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Anhalter Bahnhof neu 2023 – 1-05-01


Eine preußische P8 besucht Augsburg


Auch, wenn ich derzeit nicht baue, so ganz weg von der Eisenbahn komme ich aber doch nicht, vor allem dann nicht, wenn eine preußische Lok, von der (neben anderen klassischen Fahrzeugen wie dem ETA 177) drei Exemplare auf meiner Anlage fahren, im Original zu uns nach Augsburg kommt.

Richtig gelesen: Eine funktionsfähige original preußische P8 (dazu noch in Länderbahn-Anstrich) kommt nach Augsburg. Die zu sehen, ist für mich wie ein Traum. Vom 23. Bis zum 25. April 2009 soll der Zug auf Gleis 3 der Augsburger Hauptbahnhofes stehen.

Was ich nicht wusste, diese P8 mit dem Namen „Posen 2455“ ist Teil der Ausstellung „Zug der Erinnerung“, welcher zwischen 2007 und 2013 als Ausstellungszug in Deutschland und Polen unterwegs ist, um an die Deportation von mehreren hunderttausend Kindern in die nationalsozialistischen Konzentrationslager erinnern soll.

Plötzlich fühle ich mich irgendwie schuldig. Es lässt mir keine Ruhe, dass „meine“ Lok an Deportationen beteiligt gewesen sein soll. Also recherchiere ich nach und bekomme Gewissheit.

Die im März 1919 von den Linke-Hofmann-Werken in Breslau an die Preußische Staatsbahn abgelieferte P8 wurde war zunächst südlich von Breslau stationiert und wurde dann im August 1926 an die rumänischen Staatsbahnen verkauft. Jahrzehntelang beförderte sie dort Züge durch die Walachei, die Karpaten und durch Transsilvanien. Sie war im Krieg also gar nicht in Deutschland und kann somit auch gar nicht an den schrecklichen Deportationen beteiligt gewesen sein. Ins Grübeln kommt man.

… und ich besuche die Serengeti


Als ich am 20.8.2009, ich weiß es noch ganz genau, es war ein Donnerstag, nach einer anstrengend Wanderung am Nordende des Großen Grabenbruchs, um 16:20 Uhr Ortszeit unter dem Egare Sero Waterfall stand und mir dessen weiches, sodahaltige, aber total erfrischende Wasser über den Körper lief, erfuhr ich eine Veränderung, wie ich sie in dieser Intensität zuvor noch nie erlebt habe. Eine Veränderung, die offenbar auch anderen aufgefallen ist (Anmerkung von Werner, der etwa 1 km vom Wasserfall entfernt auf mich wartete nach meiner Rückkehr: „Sag mal, gab’s da hinten Drogen?“) Jedenfalls fühlte ich mich irgendwie frei und nichts in der Welt sollte mich mehr schocken. Ich war sicher, in Zukunft alles erreichen zu können.


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