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Ahbf-2021-B-05 – Weiterbau am Bahnhofsgebäude


Das Tonnendach des Bahnhofsgebäudes


Zwar wurde das nichts mit meiner Brücke, aber nachdem ich  im Петровская Акватория in St. Petersburg die tollen Gebäudemodelle gesehen habe, habe ich jetzt richtig Lust, auch selbst ein entscheidendes Bauwerk (allerdings des 19. Jahrhunderts) zu bauen. Was der Antrieb ist? Keine Ahnung. Vielleicht liegt’s wirklich am Besuch in Russland, vielleicht liegt’s aber auch nur daran, dass ich aufgrund einer Änderung meines Arbeitsvertrags – bei gleicher Stundenzahl – jetzt nicht mehr 6 Tage in der Woche arbeiten muss, sondern nur noch 4 Tage und so zwei Tage zu Hause bin und Zeit für mein Hobby habe.

An meinem Bahnhofsgebäude habe ich schon Jahrelang nichts mehr gemacht. Der Winter kommt und das Gebäude braucht unbedingt ein Dach. Doch die Wölbung des Daches (ich möchte es freitragend und abnehmbar machen) bereitet mit Schwierigkeiten.

Welche Fläche (bzw. welche Breite) hat so ein Tonnendach, wenn das lichte Innenmaß zwischen meinen Bahnhofswänden 380 mm beträgt (entsprechend der lichten Weite, welche im Original 60,7 m) und das Bahnhofsgebäude an der höchsten Stelle 15 m (93 mm) höher ist als die Seitenwände?

Da hilft einem die Mathematik ein bisschen weiter. Mithilfe nachstehender Formel kann man, wenn die Sehnenlänge s eines Kreisbogens und dessen Scheitelhöhe h bekannt ist, die Breite b des Daches berechnen.

Im Original sind die Mauerkronen, auf deren Mitte die Dachkonstruktion aufliegt, 1,50 m dick. Das wären im Modell 9,4 mm. Da es mir aber zu doof ist, ein 10-mm-Sperrholz abzuhobeln, wähle ich 10 mm.

Laut der Formel für Bogen-Berechnungen an Kreisabschnitten

müsste die Bogenlänge, also die Breite der gewölbten Dachfläche, b = 447 mm sein..

Ich traue dem Frieden aber nicht so ganz, weil die Formel die Dicke des Flugzeugsperrholzes für das Dach ja nicht berücksichtigt. So habe ich mich mittels eines schmalen „Dachstreifens“ von 30 mm breite und zunächst 460 mm Länge sukzessive Millimeter für Millimeter heruntergearbeitet, den Probestreifen eingesetzt, gemessen, wieder abgefräst, eingesetzt und gemessen, bis ich schließlich die gewünschte Höhe von 93 mm erreichte.

Was mit dem „Teststreifen“ klappt, lässt sich dann auch mit dem mit dem 600 mm langen Dach gut umsetzen.

Ich finde, dass man bereits jetzt im Baustadium schon erkennen kann, was es mal werden soll. Ich jedenfalls bin sehr zufrieden.

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