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Irland, 14. August 2012

Morgenspaziergang


Nachdem wir gestern schon mit den Hühnern aufgestanden sind, lassen wir´s heute an unserem 20. Hochzeitstag etwas ruhiger angehen. Schließlich wollen wir auch mal wieder Julias super leckeres Frühstück probieren, das es allerdings, wie jeden Tag, erst ab 8:30 Uhr gibt. Wir haben grandioses Wetter. Das schreit nach einem Morgenspaziergang. Wenn die Sonne strahlt, sieht alles noch schöner aus als vorgestern, und da war es schon der Hammer!

Als wir kurz vor halb neun von unserem einstündigen Rundgang wieder nach Hause kommen, werden wir von einem schnatternden und watschelnden Komitee empfangen.

Frühstück


Zum Frühstück haben wir heute Rührei mit geräuchertem Lachs. Was Lulia zaubert, sieht nicht nur gut aus, das schmeckt auch so. Einfach genial. Die Küche der Carbery Cottage bekommt von mir, ohne dass es auch nur irgendwas zu bemängeln gibt, 5 von 5 Sternen.

Gegen 9:15 Uhr starten wir zu unserer Jubiläums-Fahrt Richtung Ring of Kerry. Wir haben absolutes Bilderbuchwetter, wie gemacht für einen 20. Hochzeitstag. Um nicht haargenau dieselbe Strecke fahren zu müssen wie gestern, fahren wir heute von Brahalish weg nördlich über Gerahies (Nordseite der Sheepshead-Halbinsel) Richtung Bantry, danach dann erst wieder auf die Route von  gestern: Bantry, Caha-Pass, Kennmare. Dort geht´s dann aber heute weg zu Ring of Kerry.

Eselstreffen


Kurz hinter Glengariff treffen wir, unweit der N 71 in einem Seitenweg auf eine Esels-Weide. Dass ich da nicht vorbeikann (ich wollte immer mal mit einem Esel begleitet quer durch Griechenland wandern) versteht sich von selbst. Nach einer ausgiebigen Schmuse-Runde geht´s weiter.

Caha Pass


Der Blick vom Caha-Pass runter zur Bantry Bay ist einfach nur ein Traum. Momentan passt alles! Wieder fahren wir durch die aus dem Fels geschlagenen einzigartigen Tunnels, die mich schon gestern fasziniert haben, und dann vorbei an Molly Gallivan´s.

Chaos an der Tankstelle in Kenmare


In Kenmare wollen wir, unmittelbar bevor wir zum Ring of Kerry abbiegen, an der Esso-Tankstelle beim Centra Supermarkt nochmal tanken. Doch das hätten wir wohl besser nicht tun sollen, denn ab diesem Moment beginnt das Chaos.

Die Autos fahren „wie Kraut und Rüben“ vor die Zapfsäulen: Vorwärts, rückwärts, links und rechts. Dort stehen sie dann in allen Richtungen. Ein System ist nicht zu erkennen. Ein älterer Herr beispielsweise ist so chaotisch in Gegenrichtung vor die Säulen gefahren, dass die Tanke jetzt komplett blockiert ist. Autos rangieren millimeterweise. Ich trau mich nicht, den Octavia auch nur einen Millimeter zu bewegen. Dazu ist mir der ungewohnte Octavia einfach zu unübersichtlich. Ich bin ja schon froh, wenn ich den Wagen beim normalen Fahren links und rechts richtig im Auge habe und nirgends dagegen schramme. Jetzt kommt der Senior, der seine Karre so schusselig abgestellt hat, in aller Ruhe aus dem Centra Markt, tankt auf und fährt weg. Und was ist mit Zahlen?

So, jetzt bin ich dran. Doch bei mir funktioniert der Zapfhahn überhaupt nicht. Wahrscheinlich, weil der vor mir nicht gezahlt hat. Also geh ich mal in den Laden rein und mach mich sachkundig. Und dann erfahr´ ich, dass in Kenmare alles anders ist. Hier geht das nämlich so: Man muss hier im Voraus bezahlen und kann dann erst tanken. Komisches System. Zahlst Du zu viel, läuft´s über, zahlst Du zu wenig, reicht womöglich der Sprit nicht. Das hätt man wissen müssen. Ich kauf also für 30 € „unleaded“, sag an, dass ich an Säule 4 stehe und geh raus. Aber es geht nicht!! Also wieder rein. „Ach so, Sie wollten ‚unleaded‘? Ich hab aus Versehen Diesel freigeschaltet.“ Noch mal raus – und dann endlich klappt´s. Nach dem Tanken sehe ich aus „wie Sau“, die Hände total schwarz und ölverschmiert. Aber noch mal rein will ich nicht. 30 Minuten hat´s gedauert, um für 30 € zu tanken, das reicht! Notdürftig wisch ich mir die Hände an einem Tempo ab. Unmittelbar nach der Tanke, die wir am besten gleich vergessen, geht´s links rein in die N 70, den legendären Ring of Kerry.


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