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Ahbf-2021-B-06 – Wie kaschiert man die Einfahrt zur rechten Wendeschleife?


Meine gesamte Anlage um den „Anhalter Bahnhof“ war von Anfang an so geplant, dass ich den Bereich zwischen Bahnhofsgebäude und den Brücken am Landwehrkanal darstellen wollte – mit Fahrbetrieb! Im Bild unten sieht man diesen Bereich im Rohbau:

Während links unten das (später mit einem Dach versehene) riesige Bahnhofsgebäude die Einfahrt zur nördlichen Wendeschleife kaschiert, muss ich mir rechts oberhalb der südlichen Wendeschleife (gelber Pfeil) noch was überlegen. Auf jeden Fall muss die Ecke im Notfall zugänglich sein, andererseits aber darf man die Gleise im Betrieb nicht sehen.

Ein Tunnel wäre die Lösung, aber mitten in meinem fiktiven Berlin kann ich kein Tunnelportal ähnlich dem des Simplon Nord-Tunnels setzen, obwohl ich diese  schräg versetzten Tunneleinfahrten liebe (siehe Gotthard Basistunnel bei Erstfeld).

Versetzte Tunneleinfahrten, das wäre aber schon was. Nur wie soll ich die machen? Wenn es bloß nicht schon so länge her wäre, aber irgendwie glaube ich mich daran zu erinnern, dass zwischen Cannstatt und Stuttgart – als ich in den Siebzigern des vergangenen Jahrhunderts in die Berufsschule fuhr – so etwas Ähnliches umgesetzt war. Ja genau! Im Stellwerk S in Herrenberg hat der Modellbaukönig Wolfgang Frey genau diese Situation nachgebildet.

Die Idee mit den versetzten Tunneleinfahrten lässt mich nicht mehr los. Etwas Ähnliches habe ich auch in einer alten MIBA gesehen. Und genau so mache ich es.

Diese Säulen lassen sich mithilfe von 6-mm-Buchenholzstäben leicht realisieren, kosten wenig und sie sehen – so zumindest mein Empfinden – klasse aus.

Damit man später die Kehrschleife in der Ecke nicht sehen kann, schließe ich den Bereich mit einer herausnehmbaren Platte und den Hintergrund mit einem Hartfaserstreifen, den ich an die ausgerundete Regal-Vorderkante anpasse ab.


Ideen zum runden Eck


Momentan wird die rechte Kehrschleife nur durch eine herausnehmbare Holzplatte verdeckt. Hier könnte man links oberhalb des Tunneleinfahrt mit der Säulengalerie vielleicht eine Straße aus dem Hintergrund kommen lassen.


Diese Straße könnte dann

  • An einem Bahnübergang über die Gleise der Hochbahn hinwegführen.
  • ansteigen und über die Gleise der Hochbahn hinwegführen.
  • Kurz vorm Gleis der Hochbahn eine Linkskurve machen und dann in der Hintergrundkulisse verschwinden
  • eine Sackgasse sein, weil’s wegen der Gleis der Hochbahn vorne einfach nicht mehr weitergeht.

Die Sache mit dem Bahnübergang halte ich inzwischen für eine Schnapsidee. Ich hatte einfach einen Bahnübergang mit Blinklichtern rumliegen und dachte, warum nicht? Antwort: Weil es dazu überhaupt keine Veranlassung gibt! Auch eine Brücke über die Gleise der Hochbahn ist – in meinen Augen – absolut unlogisch.

Und die Sache mit der Sackgasse? Ja das gibt’s, dass Straßen wegen Eisenbahnen enden müssen, aber doch nicht 50 m, nachdem sie aus einem Tunnel kommen. Da könnte man den Tunnel ja auch gleich „zuschütten“.

Bleibt schließlich nur noch die Version „Linkskurve“ übrig. Dafür müsste ich allerdings nicht nur links hinten eine Tunnelöffnung in die Kulisse machen, sondern auch noch eine vorne rechts. Das will mir aber so gar nicht gefallen. Dann die Idee: ich kann doch die rechts nach hinten führende Straße auch nur andeuten. Gesagt, getan. Mit Farbkopien und Material aus der Bastelkiste erzeuge ich die erste Illusion einer wegführenden, baumgesäumten Allee – und das, ohne ein Loch in die Kulisse machen zu müssen.

So weit meine Gedanken. Dennoch, ich will jetzt nichts übers Knie brechen. Schon oft habe ich (ich erinnere nur an die Hochbahn, die noch immer nicht fertig ist) herbe Rückschläge erlebt. Also lass ich die Idee erst mal liegen und lass Zeit drüber gehen. Wie heißt es so schön? Gut Ding, will Weile haben.

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