Zoo am Meer
Nach dem Essen wollen wir drei, Susanne, Chicco und ich, noch weiter zum Yachthafen und die Weser entlang zum Schifffahrtsmuseum und zum Zoo am Meer. Behrmann meint, wir sollten das aber nicht zu Fuß gehen, sei viel zu weit. Für uns jedoch ist so was ein hervorragender Spaziergang, bei dem auch Chicco wieder mal schnüffeln und hie und da sein Bein heben kann. Ist eigentlich ganz einfach, immer nordwärts, am Radarturm vorbei und dann ist es nicht mehr weit bis zum Schifffahrtsmuseum. Dort gibt es ein Pottwalskelett, das ebenfalls von Günther Behrmann präpariert wurde. Eines der seltenen, bei dem auch im Pottwaloberkiefer Zähne dargestellt sind. Auf Zeichnungen und auch in Berichten werden diese sehr oft vernachlässigt.
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Diesen Pottwal wollten wir fotografieren. Der Mann an der Kasse aber meinte: „Fotografierverbot“. Keine Frage, dass ich dann auch keinen Eintritt zahle. Weiß der Mann überhaupt, wo ich grad herkomme? Spürt er nicht die Aura? *grins* Na ja, so können wir den Pottwal eben nur mehr schlecht als recht von draußen sehen, durch eine heruntergelassene Jalousie.
Wir gehen die paar Meter weiter und erreichen den Zoo am Meer. Der Gebäudekomplex wirkt irgendwie futuristisch und erinnert mich an einen schräggestellten Grabstein. Im Zoo leben neben anderen Tieren vorrangig solche, die irgendwie mit Wasser zu tun haben, wie Eisbären, Robben, Basstölpel und Pinguine.
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Das Positive: In diesem Zoo sind Hunde erlaubt – an der kurzen Leine (später werde ich erkennen, dass er an einer längeren Leine ja schon wieder aus dem Zoo raus wär’). Wir stellen uns also an der Kasse an, kaufen Karten (der Hund kostet 1 Euro) und gehen rein. Aber bereits einen Meter nach dem Eingang macht Chicco ein dermaßen Spektakel, dass an einen weiteren Zoobesuch nicht mehr zu denken ist. Susanne versucht zwar, unseren Vierbeiner zu beruhigen und bringt ihn in die Cafeteria gleich links hinterm Eingang, aber mit dem Hund ist hier und heute nichts mehr zu machen.
Warum Chicco so ausrastet, bleibt mir ein Rätsel, denn sowohl die Affen in der ersten künstlich geschaffenen Grotte als auch der Eisbär in der zweiten sind so hinter Glasscheiben versteckt, dass es kaum möglich ist, dass Chicco die Tiere überhaupt gerochen hat. Vielleicht gefällt Chicco auch das ganze künstliche Grottengewölbe nicht. Da könnt’ ich ihn verstehen. Das gefällt mir auch nicht.
Um meine Mundwinkel nicht ganz auf den Fußboden kippen zu lassen, empfiehlt Susanne, ich solle doch alleine durch den Zoo gehen, fotografieren und hinterher wieder in die Cafeteria kommen. Das mach ich dann auch. Der Zoo ist mit seinen rund 10.000m² Nutzfläche nämlich so klein und überschaubar, dass Oliver Kahn oder jeder andere Torwart beim Abschlag den Ball weit über den Zoo hinaus in die Weser schießen würde.
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Ich geh am Eisbärengehege vorbei, an den Robben, Seehunden und Wasservögeln. So richtig begeistert bin ich aber nicht. Ob es an der Anlage selbst liegt, daran, dass man durch die Scheiben nur sehr schlecht fotografieren kann oder daran, dass ich alleine durch den Zoo stapfen muss, ich weiß es nicht. Okay, etwas Positives sollte ich jedoch auch noch anmerken: Gut ist, dass man Tiere, wie beispielsweise Pinguine, auch unter Wasser sehen kann.
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Am 24. August 2007 um 22:09 Uhr
Sehr, sehr gut geschrieben !
Es hat spannendes – lustiges – und hervorragende Bilder!!
Werde es auf jedenfall weiter empfehlen!!
l.g. J