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Erste Vorversuche


Im Gleisvorfeld


Zum ersten Mal habe ich meinen „Anhalter Bahnhof“, d.h., das was es bisher von ihm gibt, im Keller aufgebaut. Es ist gewissermaßen eine Premiere, denn endlich kann ich Züge fahren lassen. Etwa 1 Meter in das Bahnhofsgebäude hinein- und wieder heraus.

Ziel ist es aber, die Anlage so zu gestalten, dass ich mit allen nur denkbaren Kehrschleifen im Untergrund, einen „Kreis“ schaffe, auf dem die Züge ihre Runden drehen können.


Im Untergrund


Um die Fahrsituation (vor allem im Untergrund) zu testen, habe ich völlig getrennt vom Bahnhofsvorfeld, das ich (wie so oft schon) einfach mal wieder zur Seite stellte, im Keller unzählige Streckenverläufe zusammengesteckt, verlegt, getestet und dann wieder abgerissen.

Was auf dem Papier toll aussieht, lässt sich in der Realität nämlich einfach nicht befahren. Die Idee mit den maximal 2% Steigung kann man knicken! Folglich scheiterten etliche Fahrversuche immer daran, dass die Räder der Loks, wenn mal 6 Drehgestellwagen angekoppelt waren, in den Steigungen einfach durchdrehten. Sichere Fahrt mit bis zu sechs Wagen ist mein Ziel. Längere Züge sehen auf der vergleichsweise kleinen Anlage meiner Ansicht nach nicht gut aus.


Der finale Gleisplan


Nach unzähligen Test stellte sich schließlich der im Bild rechts unten dargestellte Gleisplan als der geeignetste heraus. Sowohl ein 710 mm langer Zug aus preußischer P8 mit 5 vierachsigen preußischen Abteilwagen als auch ein 840 mm langer Zug aus stromlinienverkleideter 01 mit 5 Schürzenwagen befährt die Strecke (auch im Dauerbetrieb) sicher. Selbst der im Bahnhofsgebäude erforderliche Gleiswechsel von Gleis 3 auf Gleis 2 wird problemlos gemeistert.

Ganz offensichtlich habe ich mein Ziel erreicht. An keiner Stelle beträgt die Steigung mehr als 2% und dort, wo’s runter geht, kann ich mit 3% Gefälle sehr gut leben.

Zum besseren Verständnis will ich den Gleisplan erklären:

Die geplante Anlage gliedert sich in 4 Bereiche:

  • Die Fernbahn (im sichtbaren Bereich grün und rot, im Untergrund schwarz dargestellt)
  • Eine Strecke für Pendelzug-Verkehr im westlichen Bahnhofsbereich (vorne blau dargestellt)
  • Eine Strecke für Pendelzug-Verkehr im östlichen Bahnhofsbereich (hinten blau dargestellt)
  • Eine alles überspannende Hochbahnstrecke (im Bild nicht dargestellt)

Fernbahnzüge


Die Fernbahn ist eine als sogenannter „Hundeknochen“ ausgeführte Ringstrecke.

Die Züge verlassen die Bahnsteighalle des Anhalter Bahnhofs auf dem im Bild grün dargestellten Gelis 1 Richtung Landwehrkanal, überqueren diesen und verschwinden in der ausgeklügelten (im Bild schwarz gekennzeichneten) Kehrschleife rechts im Eckschrank,

Nach einiger Zeit kommen sie auf dem rot eingezeichneten, östlichen Gleis der Fernbahnbrücke wieder ans Licht und fahren Richtung Anhalter Bahnhofs-Gebäude.

Nach dem Stop im Anhalter Bahnhof verlassen die Züge diesen über den Gleiswechsel auf dem roten Gleis in Richtung der langgestreckten Kehrschleife im linken Anlagenbereich.

Die gesamte Fahrstrecke der Fernbahn ist etwa 8,3 m lang, was im Großen knapp 1,33 km entspricht. Wenn man nicht gar zu schnell fährt und zwischendurch auch noch Halts einplant, dauert eine „Umrundung“ etwa 1 Minute oder mehr. Wenn ich die Rundstrecke jetzt noch in mehrere Blockabschnitte aufteile, kann ich nacheinander 3, 4 oder gar 5 Züge fahren lassen (leider habe ich im Untergrund keinen Platz für einen Schattenbahnhof oder Überholungen). Aus diesem Grund tauchen Züge, welche die Rundstrecke befahren, in immer derselben Reihenfolge auf.

Um von diesem Nachteil abzulenken, sollen aber durch andere Züge fahren und zwar auf den blau eingezeichneten Gleisen.

Ziel ist es aber, die Anlage so zu gestalten, dass ich mit allen nur denkbaren Kehrschleifen im Untergrund, einen „Kreis“ schaffe, auf dem die Züge ihre Runden drehen können.


Züge im Pendelverkehr


Die blau eingezeichneten Gleise im westliche und östlichen Bereich habe ich für solche Züge vorgesehen, die im Pendelverkehr fahren und nicht gewendet werden müssen. Solche Züge sind u. a. Schnelltriebwagen (z.B. der Fliegende Hamburger oder solche der „Bauart Köln“ o.Ä.).

Weiter sollen auf den blauen gleisen Züge zu stehen kommen, welche wegen der engen Radien nicht auf die Fernbahnstrecke und aber aufgrund ihrer Bauart nicht für den Pendelzugverkehr eingesetzt werden können. Ein solcher Zug ist beispielsweise der Hentschel-Wegmann-Zug von Arnold, der einfach ein Muss ist am „Anhalter Bahnhof“.


Züge auf der Hochbahn


Schlussendlich wird das Ganze noch von einer Hochbahn überquert, die ich ebenfalls im Pendelverkehr einsetzen will. Für Abwechslung ist also durchaus gesorgt.


Hallesches Ufer, Tempelhofer Ufer und Landwehrkanal


Dadurch, dass die Bahnhofsgleise rund 15 cm über dem Grundbrett liegen, habe ich für die später noch festzulegenden Verläufe des Landwehrkanals sowie des Halleschen und des Tempelhofer Ufers noch genügend Platz.


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