduldiges Verhalten undenkbar.

Wir sind etwas über 2 Stunden geblieben in Madurodam. Man kann aber auch einen ganzen Tag verbringen. Es gibt ja so unwahrscheinlich viel zu sehen hier. Susanne war besonders begeistert von den Einrichtungen, an denen auch etwas passierte oder wo man etwas tun konnte.  Bei einem Mini-Gemüsegarten beispielsweise war in einem Glaskasten davor Popcorn oder Chips ausgelegt. Die Aufgabe war nun, die Pflanzen im Garten den daraus gemachten Produkten zuzuordnen. Hinter einer Klappe, die man hochklappen kann, stand dann für die, die es nicht auf Anhieb wussten, die Lösung. Auch gab es eine Manufaktur, in der hat’s nur so gehämmert und getan. Wenn man dann in ein Kästchen 1 € eingeworfen hat, ist ein LKW losgefahren, in der Fabrik verschwunden und dann hat’s dort noch mehr gehämmert und gelärmt und „plumps“ hat’s gemacht. Anschließend kam der LKW wieder aus der Manufaktur herausgefahren und hatte aus Porzellan gefertigte Clogs (holländische Schuhe) auf der Ladefläche. Nach kurzer Fahrt hielt er genau dort an, wo man vorher den Euro eingeworfen hatte. 1 € für diesen Vorgang und für ein derartiges Souvenir ist ein Klacks. Überhaupt sind die Preise innerhalb Madurodams sehr moderat, auch in der Gaststätte.

Heile Welt mit ernstem Hintergrund


Wisst ihr eigentlich, warum Madurodam Madurodam heißt und warum Madurodam überhaupt erst entstand? Das ist kein Spleen von irgendjemandem und auch nicht nur ein Vergnügungspark, nein, die Erstellung Madurodams hat einen ziemlich ernsten Hintergrund. Mit Madurodam (1952 eröffnet) wollten die jüdisch-stämmigen Eheleute Joshua und Rebecca Maduro an Ihren Sohn erinnern, den niederländischen Widerstandskämpfer und Träger der Medaille des Ritters 4. Klasse der Military Order of William George L. Maduro, der mehrfach verhaftet, den Deutschen immer wieder entfliehen konnte, schlussendlich aber, von einem belgischen Kollaborateur verraten, im Jahre 1945 als 29-Jähriger im KZ Dachau ums Leben kam.


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MEERESAKROBATEN AUF DELFIN-TOUR NACH DUISBURG UND HARDERWIJK
HAUPTGRUPPE BERICHTE

2 Reaktionen zu “Meeresakrobaten auf Delfin-Tour nach Duisburg und Harderwijk / Madurodam”

  1. anneken

    sehr gut geschrieben. Tolle Bilder und hintergrundinformation. Für Kinder ist Madurodam auch interressant.
    LG Anneken

  2. Susanne

    In deinem Bericht habe ich unsre Tour nach Madurodam noch einmal Stück für Stück Revue passieren lassen können. Ich war ja bereits als Kind hier. Doch so viel gesehen und gelernt wie jetzt, hatte ich damals nicht.