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Sonntag, 14.8.2016 – Teil 3

San Lúcar de Barrameda


1 ½ Autostunden sind´s bis „Sanlúcar de Barrameda“. Das ist nicht weiter schlimm, denn nach bereits 20 Minuten, ich fahre eben auf die E-5 nach Süden, hat die Klimaanlage den Wagen auf angenehme 19°C heruntergekühlt. Da mag man gar nicht mehr aussteigen – doch, 23 km vor Sanlúcar de Barrameda muss ich noch mal raus – bei 1,139 €/l kann ich nicht widerstehen und tank voll. Um 19:10 Uhr komm ich dann in Sanlúcar de Barrameda an. Verrückt, vor genau 12 Stunden bin ich am Hotel Richtung Ronda losgefahren – Und was ich bisher alles erlebt hab!

Sehenswürdigkeiten hat San Lúcar de Barrameda eigentlich nicht zu bieten, dafür im August aber eine ganz besondere Veranstaltung – und die ist am heutigen Sonntag. Sobald nämlich die Dämmerung hereinbricht und sich das Meer bei Ebbe zurückzieht, beginnt am Strand von San Lúcar de Barrameda eines der berühmtesten Pferderennen Andalusiens. Da muss ich unbedingt hin. Übrigens: Der Eintritt ist frei.

Schon weit, weit vor dem Strand gibt es einen extra für das Pferderennen eingerichteten Parkplatz, auf dem man für gerade mal 2 € parken kann. Hinweisschilder zum Parkplatz habe ich zwar nicht gesehen, aber man kann den Platz gar nicht verfehlen. Einfach dem Tross folgen. 30.000 Besucher sollen jedes Jahr hierher kommen. Wann genau das Rennen beginnt, hängt immer von den Gezeiten ab. Meist aber immer so gegen 18:00 Uhr plus/minus. Ende ist in der Regel kurz nach Sonnenuntergang, was um diese Jahreszeit so um 21:00 Uhr der Fall sein dürfte.

Zu Fuß geht es dann weiter bis zum Strand. Beangenehmen 32°C gar kein Vergleich zu Sevilla. Tausende Menschen drängeln sich am Strand, doch von Pferden weit und breit nichts zu sehen.

Denn geht es ratz-fatz. Innerhalb von Sekunden hat die Guardia Civil den Sandstrand geräumt. Das geht dermaßen unaufgeregt und zivilisiert zu, dass ich mich wirklich wundere. Das Rennen kann beginnen – aber doch nicht nur mit einem Pferd!Das Pferd eines Reiters hat sich selbständig gemacht und ist durchgegangen. Eine nicht zu unterschätzende Gefahr! Aber Guardia Civil und weitere Helfer der Veranstaltung konnten das Tier einfangen, bevor es schaden anrichten konnte.

Jetzt aber: Die Pferde müssen unterwegs sein.  Auch wenn man sie noch nicht sieht, spürt man das. Und dann – in wenigen Sekunden sind sie vorbei.

Dafür bin ich nun 1 ½ Stunden her gefahren (nun, zum Hotel hätte ich ohnehin gemusst und Sanlúcar de Barrameda ist nur eine halbe Stunde vom Hotel weg) und habe über eine Stunde (eingepfercht von Menschenmassen) am Strand gewartet. Aber ich möchte nichts missen!

40 Minuten später bin ich im Hotel. Ich kann es nicht fassen! Ich habe so viel erlebt an diesem ersten vollen Urlaubstag, heute Vormittag Ronda, dann Sevilla und nun dieses Pferderennen in an Lúcar de Barrameda. Mehr kann man nicht mehr wollen. Ich freue mich auf die Dusche und nachher auf ein gepflegtes Feierabend-Bier.


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