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Kroatien-Urlaub 2015 – Montag, 7.9.2015 – Teil 3/4

Die K-Route um die Plitvicer Seen – Teil 2


Montag, 7.9.2015 – Teil 2 beschreibt die K-Route vom höchsten Punkt der Route auf der Anhöhe von „Stubica“ bis hinunter zum Eingang 1 in der Nähe des „Großen Wasserfalls“.

Inzwischen habe ich den höchsten Punkt der Strecke erreicht. 5 Stunden 10 Minuten bin ich nun schon unterwegs. 9 km habe ich geschafft. Immer noch ein Schnitt von 1,75 km/h. Zumindest konstant. Aber mal im Ernst. Wenn einer die Strecke tatsächlich in den angegebenen 6 bis 8 Stunden macht, dann sieht er nichts, kann nicht fotografieren und auch kein Tagebuch und keinen Reisebericht schreiben.

Ciginovac jezero


Hat man den Scheitel der Tour erreicht, läuft man beim Runtergehen genau auf den Okrugljak jezero zu. Der Ciginovac jezero liegt jetzt rechter Hand. Der Weg verläuft jetzt mit einem leichten Gefälle nach unten durch einen Laubwald. Hier ist´s sehr es ist angenehm zugehen und es ist kühl. Es geht am Okrugljak vorbei, der rechts von mir auf 613 m Höhe liegt. Der Weg ist nun markiert. Die Bäume am Weg tragen ein rotes O. Ob das für Okrugljak steht?

Ciginovac Jezero

Ciginovac Jezero

Es rauscht wieder vor mir, der Weg geht weiter runter und man sieht zwischen den Buchen-Ästen hin und wieder etwas Türkisfarbenes durchschimmern. In Höhe des Wasserfalls (Bild rechts) habe ich dann den großen Stau. Plötzlich ist eine ganze Busladung von Menschen da. Nur – die verteilen sich nicht. Jeder meint, unbedingt in der Nähe des gelben Schirms von Jelena stehen zu müssen („Jelena“ steht auf dem Namensschild der Reiseleiterin) und die ganze Truppe meint, ein Foto geht nur, wenn man alle Mann Sicht versperrend nebeneinander aufgereiht gleichzeitig auf den Auslöser drückt. Ich denke, jetzt – die Uhr zeigt 12:36 Uhr – ist der ruhiger Part meiner Tour endgültig zu Ende.

Die Menschenmasse wirkt sich aus! Ich werd´oberflächlich und fahrig. Jetzt eben habe ich beispielsweise vergessen, den 10-Sekunden-Selbstauslöser zurückzusetzen und die Belichtungszeit von 0,5 s, die ich für „softe“ Wasserfälle brauche, auch… Der Graufilter ist auch noch drauf und wenn Du zu lange wartest, wirst Du von den Massen angeschoben. Das ist nicht angenehm! Wie soll man sich da aufs Fotografieren konzentrieren können? Wie schön war das da noch heute morgen?

Am Ufer des Ciginovac Jezero

Ente auf dem Ciginovac Jezero

Okrugljak jezero


Okrugljak Jezero

Ich bin jetzt beim Jezero Okrugljak. Zunächst läuft man westlich an ihm vorbei und dann am Veliko jezero. Danach geht’s zwischen Veliko jezero (rechts) und Malo jezero und Vir (links) hindurch weiter, bis man rechts zum Batinovac jezero kommt. Das ist eine Anhäufung von Kleinst-Seen, sodass ich sicher irgendwo auch mal die Namen verwechselt habe. Das kann bei den verschachtelten Wegen und der Vielzahl der Seen gar nicht ausbleiben. Eigentlich sind’s ja nur 16 Seen, aber auf manchen sind Inselchen und durch andere gehen Holzbohlenwege. Da fragt man sich doch: Ist jetzt der links der gleiche wie der rechts oder sind das zwei verschiedene? Das spielt letztendlich aber auch gar keine Rolle.

Menschenmassen


Die Menschenmassen, die dich jetzt, es ist 12:45 Uhr, erdrücken,sorgen bei mir für zunehmend schlechtere Laune! Eigentlich müsste man jetzt einen Seitenausgang haben und morgen wiederkommen. Nur morgen um die Zeit bin ich ja schon wieder am Flughafen. Da bin ich ja schon wieder kurz vor dem Rückflug.

Menschenmassen

Nur kurzfristig gibt´s Luft

Galovac Jeszero


Die folgenden Aufnahmen stammen vom Jezero Galovac und zwar von einer Brücke oberhalb. Die Qualität meiner Bilder lässt auch nach. Man hat gar nicht mehr die Zeit und die Muße, nein, man hat gar nicht mehr die Möglichkeit, das Stativ aufzubauen und am Monitor den Bildausschnitt auszuwählen. Man knipst einfach nur noch drauf los.

Sumpf

Wasserfall am Jezero Galovac

Nach neuneinhalb Kilometern stehe ich direkt am Schild vom Jezero Galovac und mache ein paar Aufnahmen von mit Moos bewachsenen Felsen, an denen ein paar Rinnsale herunterlaufen (Bild oben rechts), dann biege ich links ab und wandere nun am Ostufer des Galovac vorbei bis hin zu den vielen kleinen Tümpeln und Pfützen, die links liegen und wohl keinen speziellen Namen haben. Doch, einer davon ist der Milinovo jezero. Durch diese Pfützen geht man in westlicher Richtung hindurch.

Allerdings, wenn man nur noch geschoben wird, hat man irgendwie nicht mehr den Nerv, alles zu notieren, alles aufzuschreiben. Da ist es dir letztlich egal, wie diese oder jene Pfütze heißt.

Stromschnellen

Wasserfall, dessen Namen ich nicht kenne

Gedränge nicht nur über, sondern auch unter Wasser.

Gedränge unter Wasser

Gedränge über Wasser

Ich habe irgendwie die Orientierung verloren.

Wegweiser K

Unbekanntes Gewässer

Nach geschätzt 10 bis 11 km des Wegs schlängelt sich der Pfad wieder zwischen unsinnig vielen kleinen Seechen hindurch. Rechts sieht man jetzt etliche Wasserfälle. Einer davon könnte, wenn ich mir die Koordinaten so ansehe, der 28 m hohe Velicki Prstavac sein. Sicher bin ich mir aber nicht mehr. Ich bin immer noch mitten drin in einer riesigen Reisegruppe, die mich rechts links vorne hinten oben unten schubst. Am liebsten würde ich jetzt irgendwo ausweichen und mich beiseite setzen bester Ansturm vorbei ist.

Menschenmassen

Wasserfall

Grand Malheur  – oder wie der „Male kaplje leća“ zu seinem Namen kam


Am „Male kaplje leća“

Ich hab´s kommen sehen, ich hätte in dem Moment abbrechen müssen, als ich die Plitvicer Seen nicht mehr in Ruhe hab bewandern konnte. Der Mali Prstavac, der kleinen Prstavac also, wird mir daher wohl immer im Gedächtnis bleiben. Hier schlägt das Schicksal zu. Es ist Montag, der 7. September 2015 und es ist genau 14:41 Uhr, als mein Canon EF 24-105 mm 1:4,0 L IS USM von eben diesem Mali Prstavac verschluckt wird.

Ich weiß nicht, wie das passieren konnte. Für den Veliki Prstavac Wasserfall vorhin hatte ich noch das das Sigma 10-20 mm F4,0-5,6 EX DC HSM drauf. Am Ende des rechts liegenden Gewässers wollte ich dann wechseln und dabei ist es passiert.

Fish-Eye?

Ich seh das EF 24-105 mm 1:4,0 L IS USM nur noch im Wasser liegen. Wie ferngesteuert lege mein Stativ samt Kamera auf den Holzbohlenweg, zieh den Fotorucksack aus, hechte hinterher und angle, bis zum Bauch im Wasser stehend, im kristallklaren Wasser nach meinem „Hochleistungszoom mit Bildstabilisator für professionelle Ansprüche.“ (Originalzitat Canon-Werbung) Dann leg ich´s oben auf den Holzbohlenweg und versuche selbst, mich mühsam wieder hochzuziehen. Glaubst Du, da hilft dir einer? Fehlt nur noch, dass dich irgend jemand mit seiner GoPro filmt, und bei You-Tube hochlädt. Vielleicht gibt´s den Film ja schon.

Als ich wieder oben bin, ein banger Blick auf die vermeintliche „Wasserleiche“. Ich hab das 24-105 doch erst 1 Jahr! Vielleicht ist ja so viel gar nicht passiert, immerhin ist´s ja kein Salzwasser. Aber mein frommer Wunsch dürfte wohl ein frommer Wunsch bleiben. Aus allen Rillen und Spalten läuft tropfend ein „neuer Plitvicer Wasserfall“. Also denkt dran, wenn ihr mal irgendwann vom „male kaplje leća“, vom „kleinen tropfenden Objektiv“ hört.

Ich bin total fertig und könnte heulen! Zu guter Letzt fällt mir dann auch noch der Objektivdeckel ins Wasser. Das ist zwar für die Umwelt nicht gut, für mich aber zumindest finanziell verschmerzbar. Die Objektivdeckel sind bei den Graufiltern kostenlos dabei..

Die Karawane zieht weiter

Ich bleib erst mal auf den Holzbohlen hocken, weil ich die Position in meinen Navi bei „meine Lieblingsplätze“ (welcher Hohn!) eintragen will. Aber jetzt macht auch noch das Navi mach Sperenzien. Ist das jetzt auch noch im A***? Der Tross läuft weiter. Langsam realisiere ich, was passiert ist. Der Frust muss mir wohl sichtbar ins Gesicht geschrieben sein. Mit meiner D10 – die hätt das Wasser ausgehalten (!) – muss der Moment für die Nachwelt dokumentiert werden. Ich mach´ also ein „Selfie“ bis ich dann nach einigen Minuten der Sammlung wieder zu mir komme und weitergehe. Es muss ja weitergehen.

Ich versuch, mir die Situation „ertragbar“ zu reden. Den Galovac Buk (Bilder unten) hätt ich mit dem 24-105 ohnehin nicht auf´s Bild gebracht. Da brauche ich schon mein Weitwinkel. Ich schraub also wieder das Sigma drauf und freu mich, dass ich wenigstens das noch habe. Und das 50er habe ich ja auch noch und das 100-400er ebenfalls. Mensch, jetzt lass den Kopf nicht gar so hängen, der Österreicher am Freitag bei den Krka-Fällen hatte nur sein Universalzoom. Der ist viel angeschmierter gewesen als ich. Das ist aber das Los, wenn du nur ein einziges Objektiv an der Kamera hast.

Galovak Buk

Galovak Buk

Immer noch sehr angeschlagen trotte ich am Milinovo jezero vorbei und all den anderen Seen, die da noch kommen.

Gradinsko Jezero

Burgeti Jezero

Überfahrt P II – P I


Bootsanlegestelle P I

Gradinsko jezero und Burgeti jezero bleiben rechts liegen und schließlich kommt man nach etwa 12 km an die Boots-Anlegestelle P II, an der man die etwa 100 m zum P I übersetzt.

Am P I kann man sich ausruhen, im Restaurant etwas essen, zur Toilette gehen oder auch Ruderboot fahren. Mir sind aber viel zu viel Leute hier, deshalb gehe ich weiter.

Überfahrt über den Kozjak

Ruderboote

Die Menschenmassen lichten sich. Liegt wohl daran, dass manvom P I aus das Ausflugsboot Richtung P III nehmen kann, oder aber an der Ostseite der Seen entlang auch die „Parkbahn“. Die meisten lieben´s ja bequem, außerdem ist die Benutzung von Boot und Bahn im Eintrittspreis enthalten. Dumm (oder auch nicht?) wer da zu Fuß geht.

Darf ein Objektiv den Urlaub bestimmen?


Am Ostufer des Kozjak

Jetzt, allein am Ostufer des Kozjak kann ich mich dann wieder auf mich besinnen. Ist es nicht wunderschön hier und das mit dem Objektiv kann ich im Augenblick auch nicht ändern. Zum Glück ist nicht meine ganze Kamera reingefallen. Ich hab ja noch das Sigma 10-20, das EF 50 1:1,8 II und das EF 100-400mm f/4.5-5.6. Da muss doch was zu machen sein.

Ich bin jetzt unterhalb des Bellevue-Hotels. Von hier aus ist es am Kozjak jezero entlang, der nun links von mir liegt, nur noch ein „Sonntagnachmittags-Spaziergang“. 3 bis 3 ½ km noch. Keine Menschenseele weit und breit und ein leicht begehbarer, topfebener Waldweg.

Ich bin wieder bei mir und schraub das „große Weiße“ drauf. Ist es nicht herrlich hier? Ist sie nicht wunderschön, diese strahlend leuchtende Hagebutte?

Hagebutte

Ausflugsboot auf dem Kozjak

Auf dem Kozjak sieht man Ausflugsboote vorüberziehen und Ruderboote.

Gegenüber des Rastplatzes P III


Gegenüber des Rastplatzes P III

Dort hinten ist bereits der Schiffsanleger von P III. 16 km habe ich jetzt schon hinter mir, und wenn ich die Menschenmassen auf der anderen Seite des Sees sehe, bin ich heilfroh, dass ich heute früh schon um 7:00 Uhr hier war. Nachmittags, es ist jetzt kurz vor 16:30 Uhr (begonnen hat der Stress für mich gegen 12:30 Uhr am Ciginovac jezero) kann ich den Nationalpark Plitvicer Seen, so schön er ist, für niemandem empfehlen.

Menschenmassen am Bootsanleger des Rastplatz´ P III

Umrundet! Ich hab´ die Plitvicer Seen umrundet!


Umrundet

Am Ende des Kozjak, nach 16,5 km, komm ich wieder auf den alten Weg, den ich heute früh schon gegangen bin. Ich gehe am Ostufer des Milanovac jezero entlang, dann am Galovac- und schließlich am Kaluderovac-Jezero-Ostufer. Jetzt hab ich´s fast geschafft. Ich habe tatsächlich die Plitvicer Seen (mit Ausnahme des Prošćansko Jezero) umrundet. Ich habe alles gesehen, was man hier sehen konnte und musste.

Als ich um 16:30 Uhr den Weg schräg hoch zur Straße gehe, kommt ein richtig eklig kalter Wind auf. Konditionsbefreit und nachdem ich schon den ganzen Tag gewandert bin, ist der Anstieg dann für mich doch ganz schön anstrengend.

Anstrengender Anstieg

Unbekannte Pflanze

Oben stoße ich dann auf die komische „Parkbahn“. Graußlich! Wenn’s wenigstens ne nachgebaute Eisenbahn wäre oder so was ähnliches, aber das hier ist ja völlig herz- und lieblos und meiner Ansicht nach völlig unpassend. Also, da zieh´ ich die Wanderung zu Fuß doch tausendmal vor.

Parkbahn

Parkbahn

Aussichtsplattform am Nordende des Milanovac


Wenn mich mein Instinkt nicht komplett trübt, müsste die Aussichtsplattform im linken Bild am Nordende des Milanovac und die Aussichtsplattform im rechten Bild, von wo aus ich fotografiert habe, am Nordende des Gavanovac sein.

Aussichtsplattform am Milanovac

Aussichtsplattform am Gavanovac

Schatzhöhle


Nur unter dieser Voraussetzung ist es möglich, dass ich genau 3 Minuten später am oberen Ende der Felsspalte ankomme, die runter führt zur „Schatzhöhle am Silbersee“, zu der ich heute früh von unten gekommen war. Ich hab’s geschafft! Ich habe die Plitvicer Seen auf der K-Route, der für „ambitionierte Wanderer“ komplett umrundet!

Jetzt will ich mich aber der Felsspalte widmen. Wenn man von oben runter guckt, geht`s da schon ganz massiv runter. 80 m höre ich manche murmeln. Jetzt stellt sich nur die Frage, wenn man die Treppen runter geht in die Schlucht, muss man dann auch die ganze Strecke wieder hoch? 80 m, das wären bei 15-cm-Stufen über 500 (!).

Es hilft alles nichts, ich muss da runter. Schade nur, dass die Steilheit und wie sehr es runter geht, auf den Fotos gar nicht so rauskommt.

Anstrengender Abstieg

Felsspalte zum Silbersee

Am unteren Ende bin ich dann wieder genau da, wo ich heute früh schon war: Auf dem Holzbohlenweg zwischen Kaluderovac jezero und Gavanovac jezero.

Holzbohlenweg zw. Kaluderovac und Gavanovac

Holzbohlenweg zw. Kaluderovac und Gavanovac

Holzbohlenweg zw. Kaluderovac und Gavanovac

Serpentinen-Weg hoch zum Ausgang

Es war ein Traum, der am gepflasterten Weg, der zickzack rechts der „Schlucht der unteren Seen“ wieder hochgeht Richtung Ausgang, nicht endet. Die Plitvicer Seen werden mir wohl immer im Gedächtnis bleiben, nicht nur, weil ich hier beim Mali Prstavac (neuerdings: „male kaplje leća“) meinen Schatz, mein Canon EF 24-105mm f/4L IS USM im „Silberseeversenkt hab.

In der Schlucht der unteren Seen

In der Schlucht der unteren Seen

Einschließlich Fotografieren und einer 10 Minuten Pause am Rastplatz  P III habe ich alles in allem 10½ h gebraucht. Und was habe ich alles erlebt, was habe ich alles gesehen? Ein einzigartiges Kaskaden-System und 15 der insgesamt 16 Seen, die sich in einer bergigen, waldreichen Landschaft auf einer Strecke von knapp 6 km Luftlinie in Nord-Süd-Richtung aneinanderreihen: Die unteren Seen (Donja jezera) Novakovica brod, Kaluderovac, Gavanovac sowie Milanovac und die oberen Seen (Gornja jezera) Kozjak, Buk, Gradinsko jezero, Milinovo jezero, Galovac, Vir, Malo jezero, Veliko jezero, Batinovac, Okrugljak, Ciginovac.

Auf den Proscansko jezero musste ich leider verzichten, da hätte ich dann nochmal 5 oder 6 Stunden mehr einplanen müssen.

130 Höhenmeter habe ich überwunden zwischen dem am tiefsten gelegenen Novakovica brod und dem höchstgelegenen Proscansko jezero. Entsprechend der unterschiedlichen Lage sieht auch das Umfeld des hinaus. Während die vier unteren Seen von schroffen weißen Kalksteinfelsen eingerahmt sind, liegen die oberen Seen in einer sanften Hügellandschaft.

Wenn man, wie ich, im Vorfeld liest, dass die Seen insgesamt eine Fläche von 2 km² haben, stellt man sich darunter etwas Riesiges vor. Zum Vergleich: der Bodensee hat 596 km², der Gardasee 370 km² und der Chiemsee immerhin noch 80 km².

Weil ich dachte, dass da wirklich was Riesiges auf mich zukommt, hab´ ich mir im Vorfeld ja auch extra eine Landkarte gekauft (11,70 € bei MapFox.de, Lauenburger Str. 2, 24113 Kiel, DEUTSCHLAND – GERMANY). Die war völlig überflüssig! Die Wege um die Seen sind so gut ausgeschildert, dass man sich problemlos auch ohne Karte zurechtfinden kann.

Da die beiden Großen Seen, der 2,1 km lange „Proscansko jezero“ (obere Seen), sowie der 2,3 km lange „Kozjak“ (untere Seen) den Hauptanteil der Plitvicer Seen ausmachen, bleibt für die anderen 14 Seen nicht mehr viel über. Manche der Seen sind kaum größer als ein Feuerwehrteich, insofern ist auch die namentliche Zuordnung für jemanden, der zum ersten Mal dort war, recht schwierig.

Aber wie sag ich meist? Namen sind Schall und Rauch! Was zählt ist, dass die Plitvicer Seen mit ihren unzähligen Kaskaden, den kleineren Wasserfällen von den beiden großen Seen absolut sehenswert sind. Das hat sich absolut gelohnt, selbst dann, wenn mein Objektiv aufgrund eigener Schusseligkeit und Dämlichkeit diese Tour nicht überlebt hat. Nächstes Mal würde ich die Tour aber auf zweimal machen und sofort abbrechen, wenn die „Touristen in Scharen“ einfallen.


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