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Anhalter Bahnhof neu 2023 – 1-01-04


Erste Planungen und erste Bau-Versuche


Nach dem Studium hat es mich Mitte der Achtziger-Jahre beruflich in ein kleines Weindorf am Kaiserstuhl verschlagen. Hier habe ich in einem Gästezimmer endlich etwas Platz, aber trotz des großzügigen Zimmers muss ich mich notgedrungen für Spur N entscheiden. Doch dadurch werden die Probleme nicht weniger.

Das Gleisvorfeld des Anhalter Bahnhofs


Shinohara-Gleise


Allein schon bei der Umsetzung des Gleisplans in die Realität wurden mir Stolpersteine in den Weg gelegt. Die Abzweigwinkel aller mir seinerzeit bekannten Hersteller wie Minitrix, Fleischmann, Arnold usw. waren allesamt viel zu groß, sodass man das Gleisbild nicht mal ansatzweise realisieren konnte. Blieb also nichts anderes übrig als Selbstbau. Die Hobby-Ecke Schumacher in Steinheim lieferte hierzu Schienenprofile und Schwellen. Die Schienen musste man mit Stahlnägelchen selbst an die Schwellen nageln. Nicht nur, dass dabei etliche Schwellen splitterten, Nein, es war einfach nur eine Strafarbeit! Ich jedenfalls bin damit nie zurechtgekommen. Also habe ich alles wieder – wie schon so oft vorher – zu den Akten gelegt.

Hin und wieder habe ich dabei auch über die Grenze geschaut. Und siehe da, dort wurde ich fündig. Bei Bercher und Sternlicht in Basel fand ich Weichen, Kreuzungen und „Hosenträger“, die meinen Vorstellungen schon sehr, sehr nahe kamen, Gleise der japanischen Firma Shinohara, die in der Schweiz von Fulgurex vertrieben wurden. Immer wenn es mein Geldbeutel erlaubte, habe ich mir eine der (aus meiner Sicht) sündhaft teuren Weichen, Kreuzungen oder „Hosenträger“ gekauft. Und es wurden viele, wie man an der obigen Prinzipskizze des Gleisplans sehen kann. Da man die Weichen aber auch nicht „original“ verwenden konnte, schrottete ich beim Kürzen und Anpassen (leider Gottes) nicht nur eine. Ein falscher Schnitt mit dem Dremel und wieder sind 50 oder 70 Mark weg.

Erst Anfang der Neunzigerjahre war das Bahnhofsvorfeld dann so weit fertig, dass man von Hand Wägelchen darauf hin und her schieben konnte. 3 Hosenträger, 5 Doppelkreuzweichen, 6 einfache Weichen und eine Dreiwegweiche. Natürlich sind auch bei den Shinohara-Gleisen die Abzweigwinkel (gegenüber dem Original) immer noch etwas zu groß, aber das kommt mir sehr entgegen, denn so kann ich (obwohl ich die Strecke bis zum Landwehrkanal streckenmäßig halbierte) immer noch eine außergewöhnlich schlanke, harmonische und vor allem glaubwürdige Gleisentwicklung realisieren.

Da lag es nun, mein Gleisvorfeld auf einem halben Quadratmeter Sperrholzplatte (100 cm Länge und 50 cm Breite). Eingeschottert war noch nichts. Die schlanke Gleisentwicklung aber gefiel mir trotzdem schon ausnehmend gut. Gleichwohl: Mehr als ein Brett, auf dem ich meine Modelle hin- und herschiebe, (gleich einem Kind, das auf seiner Holzeisenbahn Holz-Bahn Wägelchen hin- und herschiebt), war es aber auch bei mir nicht.

Da ich aber nach wie vor nicht elektrisch fahren konnte, habe ich die Platte mit dem Bahnhofsvorfeld (auf dem Brett waren inzwischen für weit mehr als 1000 DM Gleise verbaut) seitlich neben den Schlafzimmerschrank gestellt und vergessen.

Erste Fahrten


Jetzt probiere ich es doch. Nachdem die Schienen des Gleisvorfelds geputzt und mittels Krokodilklemmen an die Gleichstromanschlüsse eines kleinen Fleischmann-Trafos angeschlossen sind, kann ich auf dem Gleisvorfeld hin- und herfahren. Etwa 1 Meter nach links in das fiktive Bahnhofsgebäude hinein- und dann wieder heraus. Das ist doch schon mal was.


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