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Straßen- und S-Bahn-Bau

Hallesches Ufer


Das ist Modellbahnbau. Hat man eine Sache (Hochbahnbrücke) gelöst, taucht im nächsten Moment eine neue Herausforderung auf.

Wenn ich nämlich versuchsweise ein Holzstäbchen (als Pfeilerersatz) unter die Hochbahnbrücke klemme (Pfeil), wird die Straße so weit nach unten gedrückt (es geht wirklich nur um Bruchteile eines Millimeters), dass die Straßenunterseite in das Lichtraumprofil der darunter liegenden Kehrschleife ragt. Das darf natürlich nicht sein!

Ich entschließe mich, die Straße neu zu machen und diese in Höhe des Pfeils etwa 2 m nach links (Norden) zu verlegen. In dem Fall stünde der Brückenpfeiler später auch neben der Straße und könnte dauerhaft bleiben, auch dann, wenn der gesamte Bereich „Hallesches Ufer/Meeresakrobaten-Park/Möckernstraße“ wegen Wartungsarbeiten an der Kehrschleife herausgenommen werden muss.

Um die geplante Platte später auch vernünftig einsetzen und auch wieder herausnehmen zu können, sollten ihre Außenkanten gerade verlaufen. Am meisten Schwierigkeiten bereitet mir die  Außenkante rechts hinten. Auch wenn ich die Hochbahnbrücke komplett wegnehmen kann, laufe ich beim Sägen doch immer wieder Gefahr, die Kehrschleife bzw. die Fernbahnbrücke in Mitleidenschaft zu ziehen. Behutsam komme ich aber zum Ziel.

Ich plane, den herausnehmbaren Bereich „Hallesches Ufer/Meeresakrobaten-Park/Möckernstraße bis hin zur S-Bahn-Station hinter dem Gebäude des Anhalter Bahnhofs“ nun aus einem einzigen Stück zu machen. Dazu fertige ich aus 4-mm-Pappelsperrholz (das ist billig und für den Zweck stabil genug) zunächst eine Schablone.

Auf Butterbrot (das ist durchscheinend, sodass ich dadurch den bisherigen Straßenverlauf sehen kann) skizziere ich den s-förmigen Verlauf  des neuen Halleschen Ufers. Nachdem mir der Verlauf gefällt, wird dieser mittels Durchschreibepapier auf die Sperrholzplatte übertragen.

Links vorne muss noch ein Bisschen weg und hinten (wo später die S-Bahn-Arkade hin soll) auch. Anhand der blauen Pappe, die den geplanten Straßenverlauf wiedergibt, sie man, dass auch der Meeresakrobaten-Park rechts etwas beschnitten werden muss. Das ist aber alles halb so wild.

Irgendwie habe ich es geschafft, dass die Straße nun genügend Platz hat.

Durch die Straßenverlegung ist der Park etwas kleiner geworden und dadurch , dass ich auf der Südseite des Parks (rechts) den Hang anschneiden musste, habe ich die Park-Mauer über die Kreuzung Möckernstraße/Hallesches Ufer hinaus am Halleschen Ufer entlang bis zur Fernbahnbrücke geführt.

 

Der südliche Teil der Möckernstraße


Noch sind alle Bereiche Teilstücke einer Pappelsperrholz-Schablone. Gemeinsam mit dem links noch anzufügenden Teilstück „Möckernstraße bis hin zur S-Bahn-Station hinter dem Gebäude des Anhalter Bahnhofs“ soll das später mal eine zusammenhängende Fläche aus 2mm-Flugzeugsperrholz sein.

Die Herstellung der Schablonen-Teilstücke geht weiter.

Natürlich müssen die Fundamente der Häuser (die Straße weist nach nach rechts ein Gefälle von etwa 3% auf) noch ausgeschnitten und der Übergang zum Halleschen Ufer angepasst werden.

Alles in Allem sieht das jetzt gar nicht schlecht aus. Die letzte Konsequenz ist, dass das „Hallesche Ufer“ östlich der Fernbahn-Brücke in einer Linkskurve geführt wird und stark ansteigt. Was ich zunächst als „Herausforderung“ (um nicht zu sagen „Schikane“) sah, erweist sich im Nachhinein als ein „Zuckerstückchen“.  Durch die ansteigende Straße ist die Brücke am hinteren Anlagenrand nur noch 4 cm über der Straße, während sie nur 50 cm weiter vorne mit 9,5 cm lichter Höhe mehr als doppelt so hoch ist. Durch diesen Effekt wird (ohne dass ich das geplant oder beabsichtigt hätte) auf der nur 65 cm breiten Anlage auf geniale Weise „räumliche Tiefe“ vorgegaukelt.

Der nördliche Teil der Möckernstraße


Am nördlichen Ende der Möckernstraße möchte ich die Hochbahn östlich des Gebäudes des Anhalter Bahnhofs auf einer Arkade in einer S-Bahn-Station enden lassen. Weil aber genau da drunter die Zufahrtsgleise zur Kehrschleife verlaufen, muss ich die S-Bahn-Station haubenförmig ausführen.

Die obere Abdeckung der Haube (die bei mir natürlich abnehmbar sein muss) besteht aus 8-mm-Sperrholz-Brett mit den Abmaßen 94 cm x 11 cm. Diese 11 cm brauche ich, weil ich auf dem Streifen eine S-Bahn-Haltestelle mit Mittelbahnsteig erstellen möchte.

Das „S-Bahnhof-Basis-Brett“ muss so hoch liegen, dass dessen Unterkante auf keinen Fall in das Lichtraumprofil der Zufahrtsgleise zur Kehrschleife ragt. Das ist leicht zu realisieren. Der nördliche Bereich der Möckernstraße, ich meine damit die Straße zwischen Bahnhofsgebäude und S-Bahn muss aber auch noch so hoch sein, dass deren Unterseite ebenfalls nicht mit den Zufahrtsgleisen zur Kehrschleife kollidiert.

Tests ergaben, dass die Arkaden, oberhalb der sich später mal der S-Bahnhof befinden soll, mit 45 mm Höhe aufgeführt werden können.

Erst wollte ich die Verbindung zwischen den Gleisen der Hochbahn und des S-Bahnhofs mittels Minitrix-Variogleisen machen, diese sind aber nicht nur teuer, auch gestaltet sich das Verbindungsprozedere als schwierig.

Viel besser gefällt es mir, wenn ich an den Enden der Gleise mit dem Cuttermesser jeweils zwei Schwellen abtrenne, und auf ein Gleisende die etwa 10 mm langen Minitrix-Schienenverbinder aufschiebe. Sollen die Gleise verbunden werden, werden diese Schienenverbinder einfach um 5 mm Richtung des anderen Gleises verschoben. Dass an der Übergangsstelle 4 Schwellen fehlen, stört mich nicht, da sich die Verbindungsstelle kaum einsehbar hinter meiner Regalstütze befindet.

Inzwischen habe ich auch die mittlere Frontverblendung für die S-Bahn-Arkaden angebracht. Man sieht bereits, wie dort später mal ein Tunnel unter der S-Bahn-Haltestelle hindurchführen soll.

Mittels Graupappe (das ist noch billiger als das früher zur Herstellung von Schablonen verwendete 4-mm-Pappel-Sperrholz) stelle ich eine Schablone her, die später mal den ganzen Bereich zwischen Gleisvorfeld und S-Bahnhof abdecken und auf dem auch die Möckernstraße verlaufen soll. Die „Straßen-Grundplatte“ wird an die Unterseite der Arkadenmauer angeklebt und kann im Bedarfsfall dann zusammen mit der S-Bahn-Platte als eine Einheit komplett nach oben abgenommen werden.

Testfahrten

Das Lichtraumprofil ist auf meiner ganzen Anlage sehr, sehr niedrig. Für Dampfloks gut, aber nicht für E-Loks und schon gar nicht für hochbeladene Güterwagen. Nochmal kurz die Gleise geputzt und dann kann die Testfahrt losgehen. Und es klappt super! Die  V200 und einem mit einem 18mm hohen Holzklotz beladenen Verbandsgüterwagen A6 kommt überall durch, auch an meiner Problemstelle unter dem Meeresakrobaten-Park.

Momentan sieht alles alles sehr, sehr gut aus. Auch die in die Kehrschleife fahrenden und von der Kehrschleife kommenden Züge stoßen nirgendwo an. Der Zugverkehr über die Hochbahn-Brücke hin zum S-Bahnhof funktioniert (zunächst natürlich nur mit dem Fahrtrafo angesteuert) ebenfalls hervorragend. Besser kann’s doch gar nicht sein. Kann ich mich also dran machen, den S-Bahnhof zu gestalten

Der S-Bahnhof


Den Mittelbahnsteig des S-Bahnhofes mache ich aus einer einfachen 40 mm breiten und 9 mm hohen Holzleiste, die ich mit einer Mischung aus „El Greco 28340 Dunkelgrau“, „feinste Acrylfarben braun“, viel „Titanweiß“ und etwas „Zitronengelb“ anstreiche. Als Dach nehme ich das Dach eines alten „Baden-Baden- Bahnsteigs“ von Vollmer, den ich mal in einer Restekiste eines Flohmarkts fand.

Damit das Dach sicher steht, bohre ich in den „Bahnsteig“ entsprechend der Stützsäulen-Abstände (2,5 cm in Quer-, 5 cm in Längsrichtung) kleine 3mm-Löcher.

Was ich fast vergessen hätte – die Passagiere müssen ja auch zum Mittelbahnsteig kommen, also habe ich aus 10 x 1mm Buchenholzleisten Treppenstufen zusammengeklebt und diese in ein rechteckig ausgeschnittenes Loch in den „Bahnsteig“ eingeklebt.

Wenn man die Schnittkanten jetzt noch verspachtelt und das ganze grau anstreicht, erhält man eine Bahnsteig (zumal im kaum einsehbaren Bereich hinter dem Gebäude des Anhalter Bahnhofs), der sich nicht zu verstecken braucht.

 


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