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Anhalter Bahnhof neu 2023 – 3-07-01


 Die Pfeiler der Hochbahnbrücke – Teil 1


Ich hab vor, die Pfeiler lasern zu lassen


Jetzt, wo die Hochbahnbrücke fertig ist, die Straßen und der Marktplatz könnte ich mich eigentlich daran wagen, die Anlage weiter auszuschmücken. Ermuntert durch die positiven Erfahrungen, die das Lasern des großen Bahnhofsgebäudes mit sich brachte, möchte ich auch die Pfeiler der Hochbahnbrücke lasern lassen.

Bei meinem neuen Anbieter von Laser-Arbeiten in Augsburg, sagt man mir, dass sie zum Lasern Zeichnungen benötigt werden, die man beispielsweise mit Adobe Illustrator machen kann. Ich habe da eine englische Version, die ich aber nicht beherrsche. Aber ich habe auf einem uralten Laptop (mit Windows 7) noch ein deutsches Corel Draw, das ich aus dem Eff Eff kann, und das Schönste dabei: Man kann die Corel-Draw-Dateien mit der englischen Version von Adobe Illustrator in eine ai-Datei konvertieren.

Abmessungs-Dummys


Insgesamt wird meine Brücke von 6 Pfeiler-Paaren gestützt. Doch bevor ich mich überhaupt an die Zeichnungen wagen kann,  muss ich die Abmessungen der einzelnen Pfeiler kennen. Es versteht sich von selbst, dass diese bei meiner individuell gefertigten Hochbahn-Brücke und dem komplizierten Gelände unter der Brücke nicht einheitlich sein können. Jeder einzelne Pfeiler sieht anders aus, jeder einzelne Pfeiler hat eine eigene Breite und eine eigene Höhe, die links und rechts sogar noch unterschiedlich ist. Dabei soll jeder Pfeiler aber in etwa so aussehen wie jene Pfeiler, die ich bei unserem Besuch in Berlin gesehen habe.

Die richtige Höhe der Pfeiler zu messen ist gar nicht so leicht, weil man mit dem Maßband oder einer Schieblehre einfach nicht richtig hinkommt. Ich behelfe mir deswegen so, dass ich mir mit zwei übereinanderliegenden, mit Kleber versehenen Pappestreifen eine Art Innenmaß-Messchieber herstelle. Diese Pappestreifen schiebe die so lange tangential aneinander vorbei, bis sie unten die Landschaft und oben die Brücken-Unterseite gerade so berühren. In dieser Position werden sie bis zum Abbinden des Leims mit Wäscheklammern zusammengehalten.

Mit dieser Methode erhalte ich die Höhe jedes einzelnen der 12 Pfeiler der insgesamt 6 Stützen. Für die hohen Pfeiler vorne (immerhin 80 mm, umgerechnet knapp 13 m hoch) mache ich Stäbchen-Rahmen. Zugesägte Rechtecke sorgen dafür, dass die Stützen im Winkel stehen.

Im Bereich, der dem Betrachter abgewandt ist, sind die Pfeiler erheblich niedriger.

Sind Höhe und Breite der Stützen er-mittelt, kann ich mich ans Zeichnen wagen. Für jeden einzelnen Pfeiler erstelle ich daraufhin in Co-rel Draw individuell eine Zeichnung. Das dauert Tage! Es ist nämlich ganz schön tricky, vor allem deshalb, weil ich die Funktionen einfach nicht mehr aus dem Effeff beherrsche. Trotzdem sieht aber so aus, als ob ich mit dem alten Rechner und Corel Draw die Brückenteile zeichnen kann.

Da ich mit dem Augsburger Laser-Anbieter noch keine Erfahrung habe, schicke ich eine erste  Probezeichnung. Das ist für mich so aufregend, dass ich mir sogar noch den Namen der Zeichnung merke. Sie heißt „H-Traeger-Ricks.ai“.

Nach 3 Tagen der Anruf:

„Die Pfeiler kann man so, wie Sie ihn gezeichnet haben, ohne Probleme gelasert werden. Beim Lasern aus Sperrholz ist es aber zweckmäßiger, wenn Sie die Zeichnungen auf einer Fläche von 50 x 25 cm verteilen. So groß sind nämlich die 1mm-Platten, die uns zum Lasern vorliegen.“


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