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Anhalter Bahnhof neu 2023 – 4-07-02

Testfahrten meiner Loks


Erst wenn die Loks in der Test-Acht einen Dauerbetrieb von über 30 Minuten ohne Entgleisen und ohne Stocken überstanden haben, dürfen sie auf die „große Anlage“. Ich will – auch wenn ich Landschaftsteile an allen neuralgischen Punkten abnehmen kann – auf alle Fälle vermeiden, dass eine Lok irgendwo „im Untergrund“ stehen bleibt.

Meine Meinung zu Modellbahnausstellungen allgemein und der in Eresing im besonderen


Modellbahnbau ist nicht immer nur Bauen, mitunter muss man auch eine Modellbahnausstellung besuchen. Vielleicht findet man dort ja die eine oder andere Anregung und vielleicht sogar ein Schnäppchen.

Dazu muss ich sagen, dass mir die großen Modellbahnausstellungen und Flohmärkte nicht so liegen. Erstens beträgt die Anfahrt oft hunderte von Kilometern und zweites sind die dortigen professionellen „Flohmarkt-Anbieter“ aus meiner Sicht häufig keine Hobby-Kollegen mehr, sondern geldgierige Halsabschneider. Nicht so bei uns auf dem Land. Hier kann man manchmal echt ein Schnäppchen erwerben.

Heute ist eine kleine, aber feine Modellbahnausstellung in Eresing, einem 1800-Einwohner-Ort etwa 6 Kilometer nordwestlich des Ammersees. Man sieht dort nicht nur die Schätze aufrichtiger Modellbauer, die wahrlich mit dem Herzen dabei sind, nein, man findet auch einen (von der Auswahl her zugegebenermaßen sehr beschränkten) Flohmarkt, bei dem man aber manchmal echt, das große Los ziehen kann. So wie ich heute.

Den Fleischmann Piccolo „Preußischer Personenzug“ 7890 in Original-Verpackung für sage und scheibe 90 €, da kann einer, der den Anhalter Bahnhof baut, nun wirklich nicht mehr dran vorbeigehen. Okay, der linke Puffer an der Lok vorne ist abgebrochen, aber er ist in der Schachtel! Der lässt sich mit Sekundenkleber sicher wieder ankleben.

Natürlich mache ich zu Hause auch gleich meine Testfahrten. Das Ergebnis:

  • Der Zug läuft noch nicht ganz rund.
  • Im Innenkreis der „Marktplatz-Ecke“ , genau bei 45°, entgleist regelmäßig das Vorlauf-Drehgestell der Lok – und zwar nach außen.
  • Vorne, direkt unter der Mitte des Bahnhofsgebäudes, kuppelt die Lok, wenn der dreiachsige braune Wagen direkt an der Lok ist, ab.

Die Probleme sind aber schnell gelöst.

  • Etwas Öl bewirkt Wunder.
  • Die äußere Schiene meines Testkreises war dadurch, dass das Gleis fest auf das Tras-senbrett geklebt hatte, etwa ½ mm zu tief. Ich habe die Schiene mit dem Cuttermesser gelöst, wodurch sie (wegen der Verspannungen?) gleich nach oben sprang. In dieses Position habe ich sie mit Holzleim festgeklebt. Danach waren die Testfahrten erfolgreich!
  • Wenn man den ersten Wagen umdreht, besteht dieses Problem nicht mehr.

Testfahrten auf dem Regal


Meine bisherigen Testkreis sind zwar gut geeignet, um Loks zu testen, zum Test von Zügen sind sie aber nicht geeignet, Um mehrere Wagen anzukuppeln, sind die Fahrstrecken einfach zu kurz.

Deshalb kam mir heute die Idee, auf dem Regalbrett über der Anlage auch noch eine Teststrecke aufzubauen. Das Brett ist 30 cm breit, ein R1-Kreis hat einen Außendurchmesser von 2*194,2mm + 27 mm (nach Lichtraumprofil nach NEM 102/202) ≈ 42 cm. Lang ist das Brett über 1,8 m. Da könnte man gut eine Runde fahren.

Die Kehrschleifen lassen sich aus dem 8-mm-Pappelsperrholz (wenn auch mit viel Verschnitt) gut sägen und die 18 mm breiten Absturzsicherungen aus 2-mm-Graupappe sind auch schnell angeklebt.


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VOM VERSUCH, DEN ANHALTER BAHNHOF IN SPUR N ZU BAUEN