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Planung der Hochbahnbrücke über den Landwehrkanal


Mit der Fernbahnbrücke, dem Bahnhofsgebäude, dem Gleisvorfeld und den beiden Häuserzeilen in der Möckernstraße sowie am Tempelhofer Ufer bin ich schon sehr zufrieden.

Was mir jedoch Kopfzerbrechen bereitet, ist neben der Trapezträger-Brücke, die nicht nur den Landwehrkanal und die beiden Straßen (Hallesches und Tempelhofer Ufer) sondern auch die 4 Fernbahngleise in einem Winkel von etwa 45° überqueren soll, auch der daran anschließende weitere Verlauf der Hochbahn.

Warum ist das so kompliziert? Dazu betrachten wir uns erst mal den Verlauf der gesamten Hochbahnstrecke:

Östlich der Fernbahn (zwischen dem Halleschen Ufer im Norden und dem Landwehrkanal im Süden) verläuft sie, auf mehreren Pfeilern gestützt, bis hin zur Möckernstraße hin als Trägerbrücke, und das oberhalb eines Platzes, der kaum größer ist, als die Fahrbahntrasse der Brücke selbst. Viel Platz für Pfeiler bleibt da nicht, schließlich sollen diese weder im Wasser noch auf einer der Straßen zu stehen kommen. Schlussendlich muss der östlich des Landwehrkanals verlaufende Teil der Hochbahnbrücke (bevor die nur 65 cm tiefe Anlage hinten endet) noch „die Kurve kriegen“.

Ähnliches gilt für den Hochbahnbereich, der  im Westen (also vorne) an die Trapezträger-Brücke anschließt. Auch hier darf kein Pfeiler im Wasser oder auf der Straße stehen. Auch hier muss die Hochbahn (wie auch auf der Ostseite der Fernbahn) einen starken Linksbogen bewältigen, sodass sie an der vorderen Anlagenkante entlang südwärts verlaufen und  irgendwo im Eckschrank verschwinden kann.

Den kompletten Hochbahnverlauf also präzise einzupassen, wird angesichts der beengten Platzverhältnisse auf meiner Anlage eine Herausforderung.


Vorversuche


In einem ersten Ansatz versuche ich mir mithilfe eines s-förmig ausgesägten Streifens einer Hartfaserplatte und auf Pappe-Stückchen gezeichnete Stützen einen ungefähren Eindruck von der Hochbahnbrücke zu verschaffen.


Kritische Betrachtungen


Bei näherer Betrachtung fällt Folgendes auf:

Während die Trapezträger-Brücke im Original mit 72 m (45 cm) Länge und 8,4 m (5,3 cm) Breite sehr schlank ausfällt, ist mein Modell – bedingt durch die nur 65 cm tiefe Anlage und die damit verbunden engen Kreisbögen  – gerade mal 26 cm lang und damit vergleichsweise kurz. Dazu kommt, dass – bedingt durch den bei Modellbahnen üblichen engen Radien ein Gleisabstand von 33,6 mm erforderlich ist. Dadurch wird meine Brücke viel, viel breiter, nämlich 8 cm (oder umgerechnet 12,8 m).

Nicht nur die Breite stört mich, sondern auch die Höhe. Die Brücke auf meiner Anlage liegt viel zu hoch. Ein Vergleich mit dem Original zeigt, dass der Gesamteindruck der (auf der Modellbahn)  kurzen und breiten Brücke einfach nicht stimmt. Das tut in den Augen richtig weh!

An all das habe ich damals, als ich mit dem Gleisvorfeld begann, überhaupt noch nicht gedacht. Jetzt kann ich nicht mehr zurück.

Aufgabe ist es  also, einen Kompromiss zu finden, der den Gesamteindruck der Brückenanordnung am Landwehrkanal möglichst genau wiedergibt und dabei die Gegebenheiten einer Modellbahn im Allgemeinen und die Platzverhältnisse auf meiner Anlage im Besonderen, berücksichtigt Aber wie sagt man doch so schön? Kommt Zeit, kommt Rat.


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