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Gelaserte Teile auf meiner Modellbahn


Mit zu den eindrucksvollsten Teile auf meiner Anlage gehören für mich die Teile, die ich hab lasern lassen, beispielsweise die Fernbahnbrücke über den Landwehrkanal oder die Fassade des Bahnhofsgebäudes. (Fast) alles, was ich zeichnen kann (ich bin nicht an rechtwinklige Konturen gebunden), kann auch gelasert und (falls man es braucht) beliebig oft und in immer gleicher Qualität kopiert werden. Ich muss bei meinen Zeichnungen nur darauf achten, dass z.B. Stege nicht schmaler als 1 mm und die Plattendicken nicht über 3 mm sein dürfen. Was positiv aber noch dazukommt: Man kann mit dem Laser auch gravieren, z.B. die Steine eines Mauerwerks.

Brückenpfeiler


Was nun als Nächstes gelasert werden sollte, sind die Hochbahn-Pfeiler, die von der Bauart zwar alle ähnlich aussehen sollen, von der aber jeder einzelne komplett anders ausfällt. Das liegt nicht nur an den unterschiedlichen Höhen, sondern auch daran, welchen Winkel Polygonzug der Bücke direkt über der Stütze einnimmt und wie das Gelände direkt unter der Stütze ansteigt oder abfällt.

Bestimmen der erforderlichen Höhe der Brückenpfeiler


Um überhaupt mal mit dem Zeichnen Anfangen zu können, brauche ich die Breite der A- oder H-förmigen Stützpfeiler (die kann ich direkt an der Brücke abmessen) und auch deren Höhe- Diese Höhe zu messen ist gar nicht so leicht, weil man mit dem Maßband oder einer Schieblehre nicht richtig hinkommt. Ich behelfe mir damit, dass ich zwei Pappestreifen, die beide etwas kürzer als die Höhe sind, mit Holzleim dazwischen aufeinander lege, und dann so lange gegenseitig verschiebe, bis ein Streifen auf der Landschaft steht und der andere die Brücken-Unterseite berührt. Ist das der Fall, werden die Pappstreifen mittels einer Wäscheklammer so lange zusammengehalten, bis der Leim trocken ist. So erhalte ich die Höhe jedes einzelnen der 12 Pfeiler der insgesamt 6 Stützen.

Ich glaube, ich hab es irgendwo schon mal geschrieben, aber es fasziniert mich immer wieder: Obwohl die Hochbahnbrücke über die ganze Anlage hinweg waagrecht verläuft, sind die Stützen (wegen des ansteigenden und somit Tiefe suggerierenden Geländes) mit 9,5 cm Höhe an der Anlagen-Vorderkante mehr als doppelt so hoch als hinten beim Übergang zu den S-Bahn-Arkaden.

Der Laser-Auftrag


Nachdem ich die Höhen und Breiten der Hochbahn-Stützen bestimmt habe, bin ich nun schon den ganzen Tag an meinem (nur für diese Zwecke aufgehobenem) HP-Laptop. Dieses noch auf Windows 7 basierende Gerät ist das einzige, auf dem mein Uralt-Vektorgrafik-Programm noch funktioniert.

Es dauert mitunter ewig, bis eine Grafik erstellt ist, aber es funktioniert! Nachdem ich zuerst die beiden westlich der Fernbahnbrücke liegenden H-förmigen Pfeiler 1 und 2 gezeichnet habe, sind nun die 4 restlichen, A-förmigen Pfeifer 3,4,5 und 6 östlich der Fernbahnbrücke dran. Es ist für mich sehr schwierig, diesen ein Aussehen zu geben, das wenigstens ansatzweise an das Original erinnert. Im Original sind die Stützen deutlich höher als breit, was man bei 80 mm Breite und nur noch 35 mm Höhe beim Modell nun wirklich nicht mehr sagen kann. Trotzdem denke ich, dass meine Hochbahn die Situation am Landwehrkanal gut widerspiegelt.

Eben habe ich die Pfeiler abgeholt und ich muss sagen, auch ohne weitere Bearbeitung machen die Laser-Teile (zumindest auf mich) bereits jetzt einen Mords-Eindruck.

Kleben


Dann geht es los mit Kleben. Dazu werden die Flansche der Doppel-T-Träger zunächst auf Distanz und deren Stege (3 mm x 1 mm – Buchenholzleisten) später zwischen die Flansche geklebt. Das ist ein ziemliches Gefummel.

Eben habe ich die Stütze 4 der Hochbahn-Brücke geklebt. die erste A-förmigen Stütze östlich der Gitterbrücke. Man kann immer nur eine Steg (eine Strebe) gleichzeitig kleben (im Bild rechts z.B. die Querstrebe) und muss dann etwa 1 Stunde warten. Auch wenn es nicht so aussieht, jede einzelne Stütze hat 12 Streben.

Stütze 2 (das ist die erste auf der Westseite der Gitterbrücke) ist im Gegensatz zu den östlich liegenden Pfeilern 4 bis 6 H-förmig.

Leider habe ich mich bei der Auslegung von Pfeiler 3 vertan. Da die Gitterbrücke asymmetrisch und damit hinten schräg ist, muss der Pfeiler dort und den Faktor √2 breiter sein als der 80,3 mm breite, den ich hab lasern lassen.

Farbe der Stützen


Da es aus der Hoch-Zeit des Anhalter Bahnhofs nur Schwarz-weiß-Bilder gibt und die Stützen der Hochbahn heute grau sind, weiß ich nicht, welche Farbe meine Hochbahnstützen haben sollten. Ich denke irgendwie an eine Art „Olivgrün“. Ich teste mal mit  „shady green B70“ (davon habe ich eine riesige Dose), aber das sieht (nach dem Trocknen) alles andere als realistisch aus, vor allem weil die Holzteile unnatürlich glänzen. Meiner Meinung nach muss die Farbe der Pfeiler (wie übrigens alles auf der Modelbahn) „stumpf“ wirken.

Ein weitaus besseres Ergebnis als mit „Shady Green B70“ habe ich erhalten, als ich „Goya Acrylic 84121 Grüne Erde“ (ohnehin meine Modellbahn-Lieblingsfarbe) im Verhältnis 2:1 mit „Simply Acrylic Raw Umber 247“gemischt habe. Der Anstrich ist viel matter und er hat (zumindest für mich) auch den Anschein von etwas Rost.


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