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Anhalter Bahnhof neu 2023 – 1-01-05


Das Bahnhofsgebäude


Das Bahnhofsgebäude im Original


Eine Ruine, ein kümmerlicher Rest eines Bahnhofs war es, der mich vor rund 3 Jahren aufrüttelte. Ein kümmerlicher Rest eines zur damaligen Zeit unglaublichen Bahnhofs, ein Rest, der dennoch stark genug war, in mir etwas auszulösen und den Eisenbahn-Virus zu wecken. Doch wie war das damals mit dem Original?

1871, kurz nach der Reichsgründung hat der damals 32-jährige Architekt Franz Schwechten das beeindruckende Empfangsgebäude des Anhalter Bahnhofs für die Berlin-Anhaltische Eisenbahn-Gesellschaft entworfen. Von dem ist heute kaum mehr etwas vorhanden. Nur ein Modell im Technikmuseum in Berlin mag einen groben Eindruck vermitteln von diesem einstmals gewaltigen Bahnhof.

Die Abmessungen des Gebäudes waren gigantisch. Allein die Bahnsteighalle war 170 m lang, 62 Meter breit und 34 m hoch. Dabei ist der Querbau mit der Eingangshalle und der seitliche Anbau mit dem Ein-gang für den Kaiser noch gar nicht mitgerechnet. Ein kolossales Gebäude also. So etwas hatte Fest-land-Europa bis dahin noch nicht gesehen. In Spur N ergäbe das ein Bauwerk der Größe 106 cm x 39 cm x 21,5 cm. (Ein Wahnsinn, wenn man bedenkt, dass Menschen in dieser Baugröße gerade mal 11 mm groß sind). Trotzdem will ich die Anlage bauen, mit Bahnhofsgebäude, Gleisvorfeld und Landwehrkanal-Brücken. An diesem Vorhaben führt kein Weg dran vorbei!

Da mein Bahnhofsvorfeld aus Shinohara-Gleisen schon rund 1 m lang ist, bleibt mir für das Bahnhofsgebäude und den Bereich südlich des Landwehrkanals also nicht mehr allzu viel Platz.

Und eben wegen dieser eingeschränkten Platzverhältnisse habe ich mich entschieden, vom Bahnhofsgebäude nur das Südportal und die ersten 100 m der Halle bis zum sechsten Dachbinder darzustellen. Das sind in Spur N immerhin auch schon 60 cm. Ich denke, dass – trotz dieser Reduzierung – auch ein Laie erkennen muss, was ich darstellen will. Wie ich die Seite jenseits des Landwehrkanals machen will und wie viel Platz ich dafür brauche, dazu habe ich noch nicht die Spur eines Plans.

Das Bahnhofsgebäude für meine Modell-Anlage


Auch wenn Pläne etwas Tolles sind, so möchte man doch, d. h. ich möchte (wenigstens in Teilen) auch mal etwas Reales in der Hand haben. Aus diesem Grund habe ich mir auf eine 3mm-Sperrholzplatte (die kostet nicht viel) die Hallenstirnwand mit den markanten 3 Toren und den 9 Arkadenfenstern aufgemalt und mit der Laubsäge ausgesägt.

Damit die Front nicht umfällt und selbstständig stehen bleibt, habe ich hinten (also in Richtung zur Bahnsteighalle hin) zusätzlich zwei Kanthölzer aufgeklebt und die Hallenstirnwand einfach mal nur so aufgestellt. Zum ersten Mal sehe ich die enorme Größe des Südportals in Echt. Beachtlich, diese Dimensionen.

Die Seitenwände dieses Dummys herzustellen ist nun ein Leichtes. Die Seitenwände bestehen einfach aus zwei 60 cm langen und 15 cm hohen rechteckigen Sperrholz-Streifen. Sowohl auf das Südportal als auch auf die Westwand klebe ich Fotokopien von Original-Bildern, deren Größe ich in einem Bildbearbeitungsprogramm entsprechend anpasse. Mit dem davor liegenden Bahnhofsvorfeld, das über mehr als ein Jahrzehnt zunächst in einem Schrank und dann in einem Kellerverschlag oder neben dem Schrank verstaut war, kann ich damit schon eine richtige Illusion erzeugen.

Manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich das Gleisvorfeld auf den Tisch lege und an eines der Gleise mittels Krokodilklemmen einen Trafo anschließe. So kann ich mit einem 30 cm langen Zug, gebildet aus einer Lok der Baureihe 89.7 und drei Abteilwagen, immerhin schon fahren – 70 cm vor und zurück! Ein Meilenstein!


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1-01-04 Gedanken zu den Landwehrkanal-Brücken
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