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Ein Modellbahner-Leben – Vom Versuch, den Anhalter Bahnhof in Spur N nachzubilden – 3

Neuanfang mit Kauf-Elektronik und abermaliges Ende


Ich wäre aber nicht ich, würde ich mich von so ein bisschen Elko-Batz an der Rauhfasertapete unterkriegen lassen. Nachdem es also mit dem kompletten Selbstbau der Elektronik – Platinen ätzen, Bauelemente einlöten usw. – nicht klappte, habe ich mich entschlossen, Fleischmann-Fahrpulte in der „Bucht“ und Blocksteuerungs-Module von s.e.s. Berlin zu kaufen. Erst mal nur für 3 Blockabschnitte, ich war mir ja nicht sicher, ob das auch klappt. Immerhin steh ich mit Elektronik sehr auf Kriegsfuß.

Da hatte ich sie also, die 3 Blocksteuerungs-Module. Die verkabelte ich miteinander und schon die ersten Versuche auf einem Testkringel außerhalb der Anlage klappten richtig gut: Eine Lok stoppte, sobald im Streckenabschnitt vor ihr eine andere Lok oder ein anderer Zug war. Allerdings machen 3 Blockstellen auf einer geplanten „großen“ Anlage keinen Sinn. Der „Hundeknochen“ ist immerhin 18 m lang. Da brauche ich schon mehr, also kaufte ich noch 3 Elemente hinzu. Ich konnte also nun auf 6 Blockabschnitte (grüne Bereiche in nebenstehender Skizze) zurückgreifen. Lief alles wunderbar, nur gefiel mir das abrupte Stoppen der Loks nicht mehr, also ergänzte ich die Blocksteuerung mit zusätzlichen 6 Anfahr- und Bremsbereichen (blaue Bereiche in nebenstehender Skizze). Und siehe da, auch das funktionierte! Da ich beim ständigen Transport der Anlage aus dem Keller und in den Keller allerdings ständig etwas am Aufbau kaputt machte, ließ ich die Anlage fortan im Keller stehen. Dort war es aber (unbeheizt!) derart kalt und staubig, sodass ich bald keine Lust mehr hatte, dort unten auch nur 1 Minute weiterzubauen Auch wurden die Augen mit dem Alter immer schlechter, dass einfach nichts mehr zustande kam. Außer gelegentlichem Fahrbetrieb auf der „Baustelle“ mied ich fortan den Keller,  wieder kam eine staubdichte Plane über alles und ich beschäftigte mich mit Dingen, die ich auch in der Wohnung machen konnte.

Elektronik-Basteleien in der Wohnung


Da im Keller absolut nichts mehr lief, versteifte ich mich auf Tätigkeiten, die man in der Wohnung machen konnte und die einem – noch immer nicht völlig ausgeschlossenen – späteren Einsatz dienlich sein konnten. So baute ich u.a. die Elemente der Blocksteuerung in eine Schublade des späteren Schaltpults ein und versah Stellpult und Anlage mit entsprechenden Schnittstellen. Ich dachte ja, mit dem wirklich schönen Kabelbaum, der übersichtlichen Anordnung der Elemente und der Tatsache, dass – falls ich mal im Keller war, alles lief – könnte ich punkten, aber für meine Frau bedeutet Eisenbahn – wie für viele auch – Häuschen, Landschaft, Brücken.

Meine Möckernstraße


Ich schwenkte also komplett um und beschäftigte mich mit der Herstellung von KIBRI-Häuschen. Die passen zwar nicht in die Möckern-Straße, waren für mich aber geeignet (auch aufgrund des etwas verniedlichenden Kibri-Maßstabs) im Hintergrund der Anlage (also in der Möckernstraße) Berliner Stadthäuser darzustellen. So einen Modellbausatz zusammenzubauen kann jeder. Das ist zwar wenig kreativ, macht aber bei angetrauten Frauen unheimlich Eindruck. „Endlich mal geht was voran“. Damit die Häuser nicht nur „auf der Platte“ standen, ließ ich die Flugzeugsperrholz-Straße und -Gehweg nach links leicht ansteigen und „versenkte“ die Häuserfundamente und auch Teile des Erdgeschoss‘.

Planung und Realisierung der Brücke über den Landwehrkanal


Ich versuchte mich also an an der Kanal- und Uferstraßenbrücke über den Landwehrkanal. Zunächst mit wenig Erfolg. Lötversuche unter Verwendung von Messingprofilen scheiterten, denn immer wenn eine Lötung mal geklappt hatte, ging beim Versuch, 1 cm nebenan etwas zu löten die erste Lötung wieder auf. Das war nichts für mich. Ich erinnerte mich daran, dass ich als Kind eines Schreiners schon immer Holz bevorzugte. Also konstruierte ich die Brücke aus 1 mm-Flugzeugsperrholz. Im Internet hatte ich jemanden gefunden, der Flugzeugsperrholz lasern konnte. Ob das das gewünschte Resultat bringt? Neugierig schickte ich meine Zeichnungen fort.


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