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Anhalter Bahnhof neu 2023 – 2-07-01


Was machen denn die Berliner Modellbahn-Bauer so?


Wenn man schon den Anhalter Bahnhof baut, dann sollte man den Bahnhof – bzw. das was von ihm übrig ist – auch mal live sehen. Zudem soll es im dortigen Technik-Museum eine HO-Anlage des Anhalter Bahnhofs geben. Das interessiert mich natürlich gewaltig, wie die dortigen Modellbauer die Detaillierung am Bahnhofsgebäude und an den Brücken über dem Landwehrkanal gelöst haben.

Unsere Sommer-Kurzreise geht dieses Jahr also nach Berlin.

Das Technik-Museum Berlin


Nachmittags sind wir mit der Bahn in Berlin angekommen. Im Hotel kann man auch noch abends einchecken, so dass wir bis dahin noch 4 Stunden Zeit haben, die wir sinnvoll nutzen können. Meine Frau geht – weil sie es noch nie gesehen hat ins KaDeWe, ich dagegen gehe direkt ins Technik-Museum. Dort gilt mein Besuch natürlich in erster Linie dem Anhalter Bahnhof. Alles andere (was sicher auch sehr interessant ist) ist mir relativ egal.

Den Bereich „Anhalter Bahnhof“ betritt man durch das (noch im Original) erhaltene Fürstenportal. Dieser Eingang be-fand sich auf der Mitte der westlichen Hallenlängswand und bot „höchsten und allerhöchsten Herrschaften“ (wie man sie damals nannte) abgeschottet vom „gemeinen Volk“ den ungestörten Zugang zu den Gleisen.

Links vorm Fürstenportal sieht man eine etwas mehr als 1 Meter breite und 37 cm hohe Brüstungs-Reliefplatte mit dem Wappen der Berlin Anhaltischen Bahngesellschaft. Ob und wo die seinerzeit am Anhalter Bahnhof angebracht war, konnte ich nicht herausfinden.

„Nacht“ und „Tag“


Auf dem Weg zur H0-Anlage kommt man an den übermannsgroßen Figuren „Nacht“ und „Tag“ vorbei. Die Figuren, die den auf der Zeit darstellen sollen (was beim Reisen ja nicht unerheblich ist), wurden von Ludwig Brunow geschaffen und in der Augsburger Fa. Ludwig August Riedinger (heute MAN) gegossen. Dass man seinerzeit die „Nacht“ als dösende Frau und den „Tag“ als hoffnungsvoll in die ferne blickenden Mann darstellte, wäre in dieser Form – heute wo manche alles gendern wollen – so nicht mehr machbar. Man muss aber bedenken, wann die Skulpturen geschaffen wurden. In einer Zeit, in der Frauen lediglich dazu da waren, Kinder zu gebären und ihrem Mann Untertan zu sein. Da konnten die Frauen eigentlich froh sein, dass sie Brunow in seinen Skulpturen überhaupt berücksichtigt hat.

Ich gehe weiter zum Lokschuppen II, in dem die riesige H0-Bahn des Arbeitskreises Modelleisenbahn im Förderverein des Deutschen Technikmuseums Berlin e.V. steht. Die von Architekturmodellbauern gestaltete Anlage zeigt neben dem kompletten Gebiet zwischen dem Anhalter Bahnhof und Landwehrkanal (also dem Bereich, den ich auch bauen möchte) noch weit, weit mehr. Es wäre vermessen, dem nacheifern zu wollen, aber Anregungen für den Bau meiner Anlage hole ich mir dort gerne.

Am Bild rechts, welches die Nordseite des Anhalter Bahnhofs zum Askanischen Platz hin zeigt, sieht man auf halber Höhe, direkt über dem Eingangsverstibül auch wieder die Skulpturen „Nacht“ und „Tag“.

Da ich aus Platzgründen das Nordportal aber gar nicht bauen kann, interessiere ich mich eher für das Südportal und hier insbesondere für die beiden Pylone, die meines Erachtens aber nicht dem Original entsprechen. Das Dach müsste (wenn ich es mit Aufnahmen, wie z.B. Bild 379 in Berlin Anhalter Bahnhof vergleiche) ähnlich gestaltet sein wie die Dächer der Pylone an der Nordseite. Deren Dächer müssten aus meiner Sicht wesentlich gewölbter sein. Da komme ich also mit meinen Fotos, die ich heute und hier von Modell des Bahnhofsgebäudes gemacht habe, auch nicht wesentlich weiter.

Die Pfeiler der Hochbahn-Brücke am Landwehrkanal


Auf dem Weg zurück zum U-Bahnhof Möckernbrücke schaue ich mir am Landwehrkanal nochmal die Pfeiler der Hochbahn an. Auch wenn die Hochbahn-Brücke auf meiner Modellbahn-Anlage (vor allem wegen der engen Radien und dem zu großen Gleisabstand) wohl deutlich breiter ausfallen wird, möchte ich mich dennoch stark am Original orientieren.

Aus diesem Grund habe ich die Pfeiler der Originals fotografiert (links) und die rechte Hälfte längs der Mittelachse gespiegelt (rechts). So ähnlich wie rechts müsste dann mein Brückenpfeiler in etwa aussehen. Zumindest kann ich mich daran orientieren und Höhe und Breite dann am Computer anpassen.


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VOM VERSUCH, DEN ANHALTER BAHNHOF IN SPUR N ZU BAUEN