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4 Tage in Ligurien

Vorplanung


Nun ist es auch schon wieder drei Jahre her, dass ich so richtig in Urlaub war. Mit Schlafsack und Zelt in der Serengeti war der größte Urlaub ever und ich dachte, ich fahr nie wieder in Urlaub, weil diese Reise eben doch nicht mehr zu toppen sei. Langsam mochte ich aber doch wieder was anderes sehen als nur die eigenen vier Wände, zumal Frau und Sohn in den vergangenen drei Jahren, in denen ich zu Hause war, auch öfter weg waren.

Ligurien wäre schon toll! Silvia mal wieder sehen, unsere liebe italienische Freundin, und natürlich die Delfine. Mann, das wär’s! Aber mit dem Auto alleine nach Sanremo zu fahren, ist allein schon vom Finanziellen her ganz schön happig. Zunächst mal kostet der Pfändertunnel 8 € Maut, dann kommt die Schweizer Vignette mit 33 € hinzu, ganz zu schweigen von der italienischen Maut in Höhe von rund 52 € hin und zurück. Dazu kommen noch Spritkosten in Höhe von etwa 150 € (735 km einfach, Verbrauch: 6 l/100km , Spritpreis im Mittel 1,70 €/l, in Italien ist der Sprit mit über 1,80 €/l sauteuer!).

Das wird wohl nichts! Nicht wegen ´ner knappen Woche. So das Geld aus dem Fenster werfen muss man dann auch nicht, von der Fahrzeit und dem Stress mal gar nicht zu reden.

Ich wollt meine Idee eigentlich schon begraben, doch was heute so alles möglich ist, ist für uns „Ältere“, die wir noch im vorigen Jahrtausend geboren sind, schon fantastisch. Internet! Es gibt nichts, wofür das Internet nicht eine Lösung bietet.

Die Alternative zum Auto


So hab ich also im Internet nachgeschaut, ob’s in den Pfingstferien nicht billige Flüge nach Genua gibt. Nizza wäre theoretisch auch möglich, aber die Flüge dorthin sind erheblich teurer.

Bei Lastminute.de habe ich schließlich was gefunden, was mir richtig zusagt. 118,45 € für Hin- und Rückflug (einschließlich Steuern), das kann ich mit dem Auto unmöglich toppen. Okay, Fahrt mit der Bahn zum Flughafen kommt noch dazu (16,45 € einfach) und zusätzlich die Bahnfahrt in Italien. Aber dort ist Bahnfahren ja richtig preiswert.

Also Flug gebucht. Doch bis jetzt habe ich nichts weiter als den auf meinem eigenen Drucker ausgedruckten Wisch mit einer Buchungsnummer drauf. Mehr nicht! Und das soll mein Flugticket sein? Schon seltsam und auch ein bisschen verunsichernd. Ich komm mir vor, als ob ich Falschgeld gedruckt hätte.

Die DB-Karte für die Fahrt zum Flughafen habe ich schon am Sonntag gekauft bzw. mich drangemacht, sie kaufen zu wollen. Doch das ist einfach schrecklich! Der eine Automat nimmt keine Scheine, der andere kein Münzgeld. Will man die Karte am DB-Schalter kaufen, müsste man das in deren sehr eingeschränkten Schalterstunden werktags tun und dann für den „Service“ nochmal 5 € mehr löhnen.

Da hat man, trotz neuester Technik, wirklich das Gefühl, sich dienstleisterisch nahe beim Urknall zu befinden. Dabei gab es mal Zeiten, in denen man auf die Deutsche Bahn stolz sein konnte, aber das ist schon lange her.

Und was soll´s sein an den 3 Tagen?


Trotzdem, morgen geht’s los. Der kleine Rollkoffer ist gepackt und die Kamera-Ausrüstung auf Vordermann gebracht.

Ich hab vor, am Dienstag von Sanremo aus eine Whalewatching-Tour mit der Corsara zu machen und freilebende Delfine zu fotografieren. Das Boot kenn ich schon aus den Zeiten, in denen Albert noch Kapitän war und die Corsara zum Whalewatching-Unternehmen Bluwest gehörte.

Am Mittwoch will ich in’s Marineland in die Nähe von Antibes kurz hinter der französischen Grenze, wo es u.a. Orcas und Delfine zu bestaunen gibt und

am Donnerstag ist das Aquarium in Genua dran, auch dort gibt’s Delfine.

Wohnen werd’ ich im Villagio dei Fiori, wo unsere Freundin Silvia quasi das „Mädchen für Alles“ ist. Silvia kenne ich schon seit 2001. Als wir sie zum ersten Mal trafen, arbeitete sie im Büro eines Unternehmens, das Whalewatchingtouren von Sanremo aus anbot. Wie oft waren wir an Bord der Diana II. Es war fast schon ein familiäres Verhältnis. Heute fährt die Diana II leider nicht mehr. Aber Silvia gibt es noch immer und ich habe den Eindruck, die Beziehung zwischen unserer Familie und ihr ist in den vergangenen 11 Jahren noch herzlicher, noch intensiver geworden.


28.5.2012 Anreise >
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