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Anhalter Bahnhof neu 2023 – 1-08-01


Ablenkung in Russland


Inzwischen ist es Sommer geworden, Sommer des Jahres 2017. Die fortwährenden Rückschläge, insbesondere bei der Hochbahnbrücke, haben mir das Modellbahn-Bauen inzwischen komplett verleitet. Okay, meist war es meine eigene Ungeduld und Dummheit, Aber egal! Ich habe jetzt einfach keine Lust mehr und vor allem auch keine Zeit. Ich hab jetzt Wichtigeres zu tun, als so eine blöde Modellbahn-Brücke zu bauen.

Diesen Monat nämlich fahren meine Frau und ich nämlich in einen kleinen Ort bei Moskau, um dort die Verwandten und die Freunde unserer russischen Schwiegertochter zu besuchen. Dass das einmal Realität werden könnte, hat Adenauer, der vor 75 Jahren am Aufbau der Bundesrepublik mitgebaut hat, sicher auch nicht gedacht. Insofern: Alles ist möglich, eben zu seiner Zeit!

Moskau


In Moskau gelandet, machen uns gleich auf, all die Sehenswürdigkeiten abzuklappern. Wer kennt nicht die Собор Василия Блаженного (Basilius-Kathedrale) oder das Большой театр (Bolschoi-Theater), das auch den 100 ₽-Geldschein ziert. Und wir haben noch viel, viel mehr gesehen.

Mit dem Vorort-Zug ins Moskauer Umland


Natürlich bleibt auch in Russland das Thema Eisenbahn nicht außen vor. Nachdem wir die russische Hauptstadt ausgiebig besucht haben, sind wir mit der Bahn in einen Vorort 20 km südöstlich des Kreml gefahren. Schon beim Einsteigen fällt der Unterschied zu den Bahnen in Deutschland auf. Die Wagen der russischen Bahn wirken etwas heruntergekommener als bei uns, aber man hat darin enorm viel Platz. Mit 3,52 Metern sind sie 17,5% breiter als unsere nur drei Meter breiten Waggons. „Den Platz braucht man auch“, meint unsere Schwiegertochter, denn morgens auf dem Weg nach Moskau sind selbst diese großen Wagen brechend voll. Wir haben Gottseidank das Glück, jetzt in Gegenrichtung fahren zu dürfen.

Mit dem Hochgeschwindigkeitszug nach St. Petersburg


Nachdem wir  die Uralt-Technik des Vorort-Zugs fast schon belächelt haben, setzt der Hochgeschwindigkeitszug nach St. Petersburg Maßstäbe, die wir in Deutschland vergeblich suchen.

Der Сапсан basiert auf dem deutschen ICE 3, ist etwas breiter als der und wird von Siemens gebaut. Der Zug ist voll bis zum letzten Platz. Ohne Reservierung geht da gar nichts. Wir haben im Wagen drei einen Viererplatz mit Tischchen.

Bis St. Petersburg sind es rund 680 Kilometer, das ist genau so viel wie von mir zu Hause nach Paris. In drei Stunden 46 Minuten! Ich hielt das für nicht machbar, und doch auf die Sekunde (!) genau, gerade als der große Zeiger oben „Klick“ macht, kommen wir pünktlichst in St. Petersburg an. Da kann sich die DB (und alle ihre Tochterfirmen) mal eine Scheibe abschneiden.


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