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Von der Schwierigkeit, einen realistisch wirkenden Marktplatz zu gestalten


Inzwischen sind auch schon wieder drei Monate rum. Grundsätzlich sieht meine „Marktplatz-Platte“ ja nicht schlecht aus, aber ich komme mehr und mehr zu dem Schluss, dass die Hintergrundkulisse nicht abgerundet und schon gar nicht flächig sein darf.

Im Internet finde ich die perspektivische Darstellung einer nach hinten verlaufenden Allee, bei der der Fluchtpunkt extrem geschickt gewählt ist. Nicht nur dadurch, dass links und rechts der Allee (zum Fluchtpunkt hin) die Bäume immer kleiner werden, sondern vor allem dadurch, dass auch links und rechts stehende Gaslaternen ebenso immer kleiner werden, entsteht eine unwahrscheinliche Tiefenwirkung. Tass die Laternen dann noch genau so aussehen wie meine echten Straßenlaternen aus China, macht die Illusion perfekt. 1 cm vor der Kulisse echte Lampen und in der Kulisse Löcher, hinter denen die LEDs bis zum Fluchtpunkt hin einen immer größeren Widerstand vorgeschaltet kriegen.

Wenn ich jetzt vor die Kulisse nicht nur die zwei Lampen setze, sondern echte Häuser, am besten weit hinten, dass die Fronten unter den Einlegebrettern des Eckregals liegen, dann wird die Illusion perfekt. Da es – für mich – nichts anderes gibt, spekuliere ich wieder darauf, in der „Bucht“ Stuttgarter City-Häuser zu ergattern.

Wow, was für ein Schnäppchen! Ich habe heute bei Ebay 18 Häuser gekauft, für 56 € plus 6 € Versand. Ein Haus für 3,50 € ist doch nicht schlecht, oder? Und etliche sind sogar Stuttgarter City-Häuser.

Natürlich probiere ich gleich mal aus, wie die Häuser am Marktplatz so wirken könnten. Noch bin ich nicht zufrieden, aber besser als die bisherige, zweidimensionale  und abgerundete Rückwand sieht es auf jeden Fall aus – und doch, es fehlt etwas…

Pflastersteine


… ja klar, Straße, Gehwege, Bordsteine.

In Photoshop zeichne ich mir Pflastersteine, die ich mit copy & paste tausendfach vervielfache. So lange bis ein kompletten DIN A 3-Blatt voll ist. Das kann man an einem Copyshop bei der Uni für 50 Cent farbig (schwarz/weiß am eigenen Drucker wirkt nicht) ausdrucken lassen. Aber zweidimensional flach wirkt auch mein wirklich schön gedruckter Marktplatz nicht. Immer noch fehlt was. Ich hab’s: Die Gehwege müssen höher sein. Also lass ich die Gehweg-Flächen erneut ausdrucken und klebe sie auf 1-mm-Flugzeugsperrholz. Das wirkt schon erheblich besser. Wenn ich jetzt noch (ebenfalls mit copy & paste) Schachtdeckel auf Marktplatz und Gehwegen sowie Gullys am Straßenkandel positioniere, dann wird das was.

Leider springen die Bordsteinkanten immer wieder auf, sodass ich sie entlang des Rinnsteins mit Holzleim einstreichen und längere Zeit massiv belasten muss. Die Blasen, die sich dabei im Kopierpapier bilden, glätten sich mit der Zeit wieder. Allerdings ist es – so stellt sich später heraus – deutlich besser, wenn man das Straßenpflaster mit Pritt-Stift aufklebt. Nur braucht man da (für einen ganzen Marktplatz) eine ganze Menge.

Ich bin von der Wirkung der teils halbierten, teils oben abgeschnittenen „Kulissen“-Häusern überwältigt. Ganz was anderes als vor einem halben Jahr die zweidimensionale Halbrund-Kulisse.

Lampen


Ich habe den Marktplatz nun mit Gehwegen fertiggemacht. Wenn da jetzt noch LYM 36-Lampen hinkommen, dann ist die Illusion für mich perfekt. In echt – ich war deswegen eben noch mal spazieren – haben die Lampen einen Abstand von 20 bis 50 m (bei mir also zwischen 12,5 cm und 31,3 cm). Das einzige, worauf ich achten muss, ist, dass ich die Lampen so setze, dass deren Fuß, der ein paar Millimeter unten aus der Marktplatzplatte herausguckt und deren Anschlusskabel nicht irgendwo unten mit einem drunter fahrenden Zug ins Gehege kommen.

Heute ist auch mein Denkmal gekommen. Ich finde, die Engel-Statue 29010 von Preiser passt ideal. Sie ist zwar für HO konzipiert, für mich aber von idealer Größe!

Parallel dazu bestücke ich den Markt mit allerlei Ausstattungsteilen aus dem Faller-Bausatz 272533 Wochenmarkt. Das ist vielleicht ein Gefuzel, aber die Wirkung ist gut.

Vorweihnachtlicher Marktplatz

Dass man bei dieser Hintergrundkulisse die Enden der Straße nicht sieht (mit Ausnahme der Straße zu den Gleisen, die jetzt eine Sackgasse ist) begeistert mich. Die Lampen rechts in der Sackgasse sehen (wenn sie dann senkrecht aufgestellt sind) auch nicht schlecht aus (links müssen mindestens auch noch 3 oder 4 hin). Auch meine selbstgemachte Litfaßsäule (8mm Rundholz) mit in Photoshop selbst erstellten Plakaten (Ein Plakat mit dem Hinweis zu einem Event im Meeresakrobaten-Park ist dort natürlich auch integriert) gefällt mir – und doch wirkt der Platz irgendwie leer.

Bäume


Bei einem Spaziergang kommt mir dann die Idee: Wenn ich vor dem Eckhaus mit dem Erker einen Baum pflanze, dann könnten entlang der Fassade nach links hin im Abstand von jeweils 7 cm insgesamt 6 Bäume stehen. Entlang der „Sackgasse“ auf jeder Seite auch – keine Ahnung, wie viele – aber auch.

Wenn man das Bild oben mit dem Weihnachtsbaum und jetzt das Bild mit den grünen Bäumen ansieht, erkennt man erst, welch grandiose Wirkung auch billige Bäume haben.

Im Mai (inzwischen sind Bäume gepflanzt) wirkt der Marktplatz noch besser

Alle 7 Lampen, die ich auf dem Marktplatz anbringen wollte, sind inzwischen auch angeschlossen und momentan leuchten auch noch alle. (Anmerkung: Wenn man Vorwiderstände anschließt und auf die Polung achtet, ist das – auch für Laien – recht problemlos.)

Wer hat da nicht Lust, auch selbst mal dort zu flanieren, gäbe es nicht noch was, was man verbessern könnte.

Überblick über den beleuchteten Marktplatz

Richtig! Es sieht einfach nicht gut aus, wenn die Bäume direkt aus dem Gehweg wachsen. Das gibt es in echt auch nicht. Da müssen Pflanzringe hin. Irgendwo habe ich noch ein paar Dichtungen rumliegen. Bäumchen ausreißen, Dichtungen auf dem Pflaster aufkleben, das Innere mit Streu auffüllen, 4-mm-Loch bohren, Bäumchen wieder einkleben. Fertig.

Diese „Kleinigkeit“ wertet den Marktplatz meiner Meinung nach erheblich auf. Eigentlich könnte ich mich freuen, und doch bin ich schon wieder am Grübeln …

Erste Gedanken zur Hausdurchfahrt


Wie ich die Hausdurchfahrt rechts der Bäckerei machen soll, weiß ich beim besten Willen noch nicht. Häuser, die dort hin passen und mit den Stuttgarter City-Häusern von Kibri harmonieren könnten, kenne ich nicht, also ist wohl wieder mal Selbstbau angesagt. Die Hausdurchfahrt zu machen, ist vergleichsweise schwierig, da absolut nichts im rechten Winkel ist. Das Haus mit der Durchfahrt muss vorne 92 mm breit sein und es muss einen First mit einen Winkel von 100° aufweisen. Das wäre ein Leichtes, müsste die Dachkante links nicht auch noch mit der Dachkante des Hauses links zur Deckung kommen, dessen Haus gegenüber dem Haus mit der Durchfahrt einen Winkel von 120° aufweist – und schlussendlich ist auch noch die Ausrundung des Regalbrettes des Eck-Regals zu berücksichtigen. Dreidimensionale Abwicklungen – mein Lieblingsthema!

Die Hausdurchfahrt könnte dann in etwa so aussehen. Was mein Problem ist, ich schaffe es einfach nicht, den Bogen der Hausdurchfahrt auch nur annähernd gerundet herzustellen. Mit der Laubsäge schon gleich gar nicht. Da muss ich mir später noch irgendwas überlegen.


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