Homepage / Suche / Gästebuch / Impressum

Anhalter Bahnhof neu 2023 – 2-08-04

Die Hochbahnbrücke am Landwehrkanal – 5. Versuch


Die Übergänge an den Widerlagern


Am nördlichen Übergang der Hochbahnbrücke hin zur S-Bahn-Station habe ich (trotz größter Bemühungen) immer einen vertikalen Knick. Jetzt erst erkenne ich, woran es immer gehapert hat: Ich habe das Gefälle der Möckernstraße hin zum Brückenwiderlager offenbar die ganze Zeit vollkommen übersehen. Die Straße fällt – wie die Wasserwaage zeigt – auf 21.6 cm Länge 1,6 cm ab. Das sind 7,4%!!! Ganz schön steil, die Straße!

Morgen muss ich dann das Niveau der 6 mm dicken Gleistrasse der S-Bahn entlang der unteren roten Linie absägen. Am äußersten rechten Rand der Rückwand muss dann die hintere Wand des Brückenauflagers hin.

Anstelle eines in der Länge variablen Minitrix-Variogleises, das ich früher immer benutzt habe, gehe ich jetzt einen anderen Weg.

An der Stelle, wo zwei Gleisenden zusammentreffen, trenne ich an den Enden mithilfe eine Cuttermessers jeweils 2 Schwellen weg und schiebe dort die etwa 10 mm langen Minitrix-Schienenverbinder auf das schwellenlose Ende. Sollen die Gleise verbunden werden, werden diese Schienenverbinder dann einfach um 5 mm Richtung des anderen Gleises verschoben. Dass an der Übergangsstelle 4 Schwellen fehlen, stört mich nicht, da sich die Verbindungsstelle kaum einsehbar hinter meiner Regalstütze befindet.

Damit die Gleise oberhalb der Brücken-Widerlager auch wirklich keinen Knick aufweisen können, werden die Brücken-Enden – wie beim Zollstock-Urmuster der Brücke – sowohl horizontal als auch vertikal in 150 mm langen Nuten geführt.

Während der Überhang zum-S-Bahnhof Möckernbrücke recht einfach ist, gestaltet sich der Übergang zum S-Bahnhof am Marktplatz als recht aufwändig. Das liegt vor allem daran, dass dort – genau unter dem Brücken-Widerlager die südliche Kehrschleife verläuft und demzufolge dieses Widerlager herausnehmbar ausgeführt werden muss.

Als erstes baue ich mittels vier Gelände-Spanten und einer entlang des Bürgersteigs verlaufenden, gebogenen Stützmauer eine Art hohlen Rahmen (man könnte auch sagen, eine Art „Schacht“), der fest mit der Anlage verbunden bleibt. In diesen Schacht kommt dann ein viereckiger, herausnehmbarer „Käfig“ (Pfeil), der seinerseits später das südliche Brückenwiderlager aufnimmt.

Durch die Gestaltung der beiden Übergänge sind sowohl Flucht als auch Höhengenauigkeit der Hochbahn-Brücke jetzt endlich gewährleistet – und das Beste: Die Brücke ist, wenn man die Schienenverbinder abstreift, bei Bedarf zusätzlich nach oben herausnehmbar.

Resümee zum 5. Versuch, die Hochbahnbrücke zu bauen


Wenn ich den Verlauf der Hochbahnbrücke jetzt so betrachte, versteh ich nicht, warum ich Jahre brauchte, bis ich diesen so hab realisieren könnten. Ich bin heute noch dankbar, dass ich damals auf der Messe den Zollstock bekommen habe. Ohne diesen wäre ich nie auf die Idee des (in dem Widerlagern geführten) „Polygonzugs“ gekommen. In der Folge gilt es nun, die Hochbahnbrücke zu detaillieren.


Sämtliche Seiten sind einzelnen Tableaus mit jeweils 12 Kapiteln zugeordnet.
Die gelbe Markierung  unten zeigt an, zu welchem Tableau die momentan geöffnete Seite gehört.
Zur vorherigen/nächsten Seite kommen Sie, wenn Sie in der folgenden Zeile den nach links/rechts zeigenden Text oder Pfeil anklicken.

2-08-03 2-08-05
Tab.1 Tab. 2 Tab. 3 Tab. 4 Tab. 5 Tab.6 Tab. 7 Tab. 8 Tab. 9 Tab.10
VOM VERSUCH, DEN ANHALTER BAHNHOF IN SPUR N ZU BAUEN