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Nordwärts


Am 11. August, es ist ein Samstag, starten wir morgens gegen 5 Uhr. Zunächst von Augsburg aus Richtung Ulm und dann auf der A7 gen Norden. Vier Etappen haben wir für die 700 km lange Strecke vorgesehen. Fahrerwechsel in Rothenburg/Tauber, ausgiebiger Hundespaziergang (mit Fahrerwechsel) in der Nähe von Fulda und ein letzter Fahrerwechsel bei Großburgwedel.

Pause bei Schlitz

Heidschnucken bei Schlitz

Hundspaziergang in Schlitz


Für den Hundspaziergang in der Nähe von Fulda haben wir bei Schlitz einen wahren Volltreffer gelandet. Nur wenige Kilometer von der Autobahnausfahrt 45 der A7 entfernt findet man bei Schlitz Wanderwege über Wiesen, Felder und durch Wälder, von denen man (und Hund) nur träumen kann.Wir parken gleich am Ortseingang, direkt an der Schlitz, einem Flüsschen, das der Stadt den Namen gegeben hat. Von hier führt ein etwa 3 km Rundwanderweg zunächst am Waldrand und an Schafgattern entlang, um nach 1,5 km rechts ab im Wald zu verschwinden. Es ist traumhaft. Kein Mensch ist unterwegs. Wir haben Wege und Wald für uns allein und Chicco kann endlich ohne Leine umher rennen. Schließlich war er schon 4 Stunden auf dem Rücksitz unseres Autos in seiner Box gelegen. Chicco, der ideale Reisehund.

Nach dem Spaziergang sind wir noch kurz in den Ort Schlitz hinein, wo wir bei einem Bäcker für n’ Appel und n’ Ei (am Steh-Tischchen) einen super Kaffee und einen exzellenten Bienenstich bekamen. Jetzt sind die Lebensgeister richtig da und die Fahrt kann weiter gehen. Wir haben sehr viel Zeit eingeplant, so dass wir uns keinerlei Stress aussetzen. Bis zum frühen Abend werden wir auf alle Fälle in Schneverdingen sein.

So ist es auch. Die Fahrt geht wirklich sehr gut voran, so dass wir schon um 15 Uhr die Autobahn an der Anschlussstelle 90 Soltau Süd verlassen können; viel zu früh, hatten wir doch Frau Kutschke gesagt, wir würden zwischen 16 und 18 Uhr ankommen. Das tut der Sache aber keinen Abbruch, denn kurz vor Schneverdingen liegt, von Heber kommend, links von der Landstraße das Pietzmoor, eine bizarre Landschaft, die eine geheimnisvolle Stimmung verbreitet.

Pietzmoor


Im Plietzmoor

Im Plietzmoor

Hier werden wir noch eine Stunde spazieren gehen und fotografieren. Obwohl am Parkplatz „unendlich“ viele Autos stehen, „verlaufen“ sich die Menschen im Moor.

Im Plietzmoor

Im Plietzmoor

So stört es dann auch nicht, dass Rüdiger mit zwei Kameras bewaffnet und einem mächtigen Stativ auf der Schulter, die volle Breite des Bohlenwegs einnimmt. Gegenverkehr wäre hier nicht angebracht. Rüdiger genießt die außergewöhnliche Landschaft, Chicco ist von den Holzbohlen nicht so begeistert und läuft lieber rechts oder links davon auf dem sumpfigen Boden. Susanne sagt zu allem „ja“, drängt dann aber doch vorsichtig zur Umkehr, nachdem Rüdiger wirklich Bilder geschossen hat ohne Ende.

Die letzten 2 Kilometer bis zum Quartier fährt Susanne. Und da wär’ es auch fast schon passiert. Man muss aufpassen wie Schießhund. Überall Fahrradfahrer. Mehr noch, so scheint es zumindest für uns, als in Holland und China zusammen. Und für die, die nicht mit dem Rad hierher gekommen sind, gibt’s überall Fahrräder zu leihen.

Ferienwohnung 11 in Schneverdingen

Susanne, Chicco und unsere Vermieterin

Ferienwohnung 11, Schneverdingen


Endlich sind wir da: Bockhebererweg 11. Ein Zweifamilienhaus, in dem Ingeborg Kutschke die obere Etage als Ferienwohnung und ein Erdgeschosszimmer mit Bad als Gästezimmer vermietet. Über die Terrasse gelangen wir in unser Zimmer. Sehr sauber und sehr geschmackvoll eingerichtet. Alles da, was man braucht. Nach einer kurzen Begrüßung und der Übergabe hängen wir unsere Sachen in den Schrank, machen uns frisch und erkunden dann Schneverdingen. Eine Kleinigkeit zu essen und ein Bier wären jetzt was nach der langen Fahrt.

Schneverdingen strotzt nur so vor gastronomischen Einrichtungen. Überall stehen Tische und Stühle vor den Lokalen und man fühlt sich so richtig drin, mitten im Urlaub. Etwas abseits finden wir in der Gartenstraße den Biergarten „Blue Bird“.

Der Abend in Schneverdingen


„Blue Bird“ in Schneverdingen

Im Biergarten des „Blue Bird“ in Schneverdingen

Das Haus ist schon „etwas wild“ und über und über mit Graffiti bemalt. Der Biergarten ist auch etwas moderner und erinnert mich mit seiner Einrichtung irgendwie an Afrika. Genau das, was wir jetzt brauchen. In der Ecke steht gar ein Zelt, in dem wohl Kinder ihre Ferien verbringen. Wir bestellen uns erst mal ein Weizen und dazu einen Salat. Was Köstlicheres habe ich selten gegessen. Da fängt der Urlaub richtig gut an! Dann heißt es noch ein wenig die Beine vertreten. Erst dann sind wir richtig angekommen: In unserem Kurzurlaub in der Lüneburger Heide.

Susanne ist ganz fasziniert von den Alleen, mich faszinieren die niedrigen Reet-gedeckten Backsteinhäuser. Als wir bei Anbruch der Dunkelheit nach Hause kommen, sitzt unsere Vermieterin noch auf der Terrasse. Gute Gelegenheit, bei einem Gläschen württembergischen Wein, den wir mitgebracht haben, mit etwas Small-Talk den Abend ausklingen zu lassen.

Allee in Schneverdingen

Schneverdingen

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ZWISCHEN LÜNEBURGER HEIDE UND WATERKANT
REISEBERICHTE AUS DEUTSCHLAND

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