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Die Landwehrkanal-Fernbahnbrücke im Modell


Fahren kann ich ja schon, aber ich habe immer noch keine Ahnung, wie ich den Brückenbogen direkt überm Kanal herstellen soll.

Zunächst habe ich versucht, den mittleren Brückenteil mittels Messingprofilen zu löten. Aber ohne großen Erfolg! Hatte ich versucht, an einer Stelle etwas zu löten, ging seitlich davon die frühere Lötung wieder auf, und das, obwohl ich die erste Lötstelle zwecks Kühlung mit nassen Tempo-Taschentüchern umwickelt habe.

Die Messingprofile mit Sekundenkleber zusammenzufügen brachte auch nicht den gewünschten Erfolg. Das geht also nicht! Ich muss das irgendwie anders machen.

Als Kind eines Schreiners habe ich schon immer Holz bevorzugt und die Fußgänger-Unterführungen aus Buchenholz sehen doch jetzt schon ganz gut aus. Warum also die Brücke nicht aus Holz fertigen, aus 1 mm-Flugzeugsperrholz. Die Idee kam mir, weil ich Internet jemanden gefunden habe, der Flugzeugsperrholz lasern kann – zu einem Schweine-Preis zwar, aber immerhin eine Option. Nur so – bilde ich mir ein – kann ich die Brückenbogen exakt maßstäblich, d.h. exakt 120 mm lang machen. Würde das funktionieren, käme ich dem Vorbild in einer Weise nahe, wie ich es sonst nicht erreichen kann. Nur, ob das das gewünschte Resultat bringt? Das wird sich zeigen. Neugierig schickte ich meine Zeichnungen fort.

Mein diesjähriges Weihnachtsgeschenk habe ich mir also selbst gemacht. Exorbitant teure Brückenteile.

Wenige Tage vor Weihnachten kommen sie. Sie sehen zwar nicht so detailgetreu aus, wie die Plastik-Modell-Brücken, aber sie sind genau so, wie ich mir meine Brücken über den Landwehrkanal vorgestellt habe. Natürlich bin ich noch am gleichen Tag drangegangen, die Teile mit Holzleim zusammenzukleben und zu lackieren.

Nach meinem Empfinden stimmen auch die Proportionen hervorragend, aber noch ist die Brücke nicht fertig. Wenn man die Zeichnung oben links genaue ansieht, dann stehen dort auf der Brücke neben den Gleisen auf Steinsockeln relativ niedrige Laternen, geschätzt vielleicht 2,7 m bis 3 Meter hoch, was im Modell zwischen 17 und 19 mm liegt.

Nach meinem Empfinden stimmen auch die Proportionen hervorragend, aber noch ist die Brücke nicht fertig. Wenn man die Zeichnung oben links genaue ansieht, dann stehen dort auf der Brücke neben den Gleisen auf Steinsockeln relativ niedrige Laternen, geschätzt vielleicht 2,7 m bis 3 Meter hoch, was im Modell zwischen 17 und 19 mm liegt.

So niedrige Laternen gibt es aber nicht im Zubehörhandel. Zumindest habe ich keine gefunden. Also entscheide ich mich für Spur Z-Laternen von Viessmann (Artikelbezeichnung 7170). Mit 11,10 € gehen die aber ganz schön ins Geld, wenn man bedenkt, dass allein auf der Brücke 12 Laternen platziert, werden müssen. 133 € allein für die Lämpchen – dazu noch Porto! Bei aller Liebe, aber das ist mir dann auf Dauer doch zu viel.

Ein weiterer Nachteil: Auch diese (vom Preis her) „Millionärs-Laternen“ sind viel zu hoch. Um annähernd eine Ähnlichkeit mit dem Original herzustellen, müsste ich die „Steinsockel“ aufbohren und Masten und Laternenfuß darin irgendwie versenken.

Trotz aller Bedenken habe ich die 150 € dann doch in die Hand genommen (ich komm mir dabei vor wie ein Verbrecher, der etwas Unanständiges tut) und die Lämpchen gekauft. Doch 5 davon habe ich bereits bei den Einbauversuchen geschrottet. Die Lämpchen sind so ein Futzel-Zeug. Und einmal verpolt oder den Vorwiderstand vergessen patsch! Bei aller Liebe, so kann das nicht weiter gehen. Das Projekt „Anhalter Bahnhof“ muss mal wieder mal liegen bleiben.

Natürlich bin ich noch weit entfernt von einer Anlage, aber in meinen Träumen konnte ich mir den Verkehr auf der Fernbahn-Brücke schon so richtig vorstellen. Nach meinem Empfinden stimmen auch die Proportionen hervorragend. Der Doppeldecker-Bus passt auch unter der Brücke hindurch und der ausschließlich mit angemaltem Krepp-Papier hergestellte Landwehrkanal macht was her.

Die Laternen sind zwar da, wegen des hohen Preises und auch weil der gelaserte Brückenbogen recht teuer war, traue ich mich noch nicht, die Laternen zu platzieren. Zu groß ist meine Angst, dass ich etwas kaputt mache.


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