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„WDSF-Liker“ geben für WDSF-Flyer keinen Pfifferling


Jürgen Ortmüller, Geschäftsführer der „Einmann-Delfinariengegner-Organisation“ WDSF, brüstet sich damit, weltweit mehr als 170.000 Anti-Delfinarien-Flyer verteilt zu haben.

„Und?“, kann ich da nur sagen, denn etliche seiner Themen sind nichts anderes als polemische Hetze gegen diejenigen Delfinarien (z.B. Duisburg und Nürnberg), vor denen die Flyer (angeblich) verteilt werden. Dass diese Flyer (Außenseite / Innenseite) nichts mit Delfinschutz zu tun haben, scheinen inzwischen auch seine „Fans“ kapiert zu haben.

Lebensfreude im Delfinarium Duisburg

Lebensfreude im Delfinarium Nürnberg

Da Ortmüller für eine geplante Aktion neue Flyer braucht, hat er Mitte April 2016 bei betterplace ein Konto „Geld spenden für WDSF-Flyer über die Delfinhaltung“ eingerichtet. Um die Flyer drucken zu lassen, bräuchte er einen Spendenzuschuss von 500 €. Angesichts seiner 8466 Facebook-Liker (Stand 26.4.2016 17:17 Uhr) sollte das ein Klacks sein – könnte man meinen. Doch bisher haben von den 8466 Likern gerade mal fünf Personen insgesamt 70€ gespendet. Das sind 0,059 % seiner Liker. Für seine Schmähschriften scheinen Ortmüllers „Liker“, die u.a. offenbar auch durch Facebook-Werbeanzeigen akquiriert werden, also keinen Pfifferling mehr geben zu wollen. Und das ist gut so! Offensichtlich haben auch die Letzten inzwischen Ortmüllers Inkompetenz betreffs Delfinen erkannt.

Um welche Aussagen geht es im WDSF-Flyer, für dessen Inhalt Ortmüller verantwortlich ist?


„100 Wale und Delfine sind in den Delfinarien Duisburg und Nürnberg etwa verstorben!“
Natürlich sind in den Anfangsjahren der Delfinhaltung viele Tiere verstorben. Dass man inzwischen erheblich dazugelernt hat in der Delfinhaltung, verschweigt Ortmüller. Auch wird verschwiegen, dass in derselben Zeit etwa 12 Millionen Delfine allein als Beifang in den Meeren verendet sind.

„Die Chance, in Gefangenschaft lebende Wale und Delphine auszugliedern, tendiert gegen Null!“
Wenn Ortmüller aber selbst beabsichtigt, Delfine auszuwildern, dann scheint das plötzlich kein Problem mehr zu sein. Wieder mal widerspricht sich Ortmüller – wie so oft (!) – selbst. In welcher Weise kann man auf der Seite von ProWal nachlesen. Dort geht es u. a. um das Projekt „Dolphin Care – Rescue Center Red Sea“. Angeblich wurde dies im November 2014 von ProWal & WDSF ins Leben gerufen. Schwerpunkte sollen u.a. sein:

AUSWILDERUNG: Bei Eignung Vorbereitung für Auswilderung von ehemaligen Show-Delfinen
GNADENPLATZ: für Delfine, die nicht mehr ausgewildert werden können (Anmerkung: Die Zitate sind Original-ProWal-Zitate)

„Delfine leiden in Gefangenschaft“
Woher will Ortmüller denn das wissen? Wenn er argumentiert, dass Delfine am Tag 100 km zurücklegen und bis zu 300 m tief tauchen könnten mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h, vergisst er ganz, dass die Delfine dies nicht aus Spaß tun, sondern weil sie sich Nahrung fangen müssen. Außerdem verschweigt er, dass nur Hochseedelfine so tief tauchen müssen. Delfinariumsdelfine sind von ihrer Art her aber Küsten-Delfine. Dort kommt nach wenigen Metern Meeresboden. Also ist das mit den „300 m“ reines polemisches Hirngespinst.

Delfinarien verabreichen zahlreiche Medikamente“
Natürlich verabreichen Delfinarien Medikamente, wenn es medizinisch erforderlich ist. Die Notwendigkeit, wann ein Medikament verabreicht werden muss, kann ein Laie wie Steuerberater Ortmüller nicht abschätzen. Außerdem haben sämtliche Kontrollorgane die Rechtmäßigkeit der Medikamentengabe überprüft und deren Notwendigkeit bestätigt.

Aber auch alle anderen Flyer-Überschriften wie „Delfinarien: für Schutz und Erforschung von Walen und Delfinen völlig unnötig!“ oder „Ein netter Nachmittag für die Besucher – lebenslange Qualen für Wale und Delfine“ oder „Eintrittskarten finanzieren neue Wildfänge und Nachzuchten!“ sind dummes Zeug. Sie können zwar die Meinung des WDSF sein, sind wissenschaftlich aber nicht haltbar. Auch der Versuch, eine Verbindung zwischen den in Duisburg und Nürnberg lebenden Delfinen mit Taiji herzustellen, ist völlig an den Haaren herbeigezogen. Kein einziger „deutscher“ Delfin kommt aus Taiji. 3 von 4 der in deutschen Delfinarien lebenden Tiere sind bereits in Delfinarien geboren.

Opportunismus


Dass es Ortmüller gar nicht um Delfine geht, sondern nur darum, sich in den Vordergrund zu stellen, ist für mich offensichtlich, und das scheinen inzwischen auch seine Liker erkannt zu haben. In meinen Augen ist Ortmüller ein klassischer Opportunist. Solange einem Opportunisten Menschen zunutze sind (gerne auch Prominente), umgarnt und unterstützt er sie. Beispielsweise hat Ortmüller 2005 über die Betreiberin der Homepage „Meeresakrobaten“, Susanne Gugeler, geschrieben:

„Es gibt auf diesem Planeten nur wenige Menschen die sich so intensiv mit dem Thema (Anmerkung: Delfine und Wale) befassen wie Susanne.“

Als Susanne jedoch erkannte, wie Ortmüller blendet, und sie das auch äußerte, wehte plötzlich ein anderer Wind. Bis zum heutigen Tag (Stand 26.4.2016) hat Ortmüller auf der WDSF-Seite unter WDSF-Aktionen eine extra Seite gegen Susanne und ihren Mann eingerichtet (übrigens die drittgrößte aller WDSF-Aktionen-Seiten (!)).

Nichts mehr mit Sätzen wie Es gibt auf diesem Planeten nur wenige Menschen die sich so intensiv mit dem Thema befassen wie Susanne.“ Heute sind die Äußerungen das krasse Gegenteil und lauten beispielsweise so: „Trotz ihrer Studienarbeit (Anmerkung: zum Thema Delfine) ist der Wissensstand der Lehrerin, die sich anmaßt, fortlaufend die anerkannte Tierschutzorganisation WDSF zu kritisieren, ganz offensichtlich erschreckend.“

Alles in allem verfolgen Ortmüllers „WDSF-Aktionen“, genauso wie seine Flyer, meiner Ansicht nach nur ein einziges Ziel, nämlich das, seinen unersättlichen Geltungsdrang und sein Machtstreben zu befriedigen. Wissenschaftlich sind seine Aussagen durch nichts haltbar und  dem Tierschutz in keiner Weise dienlich.

Mit „Kritiker-Diffamierung“ wurde bisher noch keinem einzigen Delfin geholfen.

Ortmüllers Welt: Realität, Esoterik oder reine Fantasie?


Und weil er sein Ziel Wale zu retten, im realen Leben nicht erreicht, werden Walrettungen schon auch mal erfunden, so wie 2014, wo er auf den Färöern einen Helikopter gechartert und damit 80 Grindwale gerettet haben will. Dass ein Helikopter-Charter und eine Grindwalrettung niemals stattfanden, gibt Ortmüller in seinem Leserbrief vom 8.8.2014 selbst zu. Er hatte nur die Absicht, einen gebuchten, niemals aber einen gecharterten (!) durchzuführen! Dennoch steht das mit der Grindwalrettung auch heute noch bei You-tube. Zu sehen in diesem Film bei 1:20.

Ortmüllers Absicht (!) und Ortmüllers Tun

Erwägungen des Beschwerdeausschusses

Auch für seine angebliche „Pinger-Aktion“ gibt es keinen einzigen belastbaren Beweis. Obwohl auf der WDSF-Seite (suchen Sie dazu auf dieser Seite nach dem Text „10.06.2015 – Blutiger Walfang auf den Färöer-Inseln – WDSF/ProWal setzen erfolgreich Pinger ein (natur)“) noch für diese „Heldentat“ geworben wird, führt der dort angegebene Link (wie so vieles beim WDSF) ins Nichts. Nachdem der Presserat nach meiner Intervention festgestellt hat, dass eine Kausalität zwischen der angeblichen Pinger-Ausbringung und der behaupteten Grindwalrettung nicht gegeben ist, war der natur.de-Artikel schlagartig verschwunden.

Lässt sich das alles damit entschuldigen, dass der Mann glaubt, jedem Menschen eröffne sich die unendliche Vollkommenheit, wenn er sich entschließt, mit dem universellen Licht zusammenzuarbeiten, so wie er 2003 im Vorwort eines Esotherik-Büchleins schrieb? Ich denke „NEIN!“

Insofern ist es nur folgerichtig, dass Ortmüllers „Liker“ nicht hinter ihm stehen und für seine Schmäh-Aktionen keinen Pfifferling geben.


Nachtrag 1.5.2016:

Offenbar ist es Ortmüller peinlich, dass bei der bisherigen Spendenaktion von insgesamt 5 Spendern nur 70 € zusammenkamen. Warum gibt es für ein und dieselbe Aktion nun einen neuen Aufruf? Das macht für normal denkende Menschen doch überhaupt keinen Sinn. Bei dieser neuen Aktion haben inzwischen 3 Personen zusammen 35 € gespendet.


Nachtrag 4.5.2016:

Auch die neu anberaumte Spendenaktion brachte nicht mehr Erfolg. Bis einschließlich heute haben abermals 5 Spender (größer ist seine „Familie“ wohl nicht) 65 € gespendet.


Nachtrag 6.5.2016:

Obwohl Ortmüller auf betterplace zwei Mal zum Spendensammeln für seine unnützen Flyer aufgerufen hat (1. Aufruf, 2. Aufruf), kam das Geld für das Drucken der Flyer nicht zustande.

Heute nun vermeldet das WDSF (Ortmüller?) auf der WDSF-FB-Seite

„Ein WDSF-Unterstützer hat sich bereit erklärt, die gesamten Druckkosten für 50.000 Flyer zu übernehmen. Herzlichen Dank!!! Die verbleibenden Spende verwenden wir für die Grafikkosten des Layouts.“

Komisch, dass die Meldung das Datum 2.5.2016 trägt. Aber das WDSF ist ja immer für „Überraschungen“ gut. Interessant auch, dass der „großzügige Spender“ nicht genannt wird.

Ein Schelm, der Böses dabei denkt.


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