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Lichter und Laternen auf der Anlage


Ein Zufalls-Fund


Der Park ist toll geworden. Ich stelle mir grad vor, wie die verliebten Preiserlein jetzt dort flanieren könnten. Aber ich habe weder Mond noch die von Gitte und Rex Gildo besungenen „Laternen“. Die Viessmann Laternen sind einfach viel zu teuer. Wenn man bedenkt, dass ich mal – grob überschlagen – 100 bis 120 Lampen auf der Anlage haben möchte, dann ist das mit Lampen, die 10 bis 15 € pro Stück kosten, einfach nicht machbar.

Durch Zufall entdecke ich bei Ebay, wenn auch keine Parklaternen, so doch 50 mm hohe Straßenlampen. Sie heißen LYM 36 und 10 Stück kosten einschließlich Porto für den Versand aus  China/Hong Kong/Taiwan 16,99 €. Auf dem Ebay-Foto sehen sie Lampen klasse aus und bei 16,99 € für 10 Stück kann man eigentlich nicht viel kaputt machen. Ich probier’s einfach.

Drei oder vier Wochen später sind die Lampen da. Zum Testen, wie sie wirken, habe ich eine der Lampen mal neben einer Birke in einen Styropor-Block gesteckt und zum Größenvergleich einen LKW daneben gestellt. Selbst unbeleuchtet sehen sie schon mal klasse aus.

 

Das ich bei der Fernbahnbrücke damals schon etliche (teure Viessmann)-Lampen geschrottet habe, bin ich jetzt vorsichtiger. In Ermangelung einer anderen Stromquelle schließe ich eine der Lampen (mit in Reihe geschalteten Vorwiderständen) und dem roten Draht als Anode an den Fahrstrom eines Fleischmann-Trafos an. Im Gegensatz zu einem LED-Vorwiderstandsrechner, der mir bei 15 V Betriebsspannung einen Vorwiderstand von 1 kΩ empfiehlt, habe ich den Eindruck, dass die Lampe ein viel wärmeres, eher an eine Gasfunzel erinnerndes Licht liefert, wenn der Vorwiderstand 3 kΩ beträgt.

Weitere Modellbahn-Lämpchen aus Fernost


Jetzt bin ich richtig auf den Geschmack gekommen. Neben den LYM36-Straßenlaternen gibt es beim gleichen Anbieter auch

und viele andere mehr. Ich schätze, das wird fortan mein Lampenlieferant.

Beleuchtung der Fernbahnbrücke (ein Test)


Natürlich bestelle ich für die Fernbahnbrücke sofort zwanzig von den  3 cm hohen LNH 03-Parklaternen (8 im Vorrat, falls was schief geht). Wieder 4 Wochen warten, aber jetzt sind sie da.

Ich habe es ja weiter vorne schon beschrieben, dass ich bei der Montage der Viessmann-Lämpchen damals an der Fernbahnbrücke bis auf 2 alle geschrottet habe. Um neue Lampen anbringen zu können, trage ich das Brücken-Bankett von damals und die „steinernen“ Lampen-Sockel bis auf die „Grundmauern“ ab. Für einen schnellen Test lege ich auf der vorderen Brückenseite als „Kabelkanal“ ein nach unten offenes Polystyrol-U-Profil. Darauf klebe ich als „Lampensockel-Ersatz“ sechs auf 8 mm abgelängte 8 x 8 mm-Polystyrol-Vierkantrohre.

Jedes Lämpchen jetzt noch mit einem 3kΩ-Vorwiderstand versehen und dann – Stoff!

Auch wenn der Straßenverkehr auf dem Halleschen und dem Tempelhofer Ufer sowie der Schiffsverkehr auf dem  Landwehrkanal wegen der wirr herumhängenden Kabel vorübergehend eingestellt werden musste, die Wirkung der beleuchteten Brücke haut mich um.

Anlagen-Beleuchtung


Beleuchtung des Meeresakrobaten-Parks


6 der vom Beleuchtungstest an der Fernbahnbrücke übrige Lampen verteile ich im Meeresakrobaten-Park. Ich finde, als Parklaternen haben die fernöstlichen 3 cm hohen Spur-Z-Lampen die optimale Größe.

Ich bin von der Wirkung der Laternen – auch im Meeresakrobaten-Park – mehr als begeistert. Endlich kann man auch am Abend noch sicher auf’s Klo-Häuschen. Drei Lampen bleiben als Ersatz übrig.

Jetzt muss ich nur noch die Beleuchtung an der Fernbahnbrücke richtig machen, ich meine – nicht wie beim Test mit Polystyrol-Profilen, sondern so richtig massiv aus Holz.

Beleuchtung der Fernbahn-Brücke


Wie schon erwähnt, sollten die Lampen auf den Begrenzungspfosten der Fernbahnbrücke entsprechend der Abbildung im Buch „Berlin Anhalter Bahnhof“ von Helmut Maier, Verlag Ästhetik und Kommunikation. ISBN 3-88245-108-4 (1984) etwa 17 bis 19 mm hoch sein. Selbst die winzigen Z-Lampen sind aber bereits 3 cm hoch. Da hilft es nur, wenn ich den untern Teil der Laternenpfähle irgendwie „verstecke“. Das geht am besten in den Begrenzungspfosten.

Das Brückengeländer erstelle ich aus einer 6*2-mm-Leiste, die Pfosten aus einem 8×8-mm-Vierkant, den ich auf 9 mm ablänge und mit einem 4-mm-Bohrer aufbohre.

Die Lampen werden dann einfach in die Bohrlöcher eingefädelt und der Bereich um die Lampenmasten mit hölzernen Rohrhälften verschlossen. Die Rohrhälften stelle ich so her, dass ich 4-mm-Rundmaterial mit einem 2,5-mm-Bohrer aufbohre und das Rohr dann der Länge nach mittig teile.

Die auf jeder Seite 12 Kabel (je zwei pro Lampe) verstecke ich unter der 15 x 1 mm-Leiste, unter der ich dadurch, dass ich links und rechts einen 1 x 1-mm-Vierkant untergeklebt habe, einen 13 x 1-mm-Hohlraum geschaffen habe.

Im Weiteren verlaufen die Kabel dann bis zu den  „Fußgängerunterführungen“, wo ich sie, da diese aus massivem Buchenholz sind, durch 4mm-Bohrungen bis unter die Anlage führen kann.

Für die Stromversorgung der Lampen habe ich mir ein Netzteil und eine entsprechende Einbaubuchse gekauft. Das Netzteil ist von Poppstar  und liefert bei einstellbaren 6, 7.5, 9 oder 12 Volt bis zu 5 Ampere Strom. Das reicht für mehr als weit, weit mehr als 100 Lampen!

Dass die Vorwiderstands-Rechner aus dem Internet (für mich!) nichts taugen, habe ich ja schon beschrieben. Ein solcher Rechner schlug mir bei 6 V Betriebsspannung einen Vorwiderstand von etwa 150 Ω vor. Das ist aber nichts. Mit 150  Ω  wirken die Lampen auf mich wie Flutlicht-Strahler.

Also habe ich auch jetzt wieder probiert du probiert und probiert: In Reihe immer einen Widerstand mehr dazugeschaltet. Ich brauchte (und jetzt haltet euch fest) 15! Widerstände, bis das Licht einigermaßen meinen  Geschmack traf. Also habe ich jetzt jede LED mit einem 2,2 kΩ-Vorwiderstand versehen und das sieht – nach meinem Empfinden – lichttechnisch einfach nur klasse aus.


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