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Ein Sommer in Russland


Nach so viel Baupfusch bleibt die Modellbahn im Sommer erst mal komplett liegen. Ich habe einfach keine Zeit zum Bauen, denn in diesem Sommer besuchen wir die Heimat unserer Schwiegertochter.

Moskau


Большой театр (Bolschoi-Theater) und Собор Василия Блаженного (Basilius-Kathedrale) verraten es schon. Ja, wir sind in Moskau. Aber auch hier bleibt das Thema Bahn nicht außen vor.

Mit dem Vorort-Zug ins Umland


Nachdem wir die russische Hauptstadt ausgiebig besucht haben, sind wir mir der Bahn in einen Vorort gefahren. Schon beim Einsteigen fällt der Unterschied zu den Bahnen in Deutschland auf. Die Wagen der russischen Bahn wirken etwas heruntergekommener als bei uns, aber man hat enorm viel Platz. Mit 3,52 Metern sind sie 17,5% breiter als unsere nur drei Meter breiten Waggons. „Den Platz braucht man auch“, meint unsere Schwiegertochter, denn morgens auf dem Weg nach Moskau sind selbst diese großen Wagen brechend voll. Wir haben Gottseidank das Glück, jetzt in Gegenrichtung fahren zu dürfen

Mit dem Hochgeschwindigkeitszug nach St. Petersburg


Nachdem wir den Vorort-Zug fast schon belächelt haben, setzt der Hochgeschwindigkeitszug nach St. Petersburg Maßstäbe, die wir in Deutschland vergeblich suchen.

Der Сапсан basiert auf dem deutschen ICE 3, ist etwas breiter als der und wird von Siemens gebaut. Der Zug ist voll bis zum letzten Platz. Ohne Reservierung geht da gar nichts. Wir haben im Wagen drei einen Viererplatz mit Tischchen.

Bis St. Petersburg sind es rund 680 Kilometer, das ist genau so viel wie von mir zu Hause nach Paris. In drei Stunden 46 Minuten. Ich halte das für nicht machbar, und doch auf die Sekunde (!) genau, gerade als der große Zeiger oben „Klick“ macht, kommen wir an.

St. Petersburg


Wir wohnen in der Nähe des Griboyedov Kanals und zum Winterpalast ist es auch nicht weit.

Modellbau in St. Petersburg


Für Modellbahner ein absolutes Muss (auch wenn dort keine einzig Bahn fährt), ist Петровская Акватория (übersetzt etwa so viel wie Wasserwelt Peters des Großen“) , eine 500 m² große, unter der Leitung von Александр Рубин (Alexander Rubin) und Игорь Равич (Igor Ravich) in einer Rekordzeit von nur 1 ½ Jahren erbaute Modellanlage. Man findet sie im sechsten Stock eines Geschäftshauses in der Nähe der Metro-Station Адмиралтейская (Admiralteiskaja). Die Anlage mit über 25.000 Modell-Menschen, 1000 Gebäuden und mehr als 1000 Kutschen und Wagen zeigt das St. Petersburg des 18. Jahrhunderts.

Man sieht die Admiralität St. Petersburgs, die Deutsche Siedlung, die Peter-und-Paul-Festung, die Vasilevsky Insel, Neu-Holland und etliche berühmte Vororte der Stadt wie Peterhof, Kronstadt und Oranien. Neben den architektonischen Besonderheiten zeigt die Anlage aber auch das Leben der Bürger in dieser Zeit.

Man sieht, wie Schiffe gebaut wurden und vieles andere mehr. Und die Schiffe segeln alle! Auf echtem Wasser! 20.000 Liter davon stellen den St. Petersburger Fluss Neva und den Finnischen Meerbusen dar. Ein Wahnsinn!


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