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Kroatien-Urlaub 2015 – Dienstag, 8.9.2015 – Teil 3/4

Flughafen Zagreb – Mietwagen-Rückgabe


Es hat alles super geklappt. Um 12:26 Uhr stelle ich das Auto beim Kilometerstand von 21.172 km ab. Ein kurzer Check eines Fleet-Mitarbeiters, der alles für o. k. befindet, und ich kann rüber ins Flughafengebäude, Schlüssel und Papiere abgeben.

Bei der Rückgabe bei Fleet habe ich noch gesagt das der Up eigentlich recht schnuckelig ist, dass er gut fährt, dass man hinten beim Rückwärtsfahren aber gar nichts sieht. Da meinte der Typ am Schalter doch lächelnd: „Das Auto ist so kurz, da kannst du die Hand ausstrecken und wenn die Fingerspitzen etwas berühren, dann darfst Du eben nicht mehr weiterfahren.“

So, was stelle ich es an? Der Flug geht in 4 Stunden! Nützt alles nichts, mit dem Auto ging nicht anders. Ich klär mal ab, ob man den Koffer vielleicht jetzt schon abgeben kann. Das klappt! Ich stelle mich also an. Die Mäander-Linien vor den Check-in-Schaltern sind für mich immer das Nervigste. Das war in München am Donnerstag schon toll. Hier hab ich jetzt noch drei Mäander und so 50, 60 Leute vor mir. Ich stehe jetzt schon eine Viertelstunde im Mäander, dann ist der Koffer dann endlich doch weg und ich hab ein Sitzplatz: Letzte Reihe, rechte Seite, Gang.

Flughafen Zagreb – Selbstbedienungs-Restaurant „Faust Vrančić“


170 Kn. habe ich noch von meinem ursprünglichen eingewechselten Geld. Das sind etwa  25 €. Im Erdgeschoss des Flughafens gibt ist das „Art Café“ und im ersten Stock das Restaurant „Faust Vrančić“. In diesem kann man sowohl A la cart essen oder sich im Selbstbedienungsbereich versorgen. Ich entscheide mich für Selbstbedienung, weil ich Befürchtungen habe, mit 25 € im „richtigen“ Restaurant möglicherweise nicht hinzu kommen. Im Selbstbedienungsbereich gibt es gefüllte Pute für 55 Kn., Kartoffeln für 20 Kn. und Bier für 26 Kn.. Macht zusammen 101 Kn./5,20 €. Mir bleiben also noch 69 Kn. übrig.

Um es vorsichtig zu sagen, ich hab schon mal besser gegessen. Die Pute ist strohtrocken obwohl sie mit irgend etwas breiigem gefüllt ist, ich vermute mal Spinat oder Wirsing, geschmacklich kann ich das nicht ausmachen. Die Kartoffeln sind, wir Schwaben sagen, lätschig. Ein passenderes Wort fällt mir einfach nicht ein. Um den Text aber auch nicht Schwaben lesbar zu machen habe ich meinem Synonym Lexikon nachgeschaut. Dort steht: „lätschig“ bedeutet etwa so viel wie „eingeweicht“ oder „aufgeweicht“. Die Richtung stimmt ja, aber „lätschig“ trifft die Sache doch genauer.

Flughafen Zagreb – Cafe des Restaurants „Faust Vrančić“


Geht man aus dem Selbstbedienung-Restaurant raus, kann man links zu einer Sitzgruppe mit kleinen Tischen. Von hier aus kann man beim Kaffee sitzend auf die Landebahn und den startenden und landenden Flugzeugen zu sehen. Ob 69 Kn. für einen Kaffee reichen? Eigentlich schon. Unterwegs haben die doch immer 10 Kn. oder 15 Kn. gekostet. Ich bestell mir für zusammen 40 Kn. einen Cappuccino und einen Apfelstrudel.

Cappuccino

Apfelstrudel

Ist Rechnung kommt bin ich verblüfft: 28 Kn. Diese Kombination ist heute im Angebot. Der Apfelstrudel sieht vielleicht nicht so aus, aber er ist superlecker. Der Cappuccino? Ja, der ist o.k.

Flughafen Zagreb – Landebahn und Flughafenvorfeld


Kroatische Maschine

Maschine der Lufthansa

14:38 Uhr, noch 2 Stunden bis zum Flug. Jetzt steht keine Sau vor den Schaltern. Irgendwie scheint vorhin eine ungünstige Zeit gewesen zu sein.

Flughafen Zagreb – Langeweile


Der gesamte Flughafen Zagreb

Langeweile macht sich breit. Ich schlenderte durch das nur wenige 100 m lange Flughafengebäude und überlege mir was ich mit meinen 41 Kn. noch machen kann. O. k., 41 Kn. sind nicht die Welt, das sind vielleicht 6,20 €. Verfallen lassen möchte ich sie aber trotzdem nicht. Einkaufsmöglichkeiten in dem Sinn gibt es im gesamten Flughafengebäude nicht. Bei der Post gibt es Krimskrams, das man kaufen könnte, und auch einen Zeitungsladen gibt’s. Das war’s dann aber. Sag mir alles nicht so zu. Noch 90 Minuten bis zum Abflug. Da zu warten kann ganz schön langweilig sein.

Zum weiß-nicht-wievielten-Mal bin ich jetzt mal wieder am südlichen Ende des Flughafen-Gebäudes. Wie ein Tiger im Käfig laufe ich hin und her. Jetzt, 3 Minuten später, bin ich am Nordende und ich bin wirklich langsam gegangen. Vom Sixt Parkplatz aus kann man das ganze Flughafengebäude auf einmal sehen.

Flughafen Zagreb –Park brace Rusjan


Um der Langeweile zu entfliehen, gehe ich mal vor dem Flughafengebäude in den Park brace Rusjan. Woher der Name des Parks kommt, wann und warum er angelegt wurde, habe ich leider nciht herausbekommen. Es muss aber etwas mit dem Kroatienkrieg zu tun haben. Und noch ein Hinweis: Das „Rusjan“ hat nichts, aber auch gar nichts mit Russland zu tun, falls der eine oder andere diese Idee haben sollte.

Entspannung im Park

Mahnmal

In der Mitte des Parks steht eine große metallene Kugel mit folgender Gravur drauf:

We THE PEOPLE OF THE UNITED NATIONS DETERMINED
to save proceeding generations by the scourge of wars.
This monument is dedicated to the UN civilian and military personal,
who lost their lives while serving to advance the cause of peace
and provide humanitarian assistance.

In einer Stunde ist Boarding oder in ner dreiviertel Stunde. Werden mir mal sehen, was bis dahin noch ist. Es war nichts mehr. Ich bin einfach gesessen und habe sinniert.

Flughafen Zagreb – Bald geht´s los.


Es ist 15:35 Uhr, jetzt gehe ich mal in den Security-Bereich hinein. Viel ist ja nicht mehr. 3 Minuten später stehe ich direkt vorm Scanner und dem Rahmen, der piepst, wenn man irgendwas Metallenes an sich hat. Vor mir noch zwei Personen. Oh, Hoppla jetzt hätte ich fast vergessen mein Wasser auszutrinken. Ich schütte es in mich rein und werf dann die leere Flasche in die bereitgestellte Mülltonne.

Nach der Passkontrolle geht’s erstmal Rolltreppe rauf dann geht’s oben keine 20 m weiter geht’s nach den 20 m wiederholter darunter. Was das soll?

Rolltreppe rauf

Rolltreppe runter

Nach der Treppe wird man richtig durch den Duty-Free-Shop geschleust. Man kann gar nicht aus. Ich hatte ja gehofft, dass ich für meine 41 Kn. noch irgendwas bekomme, aber leider gibt’s da gar nichts. Kein Kühlschrank-Magnet nichts.

Aber jetzt werde ich fündig! Im Restaurant Tin „Salata Mediteranski mix“ mit French Dressing. Der schmeckt super lecker und sieht klasse aus topfit frisch.

Salata Mediteranski mix

TIN café – echt empfehlenswert

Er kostet zwar nur 32 Kn. Aber ich bin so happy, dass ich dem Mann an der Theke meine letzten beiden 20-Kn.-Scheine gebe. Meinen letzten Kn. Heb ich mir auf. Er soll Grundstock sein für einen weiteren Urlaub hier im fantastischen Kroatien!

Rückflug


Dicht an dicht, wie Heringe, stehen wir im Bus direkt neben dem Flugzeug. Ungünstigerweise stehe ich aber auf der Bus-Seite, die zur KLM-Maschine zeigt.

KLM-Maschine auf dem Vorfeld des Flughafens Zagreb

Jetzt gehen die Türen auf und wir können zu unserer Maschine. Es ist eine Bombardier CRJ 900 mit dem Namen „Pfaffenhofen an der Ilm“. Sie hat die Triebwerke direkt hinten am Rumpf angebracht. Und genau dort sitze ich nachher. Mist.

Her hinten zwischen den Triebwerken ist es vergleichsweise laut. Vom Flug bekomme ich wenig mit. Ich esse mein Sandwich und lese in der Süddeutschen, dass Lufthansa morgen wohl streikt.

Morgen ist Streik angesagt bei Lufthansa

Bord-Sandwich

53 Minuten nach dem Start in Zagreb sind wir bereits wieder in München gelandet. Ich sitz´ jetzt im Bus Richtung Terminal. Ganz nebenbei: Wir sind mit „Lufthansa Cityline“ geflogen, und die sind vom Streik ohnehin nicht betroffen, sagt mir die Stewardess. Von ihr erfahr ich dann auch noch, dass die Maschine heute nicht nur in Zagreb war, sondern nachher noch nach Leipzig und zurück fliegt und heute am späten Abend noch nach Graz.


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KROATIEN 2015 – INHALTSVERZEICHNIS
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