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Anhalter Bahnhof neu 2023 – 4-06-01

Das Bahnhofsgebäude


Abriss und Neuausrichtung


Wie inzwischen bekannt sein dürfte, habe ich das Gebäude meines Anhalter Bahnhofs komplett selbstentworfen und gebaut. So habe ich seinerzeit mit dem Südportal angefangen, dies fertiggestellt und relativ zur Gleisebene senkrecht auf die Anlage geklebt. Später kam dann die Westfassade hinzu. Auch diese wurde relativ zur Gleisebene und auch relativ zur Südfassade jeweils rechtwinklig ausgerichtet und angeklebt.

Was ich dabei nie bedachte, ist die Tatsache, dass Anschlagwinkel niemals einen Winkel von 90,0° aufweisen. Schon eine minimale Winkelabweichung von gerade mal 0,5° verursacht bei einem 450 mm breiten und 250 mm hohen Gebäude Maßabweichungen von 4 mm in der Horizontalen und mehr als 2 mm in der Vertikalen.

Dies habe ich auch bei meiner 125 cm langen Hochbahnbrücke (deren Baubeginn zeitgleich erfolgte) gesehen. Da hatte ich bei 1° Winkelabweichung in den Brückenwiderlagern ja auch 2 cm Versatz! Und was heißt das nun konkret für das Bahnhofsgebäude? Ganz schlicht und einfach: Das bisherige Gebäude ist Murks!

Ein – wie geplant – bewegliches und abnehmbares Dach ist aber nur dann realisierbar, wenn sämtliche Mauerkronen absolut in einer Ebene liegen und nicht an manchen Ecken 1 oder 2 mm drüber oder drunter. Als Konsequenz bleibt nur eines übrig, nämlich den Abriss und die komplette Neuausrichtung des Gebäudes. Das hört sich dramatischer an, als es in Wirklichkeit ist, denn Ponal-Verklebungen lassen sich, wenn man sie genügend lang feucht macht, leicht lösen.

Neuausrichtung


Damit mir später auch das Bahnhofsgebäude nicht wieder krumm und schief da steht, habe ich mich daran erinnert, dass es bei einem Rechteck nichts Genaueres gibt, als das Ausmessen seiner Diagonalen. Ich mache also einen rechteckigen Innenkasten, der so in die Bahnhofshalle passt, sodass ich deren Wände an der „Innenkasten-Hilfskonstruktion“ ausrichten kann.

Die Bahnhofshalle hat eine lichte Weite von 383 mm. Also muss meine Kiste außen auch 383 mm breit sein. Wenn ich die Längsbretter der Kiste nun 485 mm lang mache, dann ist der Innenkasten exakt rechtwinklig, wenn die Diagonalen laut Pythagoras exakt

groß sind. Genauer bekommt man das mit keinem Winkelmesser hin. 1 mm Maßabweichung würden dabei noch nicht mal 0,1° ausmachen!

Der „Zentrierkasten“ für das neue Bahnhofsgebäude


Ich habe heute die Bretter für den Aufbau eines „Bahnhofsgebäude-Zentrierkastens“ gekauft. An diesem Hilfskasten lässt sich dann auch die Lager der Mauerkronen optimal ausrichten.

Da die Mauerkrone des Bahnhofsgebäudes jetzt  absolut „im Wasser“ liegt, sieht man erst, wie „unsauber“ ich bisher bei den Wänden gearbeitet hatte und dass die Ostwand des Bahnhofsgebäudes (wenn man sie direkt auf den Untergrund aufstellt) am Nordende etwa 5 mm zu hoch wäre. Kein Wunder, dass da mein bisher provisorisch aufgelegtes Tonnendach immer gekippelt hat. Also muss ich das Fundament der Ostwand am Nordende noch um eben diese 5 mm abarbeiten.

Verstärken der westlichen Seitenwand auf die entsprechende Dicke


Von Haus aus bestehen dei Seitenwände meines Bahnhofsgebäudes aus einer je 3 mm starken Innen- und Außen-Fassade. Die 1,5 m Wanddicke (im Modell 9 mm) erhalte ich, indem ich um die Fensteröffnungen jeweils 3 mm starke, gelaserte Laibungen einklebe, die 2,50 m (15 mm) Dicke im Bereich der Dachbinder dadurch, dass ich dort innen und außen noch je 3 mm dicke „Mauerverstärkungen“ aufklebe (grüne Pfeile).


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VOM VERSUCH, DEN ANHALTER BAHNHOF IN SPUR N ZU BAUEN