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Dienst- und Versorgungswege / Testfahrten


Lackieren der Hochbahn-Brücke


Nachdem nun Längs- und Querträger eingebaut sind, kann ich mich mal dran wagen, die gesamte Hochbahnbrücke zu streichen, zunächst mit mit Shady Green und dann noch mit minimalen Spuren von Solo Goya Acrylic Grüne Erde, die ich äußerst vorsichtig mit einem breiten Kosmetik-Pinsel aufbringe. Mit dieser Methode wirkt das Ganze etwas stumpfer.

Natürlich deckt es beim ersten Mal noch nicht und ich muss auch noch mal mit von Acrylic Grüne Erde überstreichen, aber ich denke, das geht ganz gut.


Widerlager der Hochbahn-Brücke


In echt liegt jede Brücke auf Widerlagern. Meine Modell-Widerlager dienen allein optischen Gründen. Auf Rollen- und Festlager habe ich momentan verzichtet. Dreieckstäbe oder Rundmaterial kann ich aber auch später noch jederzeit unterschieben.


Dienst- und Versorgungswege auf der Trapez-Gitter-Brücke


Natürlich ist bei meiner Anlage alles demontierbar, doch bevor ich die Trapez-Kastenbrücke dauerhaft über den geraden Bereich der Hochbahn-Brücke stülpe und festkleben kann, fehlen noch die „Holzbohlen“ für die seitlichen Dienst- und Versorgungswege. 1 x 1 mm Buchenholzleisten (ich hätte auf jeder Seite 1250 Stück, in Summe also 2500 Holzbohlen gebraucht) waren mir dafür zu teuer, weswegen ich mir für 6€ (einschließlich Versand) über eBay bei der Einboeck OG ein Überraschungsset mit zehn Edelholz-Furnieren gekauft. Diese Furniere im DIN A 4-Format werden dort für Weihnachtsbasteleien angeboten. Mir soll’s recht sein.

Ein Eichenholz-Furnier macht mich besonders an. Wenn ich daraus mit dem Cuttermesser (quer zur Faser) einen 1,2 cm breiten und 36 cm langen Streifen ausschneide, dann sieht das so aus, als ob vorne an der Trapez-Gitterbrücke tatsächlich Holzbohlen nebeneinander lägen. An den Segmentübergängen überlappe ich die Streifen und schneide beide mit einem Schnitt mit dem Cuttermesser durch. So passen die Winkel perfekt zueinander. Natürlich kommen diese „Holzbohlen“ auch zwischen die Gleise und auf die andere Seite.

Während ich mich noch freue, ein kleiner Rückschlag: Leider wölbt sich das Furnier, nachdem ich es mit Holzleim eingestrichen habe, ganz enorm. Mal sehen, wie es aussieht, wenn die „Holzbohlen“ morgen getrocknet sind. Jetzt heißt es nur noch hoffen und Daumen drücken.

Das „Daumen drücken“ hat sich gelohnt. Für mich wirkt das schon fast so, als ob da wirklich Bohlen liegen würden. Wenn das nachher noch mit dunkelbrauner Lasur überstrichen wird, müsste das passen.


Dienst- und Versorgungswege auf dem Rest der Brücke


Als Basis für die Dienst- und Versorgungswege der restlichen Brücke klebe ich direkt auf die Hauptträger nach außen kragende 10x1mm Leisten.

Auf die 10 x 1 mm Leisten klebe ich dann (wie innerhalb der Trapez-Gitter-Brücke) ebenfalls Eichenholz-Furnier auf. Damit ist der oberer Bereich der Brücke (bis auf die Geländer und die Einschotterung) fertig.


Einschottern der Hochbahn-Brücke


Während seitlich die angeklebten „Holzbohlen“ trocknen, kann man dazwischen auch schon mal schottern. Wann ich einschottere, ist nämlich vergleichsweise egal. Zum Einschottern streue ich den Schotter vorsichtig und in sehr kleinen Portionen mittels eines Kaffeelöffels zwischen und neben die Schwellen und verteile sie dann mithilfe eines breiten, sehr weichen Flachpinsels. Fixiert wird der Schotter mit Heki Schotterkleber 1830. Der ist zwar nicht ganz billig, aber deutlich besser als jedes Pril-Leim-Wasser-Gemisch oder alles andere, was ich zuvor verwendet hatte.


Testfahrten


Testfahrten auf der Fernbahnstrecke


Derweil die Brücke trocknet, mache ich (einfach damit die Schienen und Fahrzeuge auch mal beansprucht werden und funktionsfähig bleiben) mit der V200 Testfahrten auf der Anlage. Leider sind mir Wagen und Lok links entgleist. Eigentlich kommt man da nicht hin. Aber die Bauweise der Anlage mit herausnehmbaren Segmenten erweist sich mal wieder als goldrichtig. Ich nehme die Teile heraus und finde sowohl Lok als auch Wagen.

Die Fahrten auf der Fernstrecke funktionieren, momentan allerdings nur mit der V200. Die andern Loks gehen extrem schwer.  Denen muss ich mich später noch mal widmen.


Testfahrten auf der Hochbahnbrücke


Die Testfahrten mit ET 177 oder V200 laufen besser als gedacht. Die Fahrzeuge ecken nirgends an und es gibt auch nirgendwo an den Gleisen einen Kurzschluss.

Endlich, nach zehn (?) vergeblichen Anläufen, liegt die befahrbare Hochbahn-Brücke nun so vor mir, wie ich sie mir immer vorgestellt habe. Sie ist zwar im Verhältnis etwas breiter als das Original, dennoch gibt sie – nach meinem Empfinden – die Situation am Landwehrkanal sehr gut wieder.


Stütz-Pfeiler


Was fehlt, sind nach wie vor die Stützpfeiler. Der Pfeiler an der Westseite der Trapezträgerbrücke orientiert sich stark am Original, das ich bei unserem Kurzurlaub in Berlin fotografiert. Da der Untergrund unterhalb des Pfeilers aber schief ist, muss der hinter Pfeiler fast 5 mm kürzer sein, was man auf der Anlage aber komischerweise nicht sieht. So ähnlich wie auf dem Bild rechts soll dann später der Pfeiler aussehen. Ich will versuchen, diesen aus 5-mm-Sperrholzplatten herauszufräsen.


Geländer


Die Farbe der Geländer


So, jetzt darf ich auch die Geländer machen! Die Hochbahn-Brücke ist etwa 1,25 m (rund 200 m) lang, ich brauche also 2,50 m Brückengeländer. Das Geländer 27245 von Faller scheint mit dazu das geeignetste zu sein. Das Geländer in einer Packung ist 97,3 cm lang und ist mit 5,93 € pro Packung im Modellbahnshop Lippe am billigsten. Also kaufe ich 3 Packungen.

Nach knapp einer Woche kommen die Teile von Modellbahn Lippe an. Ein kleiner Wermutstropfen: Die Brückengeländer sind „plastikgrau“. Sie müssen also noch schwarz angestrichen werden.

Leider haben wir im Ort keinen Modellbau-Laden, sodass ich das meiste im Internet kaufen muss. Aber 1,79 € für ein Döschen Revell E-Mail-Color „schwarz matt“ (8) plus 4,90€ der Versand sind mir einfach zu teuer.

Zum Glück sind diese Woche bei ALDI so eine Art „Künstler-Wochen“, wo es allerlei Farben gibt, u.a. auch „Artists Acrylics 4700 lampenschwarz“. Die Farbe eignet sich hervorragend für den Zweck, wenn man sie fast trocken aufträgt. Damit das gelingt, verstreiche ich 1 Tropfen (nicht mehr!) zunächst auf einem Gefrierbeutel aus PE und nehme dann von dort die Farbe auf. So haftet nur noch sehr, sehr wenig Farbe auf dem Pinsel. Damit bestreiche ich den Spritzling. Das klappt hervorragend.


Die Montage der Geländer


Da die Brücken-Elemente nur 102 mm lang sind, ist es zweckmäßig, diese vor dem Einkleben (am besten auf einer Glasplatte) aneinander zu kleben. So vermeidet man Knicke, die auf einer so langen Brücke einfach unschön aussehen.

Heute Nachmittag habe ich mich dran gewagt, die Geländer der Hochbahn-Brücke mehr oder weniger vertikal mit Holzleim in die Fahrbahnplatte einzuleimen. Fixieren kann man die Geländer schlecht. Ich kann nur hoffen, dass niemand drankommt, sodass es morgen auch noch vernünftig aussieht, wenn der Leim trocken ist.

2019-04-01_15-38-19

 


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